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Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 14- Herbst 2004- Seite 7
US-Militär entwickelt Videoüberwachungssystem
[ Inhalt Nr. 14.]

Das amerikanische Verteidigungsministerium Pentagon lässt ein Projekt namens System Combat Zones That See (CTS) entwickeln, das mit intelligenten Kameras ein Stadtgebiet permanent überwacht. Tausende Kameras sollen automatisch alle Autos erfassen und ihre Insassen, aber auch Fußgänger über Gesichts- und Mustererkennung identifizieren und über das gesamte Stadtgebiet hinweg verfolgen können. Eine spezielle Software soll die immensen Daten selbständig analysieren, ungewöhnliches Verhalten feststellen und „Verbindungen zwischen Orten, Menschen und Aktivitätszeiten“ schaffen. Die gesamten Aufzeichnungen will man auch speichern, um in der Lage zu sein, nach einem Ereignis wie einem Anschlag oder einem Überfall ein Auto oder die Täter zurück- und weiterverfolgen zu können. Damit ließe sich womöglich feststellen, woher die Täter kommen und wohin sie flüchten, wen sie getroffen und was sie an anderen Tagen gemacht haben.

Begründet wird die Notwendigkeit des Systems militärisch, denn luft- und satellitengestützte Überwachung sind im städtischen Bereich weitgehend unwirksam. In dieses Projekt werden erst einmal bis zu 12 Millionen Dollar auf drei Jahre investiert. Zuerst soll ein kleines System mit marktüblicher Technik fertiggestellt werden. Hauptzweck ist, Fahrzeuge über größere Entfernungen hinweg mit an relativ weit voneinander entfernten Orten angebrachten Überwachungskameras verfolgen zu können. Mindestens 30 Kameras sollen es sein.
In einer zweiten Phase soll dieses System in einer ausländischen Stadt (Kabul, Bagdad?) installiert werden: in 12 Stunden sollen mindestens 100 Kameras einsatzbereit sein.

Bei einer Projektvorstellung wurde darauf hingewiesen, dass das System sowohl für die Polizei, als auch für das Militär nützlich sein könnte. Als Beispiel für eine Anwendung wurde ein terroristischer Anschlag auf einen Bushalteplatz sowie ein Bombenanschlag auf eine Disco in Sarajewo beschrieben, die einen Monat auseinander liegen. Mit dem gewünschten CTS-System sollte die Bewegung eines jeden Fahrzeugs, das die Tatorte eine Stunde vor den Anschlägen passiert hat, zurückverfolgt werden können. Ihre Fahrwege sollten verglichen, und Fahrzeuge identifiziert werden, die vom selben Ort kommen oder zum selben Ort fahren.


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CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:18
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