Willy Schmidt gestorben
Mit 92 Jahren starb am 21. September 2003 der Widerstandskämpfer
Willy Schmidt. Noch als Jugenlicher von den Nazis ins Konzentrationslager
Buchenwald verschleppt, organisierte er sich dort im illegalen
Lagerschutz. Nach der Befreiung arbeitete er in der Gewerkschaft,
und war Vorstandssekretär der IG Metall. Als Zeitzeuge
berichtete er in Schulen von seinen Erlebnissen, engagierte
sich in der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora und war während
der letzten Jahre Herausgeber, Redakteur und Vertriebsleiter
der Zeitung der Lagergemeinschaft Die Glocke. Seit
dem Ende der DDR kämpfte er vorrangig gegen die staatliche
Einebnung der Buchenwald-Geschichte. Außerdem war Willy
Schmidt Mitbegründer des Arbeitskreises Alternative Stadtrundfahrt
in Frankfurt und des DGB-Chors. Am 21.11.03 wurde Willy Schmidt
auf dem Frankfurter Hauptfriedhof beigesetzt.
Anschlag auf Arbeitsamt
25.11.03 - Bei einem Brandanschlag auf das Arbeitsamt im niedersächsischen
Hildesheim ist in der Nacht zum Montag Schaden in Höhe
von 500.000 Euro entstanden. Ein Bekennerschreiben mit Kritik
an der Bundesregierung wurde hinterlassen und war mit Autonom
Bestimmte Maßnahmen unterzeichnet.
Rolf Clemens Wagner ist frei
09.12.03 - Am Morgen konnte Rolf Clemens Wagner die JVA in
Schwalmstadt endgültig verlassen. Seit seiner Verhaftung
in Zürich 1979, war das ehemalige RAF-Mitglied ununterbrochen
in Haft.
Der mittlerweile 59-Jährige war von Schweizer und BRD-Behörden
zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Es war aber vor allem
die Erschießung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten
Hanns Martin Schleyer am 18.10.1977, die ihm angelastet wurde
und derentwegen er 24 Jahre - und damit bisher länger
als alle anderen politischen Gefangenen in der BRD - in unterschiedlichen
Knästen verbringen musste. Bundespräsident Johannes
Rau hatte ihn jetzt begnadigt.
Anschlag auf Forschungsinstitut
01.01.04 - In der Silvesternacht wurde auf das Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ein Brandanschlag durch
die Militante Gruppe verübt.
Wieder Anklage wegen Revolutionäre Zellen
15.01.04 - Beim Kammergericht Berlin wurde von der Bundesanwaltschaft
Anklage gegen einen 50-Jährigen erhoben. Ihm wird Mitgliedschaft
in den Revolutionären Zellen (RZ) vorgeworfen.
Zudem soll er an Sprengstoffanschlägen der Berliner
Zelle der RZ beteiligt gewesen sein, sowie an Attentaten
auf den damaligen Leiter der Berliner Ausländerbehörde
1986 und 1987 auf einen Richter des Bundesverwaltungsgerichts.
Gefängnis auf Kasernengelände
08.03.04 - Auf dem Gelände der ehemaligen britischen
Kaserne in Ratingen bei Düsseldorf wird ein neues Gefängnis
gebaut. Wie Justizminister Wolfgang Gerhards mitteilte, soll
die neue Justizvollzugsanstalt die stark sanierungsbedürftigen
Gefängnisse in Düsseldorf, Duisburg und Oberhausen
ersetzen. Das Vorhaben ist ein Pilotprojekt im Rahmen der
Public Private Partnership Initiative der Landesregierung.
Planung, Errichtung und Finanzierung sowie bestimmte Bereiche
des Betriebs der Haftanstalt sollen an ein privates Unternehmen
vergeben werden. Die Fertigstellung des Gefängnisses
mit 845 Haftplätzen ist für Ende 2007 geplant.
Kommunalwahlen in der Türkei
29.03.04 - Ramazan Sahin, Mitglied der faschistischen MHP,
bekam in der Gemeinde Mahzeniya Akçakent, die zu Kirsehire
gehört, 650 von 1.300 Stimmen und hatte damit die Wahl
gewonnen. Vor Freude bekam Sahin einen Herzanfall und verstarb.
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