|
Chile: Attentat auf Mapuche-Führer
08.07.04 - Ein Brandschlag wurde auf das Haus von Juana Calfunao
Paillalef und Antonio Kadin Huentelao, ihrem Freund, in der
Mapuchegemeinde Juan Paillalef, verübt. Bei dem Anschlag
starb Bacilio Cononao, ein gesuchter Mapuche, der sich in
dem Haus versteckt hielt. Um die Gebiete der Mapuche und den
Schutz ihres Volkes zu verteidigen, ist Juana Calfunao Paillalef
permanentes Opfer politischer Verfolgung. Insbesondere seit
sie den ehemaligen Direktor der nationalen Gesellschaft für
indígene Entwicklung CONADI, Rodrigo González
López, geschlagen hatte.
IRA-Gründer Cahill gestorben
23.07.04 - Joe Cahill, einer der Gründer der Irisch-Republikanischen
Armee, ist im Alter von 84 Jahren in Belfast gestorben. Wie
Sinn Fein erklärte, erlag Cahill einem Lungenleiden,
das er sich bei der Arbeit in einer Schiffswerft in den 50er
Jahren zuzog. Cahill war der erste Kommandeur der IRA (provos)
in Belfast, die im Dezember 1969 gegründet wurde.
Kriminologe blickt voraus
25.07.04 - Die EU-Osterweiterung erfordert nach Ansicht des
Kriminologen Hans-Dieter Schwind in Deutschland den Bau von
zwölf weiteren Gefängnissen. Der Professor an der
Universität Osnabrück begründet dies im Focus
mit der zu erwartenden Migration von zwei Millionen
Menschen aus dem Osten innerhalb der nächsten 15
Jahre. Von diesen landeten rein statistisch etwa 4.000 hinter
Gittern, sagte Schwind. Haftplätze aber fehlten.
Singender Saddam
26.07.04 - Eine singende Saddam Hussein-Puppe mit Kalaschnikow
und Granaten ist zum Verkaufsschlager in irakischen Spielzeugläden
geworden. Trotzdem stellten viele Händler den Verkauf
der batteriebetriebenen Puppe, die den Ex-Präsidenten
wahlweise in Uniform oder mit goldener Hose und Bolero-Jacke
zeigt, jetzt ein. Sie haben Angst, dass Saddam-Anhänger
ihren früheren Führer lächerlich gemacht sehen
und sie zum Ziel von Anschlägen werden.
Ecuador: Rentner-Hungerstreik
27.07.04 - Mindestens zehn Tote forderte ein Hungerstreik,
in den am 14. Juli 77 Rentner in den Gebäuden des Ecuadorianischen
Instituts für Soziale Sicherheit in Quito und Guayaquil
getreten sind. Der Grund: die Regierung lässt sich nicht
auf ihre Forderungen zur Rentenerhöhung ein. In Quito
protestieren die Rentner seit fast einem Monat und fordern
von der Regierung, ihre Pension an den Mindestlohn anzupassen.
Der Sprecher Gabriel Riera machte direkt die Regierung verantwortlich
für den Tod seiner Mitstreiter.
Folter in Armenien
29.07.04 - Das Antifolter-Komitee des Europarats hat in seinem
ersten Bericht zu Armenien viele Beschwerden über Folter
in Polizeigewahrsam und Gefängnissen dokumentiert. Berichtet
worden sei von Tritten und Schlägen mit Stöcken,
Metallkabeln und noch brutaleren Methoden.
Afghanistan: Gewalt gegen Frauen
02.08.04 - Auch knapp drei Jahre nach dem Sturz der Taliban
ist Gewalt gegen Frauen alltäglich. Für die
meisten Frauen ist ganz Afghanistan ein großes Gefängnis,
sagte Monika Hauser, die Geschäftsführerin der Frauenhilfs
und Rechtsorganisation Medica Mondiale. Die Situation dort
sei von extremer Gewalt und Armut dominiert. Besonders
drastisch sei die Zwangsverheiratung und der Verkauf junger
Mädchen, die immer noch geduldet ist. Einer Untersuchung
in den Krankenhäusern von Kabul zufolge haben in jeder
Klinik Mütter im Alter von 12 oder 13 Jahren entbunden.
Es würden sogar sieben- oder achtjährige Mädchen
an erwachsene Männer verheiratet.
|