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So
oder So - Die Libertad!-Zeitung
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14- Herbst 2004- Seite 2
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Kurznachrichten
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Bolivien: 3.000 Gefangene frei?
31.05.04 - 77 Prozent der Inhaftierten Boliviens, d.h. beinahe 3.000
Gefangene, sollten aus den Gefängnissen entlassen werden. Das
Neue Gesetz zur Abwicklung von Strafverfahren sieht in seiner derzeitigen
Übergangsregelung vor, dass alle noch ausstehenden Fälle
des vorherigen Rechtsregimes innerhalb einer Fünfjahresfrist
mit Beginn der Veröffentlichung des Gesetzes 1970 vom 31. Mai
1999 abzuschließen sind. Gefängnisdirektor Molina beklagte,
dass die Freilassung dazu führen werde, dass mehrere Gefängnisse
wegen mangelnder Belegung geschlossen werden müssten.
1. Mai in Berlin: Statistik
11.05.04 - Im Zusammenhang mit den Demonstrationen rund um den 1.
Mai hat die Polizei in Berlin 183 Menschen festgenommen. 269 Strafanzeigen
seien gestellt worden, teilte ein Sprecherin mit. Unter den Festgenommenen
des 1. Mai-Wochenendes seien 171 Männer und 12 Frauen. 24 waren
Jugendliche, im vergangenen Jahr waren es noch 52.
Anschlag in Afghanistan
02.06.04 - Der Polizeichef der afghanischen Stadt Dschalalabad ist
einem Attentat zum Opfer gefallen. Unbekannte hatten unter dem Stuhl
im Büro von Hadschi Adschab Schah eine Bombe gelegt, teilte
die Polizei mit.
Argentinien lehnt Ausweisung ab
17.06.04 - Der argentinische Richter Claudio Bonadío lehnte
den Antrag Spaniens ab, den Basken Jesús María Laríz
Iriondo auszuliefern. Laríz Iriondo war von der spanischen
Justiz wegen seiner angeblichen Teilnahme an Attentaten der ETA
angeklagt worden. Die Anklagepunkte gegen Laríz Iriondo,
der seit Ende 2002 in Buenos Aires inhaftiert auf seinen Prozess
wartete, sind mittlerweile verjährt. Iriondo lebte einige Jahre
in Uruguay. Die Justizbehörden dort wiesen in drei Fällen
die Auslieferungsgesuche des spanischen Richters Baltasar Garzón
zurück, akzeptierten aber die Ausweisung von Laríz Iriondo.
In Argentinien angekommen, wurde er festgenommen. Er wird jetzt
in Argentinien bleiben können. Das löste Beifallsstürme
bei der baskischen Bevölkerung und bei Menschenrechtsorganisationen
aus, die die Freilassung Laríz Iriondos forderten.
Antifolter-Komitee rügt Ungarn
18.06.04 - Das Antifolter-Komitee des Europarats hat Ungarn wegen
lang andauernder Unterbringung von Gefangenen in Polizeigewahrsam
kritisiert. Die Polizeistationen seien in den meisten Fällen
nicht dafür ausgelegt, Häftlinge über längere
Zeit aufzunehmen. Auch die medizinische Versorgung müsse verbessert
werden.
Kolumbien: Antiterrorstatut
11.06.04 - Das Repräsentantenhaus billigte ein Gesetz, welches
es dem Militär erlaubt, ohne richterliche Anordnung Telefonate
zu überwachen, Hausdurchsuchungen und Verhaftungen durchzuführen.
Das neue Gesetz verpflichtet außerdem die Bewohner von deklarierten
Kriegszonen zur Anmeldung ihres Wohnsitzes bei den Behörden.
Das Antiterrorstatut ist Bestandteil der Strategie der demokratischen
Sicherheit, zu der auch die Erhöhung des Militärhaushalts
und der Truppenstärke sowie der Aufbau eines Netzwerkes bezahlter
ziviler Informanten gehören.
Indien: Anschlag auf Börse
29.06.04 - Die indische Polizei hat nach eigenen Angaben in Kaschmir
einen Anschlag auf die Börse in Bombay verhindert. Der örtliche
Polizeichef sagte, die Rebellen hätten zudem Angriffe auf weitere
Ziele in der Finanzmetropole und in der Hauptstadt Neu Delhi geplant.
Zwei der Festgenommenen seien von anderen Rebellen getötet
worden, als sie die Polizei zu einem Waffenversteck führten,
hieß es weiter. Bei dem Schusswechsel seien fünf Polizisten
verletzt worden.
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