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Biometrische Daten auf britischen Ausweisen ab 2007 geplant
25.04.04 - In Großbritannien sorgte die geplante Wiedereinführung
der Ausweispflicht für großen Unmut bei Datenschützer/innen
und Bürgerrechtler/innen. Ab 2007, so sieht es das neue
Gesetz vor, sollen biometrische Daten wie Fingerabdrücke,
Gesichtsmerkmale oder Iris-Scan von allen britischen Bürger/innen
auf den neuen Personalausweisen gespeichert sein.
Außerdem plant die Regierung drakonische Strafen für
Menschen, die sich nicht an die Pflicht halten wollen. Wer
etwa gefälschte Ausweise mit sich tragen werde, solle
mit bis zu 10 Jahren Gefängnis bestraft werden. Dies
solle auch für Ausländer/innen gelten. Der Identitätsbetrug
kostet die Steuerzahler angeblich bis zu 1,3 Milliarden Britische
Pfund jährlich. In einem Biometrik-Pilotprojekt wurden
in zwölf Wochen rund 10.000 Freiwillige biometrisch
vermessen und die gewonnenen Daten ausweistauglich aufbereitet.
US-Behörden gierig nach Daten
02.06.04 - Eine Studie des Rechnungshofes der USA ergab, dass
amerikanische Behörden vermehrt persönliche Daten
der Bürger/innen speichern. 52 US-Behörden gaben
zu, bereits in 131 Bereichen zum Beispiel Bankdaten, aber
auch Fotografien der Bürger/innen zu erfassen. Außerdem
würden viele Behörden gerne ihre Daten untereinander
austauschen oder gar von kommerziellen Quellen erlangen, ergab
die Studie.
BRD: Telefonüberwachungen
03.06.04 - 2002 lauschten die Ermittler in Berlin nur bei
121 Verfahren, im vergangenen Jahr schon bei 206. Für
jeden überwachten Anschluss muss mit rund 100 weiteren
Personen, deren Gespräche abgehört werden, gerechnet
werden. Demnach wären 2003 also etwa 55.000 unbescholtene
Berliner/innen' abgehört worden.
Bundesweit ist die Zahl der überwachten Telefone auch
im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Nach Angaben des Bundesbeauftragten
für den Datenschutz stieg die Zahl der Fälle von
21.874 im Jahr 2002 auf 24.441 im vergangenen Jahr. Im Vergleich
zu 1995 sei dies eine Steigerung der behördlich angeordneten
Fälle von Telefonüberwachung um über 400 Prozent.
Berlin: Video gegen Wildpinkler
16.06.04 - Das Spandauer Rathaus wird künftig videoüberwacht.
Damit wollen die Bezirksverordneten verhindern, dass Männer
und Hunde weiterhin gegen das Rathaus urinieren. Die CDU will
so auch Schmierereien und die Beschädigungen der roten
Telefonzelle aus der englischen Partnerstadt Luton unterbinden.
Der Gen-TÜV' für Babys
30.06.04 - EU-Forschungskommissar Philippe Busquin hat sich
für genetische Screenings von Neugeborenen ausgesprochen.
Die EU will diagnostische Gentests für seltene Erbkrankheiten
unterstützen. Neugeborene sollen systematisch im ersten
Lebensmonat auf schwere Krankheiten untersucht werden. Dies
empfiehlt jedenfalls eine von der EU-Kommission eingesetzte
Expertengruppe. Als Baby-TÜV' kritisierten Behindertenverbände
den Vorschlag. Sie befürchten, dass Gentests, einmal
breit angewendet, bald auch an ungeborenen Embryos im Reagenzglas
vorgenommen würden. Das führe nicht zur besseren
Behandlung von Krankheiten, sondern zur Selektion von Menschen
ohne Krankheiten.
Adressspionage: zu jeder Telefonnummer Name und Adresse
12.07.04 - Seit das neue Telekommunikationsgesetz gilt, dürfen
Auskunftsdienste Namen und Adresse eines Teilnehmers herausgeben,
wenn man nur dessen Nummer nennt. Nach altem Recht war das
verboten. Jetzt ist diese umgekehrte Suche, die sog. Inverssuche
erlaubt.
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