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Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 14- Herbst 2004 - Seite 14
Kurznachrichten
[ Inhalt Nr. 14.]
Mexiko: Gummigeschosse gegen Migrant/innen
12.08.04 - Das Außenministerium vereinbahrte mit den USA den Einsatz von Gummigeschossen gegen Migrant/innen. Damit sollen die Grenzpatrouillen den illegalen Grenzgängern das Betreten US-amerikanischen Territoriums verwehren. Die USA und Mexiko haben im Juni 2001 den „Aktionsplan für Kooperation bei der Grenzsicherung“ aufgestellt, der auch den Einsatz nichttödlicher Waffen durch US-Grenzer erlaubt.

Kolumbien: 35.000 Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch
12.08.04 - In den letzten zehn Jahren wurden in Kolumbien laut UNICEF-Bericht immer mehr Kinder in die Prostitution gezwungen. Darunter „eine wachsende Zahl von immer jüngeren Kindern unter zehn Jahren“. Der Bericht fügte hinzu, dass „in Kolumbien ca. 35.000 Kinder unter 18 Jahren sexuell ausgebeutet werden“. Zur häufigsten Methode, um die Opfer anzuwerben, gehören Arbeitsangebote für das Ausland; dabei seien „die häufigsten Zielländer Japan, Spanien, Holland, Deutschland, Schweiz, Italien sowie Hong Kong und Singapur“. Kolumbien sei zu einem der wichtigsten Operationszentren für die international agierenden Netzwerke der Kinderprostitution- und Kinderpornografie in Lateinamerika geworden.

Göttingen/Frankfurt: Naziautos abgefackelt und demoliert
17.08.04 - Für den Neonazi Timo Schubert kommt es gerade richtig hart. Im Vormonat besuchten ihn 90 vermummte Antifas, jetzt zündeten Unbekannte sein Auto an. Das Göttinger Stadtradio erhielt ein Bekennerschreiben. Darin wurde bestätigt, dass es sich bei dem Autobrand im Grünen Weg in Göttingen um einen Anschlag gehandelt hat. Schubert betreibt einen Versand mit Nazi-Devotionalien und spielt in Nazibands.
Am 22.08.04 wurden mindestens neun von Neonazis abgestellte Autos in Frankfurt-Höchst stark beschädigt. Die Rechtsradikalen hatten von dort ihre Fahrt nach Wunsiedel per Bus fortgesetzt. Dort demonstrierten sie am Todestag des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß. Unbekannte Täter/innen hatten die Fahrzeuge demoliert, in dem sie sie mit einer ätzenden Flüssigkeit übergossen, die Reifen zerstachen und Bauschaum in die Aufpuffrohre sprühten. Böse Überraschung für die Besitzer dann, als sie bei ihrer Rückkehr den Schaden entdeckten.

Stinkbombe gegen Palästinenser
26.08.04 - Das Stinktier-Sekret hat sich die israelische Armee zum Vorbild für ihre neue Waffe gegen palästinensische Demonstrant/innen genommen. Wie die israelische Zeitung „Maariv“ berichtete, steht die Entwicklung der Stinkbombe kurz vor dem Abschluss. Versuche ergaben, dass einige Tropfen der Flüssigkeit genügen, um einen unerträglichen Gestank zu verbreiten, der bis zu fünf Jahre lang in der Kleidung haften bleibe.

USA: Verzweiflung siegt
25.8.04. Die Reality-Show „Gana la Verde“ („Gewinn die Grüne“) stellt illegalen Latinos in den USA als Mitmach-Preis eine Greencard in Aussicht. In der Show springen die Teilnehmer u.a. von Fahrzeugen, essen lebende Würmer oder tauchen minutenlang unter Wasser. Die von spanischsprachigen Sendern ausgestrahlte Show suggeriert den Spielern, dass sie für ihre Teilnahme eine Greencard bekommen würden. Tatsächlich aber erhält der Sieger nur einen Anwalt, der sich ein Jahr lang um eine Greencard für ihn bemüht. Die Produzenten verteidigen die Show als „Hilfestellung für illegale Arbeiter“. Sozialverbände warnen, die Kandidaten würden ihren illegalen Status preisgeben und sich dem Risiko einer Abschiebung aussetzen. Die Reality-Show wird fünfmal pro Woche gesendet und erreicht eine Million hispanische Haushalte. Sie ist damit die zweitpopulärste Sendung unter den achtzehn bis neunundvierzig Jahre alten Zuschauern.


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CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:18
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