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Teheran Ende der 70er Jahre: Es ist die Story eines kleinen
Mädchens. Sie geht in die Schule wie alle anderen, kleidet
sich normal und führt dennoch kein normales Leben. Während
ihre Eltern auf den Straßen Teherans gegen den Schah
demonstrieren, spielt sie mit ihren Freunden im Garten Revolution.
Nach der Errichtung der Islamischen Republik verschwinden
ihre Familienangehörigen wieder im Gefängnis. Am
Ende ist Marji, so heißt das Mädchen, schließlich
zu einem Teenager herangewachsen. Sie trägt ein Nietenhalsband
unterm Kopftuch und kauft sich Popmusik auf dem Schwarzmarkt.
Das war 1984.
Marjane Satrapi ist heute 34 Jahre alt, lebt in Paris und
ist Kinderbuchzeichnerin. Als ich in Frankreich ankam,
fielen mir sofort die Vorurteile meiner Heimat gegenüber
auf, sagt Sartrapi. Ich musste pausenlos gegen
Klischees und Vereinfachungen anreden. Eines Tages hatte ich
dann das Bedürfnis, die letzten zwanzig Jahre, die Iran
so gänzlich umgekrempelt haben, fest zu halten.
So entschloss sie sich; den abstrakten Verhältnissen
und ihrer eigenen Biografie ein Gesicht zu geben. Und das
mit großem Erfolg. In Frankreich erschien die PERSEPOLIS-Reihe
bereits in der 3. Auflage - selbst auf Japanisch und auf Hebräisch
wird der Comic derzeit übersetzt. Und Ende nächsten
Jahres erscheint der zweite Band auf Deutsch.
             
Marjane Satrapi: PERSEPOLIS.
Edition Moderne, Zürich 2004,
164 S., 22 Euro
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