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Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 12- Winter 2002 - Seite 12
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[ Inhalt Nr. 12.]
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[ aus: So oder So - Die Libertad!-Zeitung Nr. 12 /Winter 2002 ]

Ist es überhaupt möglich, die Politik der israelischen Regierung zu kritisieren, ohne des Antisemitismus bezichtigt zu werden?
Gibt es eine Kritik an der israelischen Regierung, die nicht antisemitisch ist, oder zumindest in den Verdacht des Antisemitismus geraten kann?
Um der Klärung dieser und anderer Fragen bezüglich Antisemitismus auf den Grund zu gehen, ist die Seite www.antisemitismusstreit.tk hilfreich. Unter dem Motto „Was der Leser selber kann, das überlass dem Leser“ (Ludwig Wittgenstein), dokumentiert das Onlinearchiv seit dem 17. April 2002 „Äußerungen zum Nahostkonflikt mit Bezug zur antikapitalistischen Linken und ihren Debatten. ... Es bietet ein Nachschlagewerk für Interessierte unabhängig von ihrem politischen Standort - vorausgesetzt ist lediglich die Bereitschaft, sich auf die jeweiligen Originalquellen einzulassen.“

Und entsprechend der realen Bandbreite des Diskurses schlägt die Dokumentation weit aus bis an die kritischen Ränder: Da finden sich Veranstaltungen mit dem Baathisten Jamal Karsli genauso wie die linksradikale Halluzination, als Anhänger der Israel Defense Forces auf der richtigen Seite zu stehen.

Zahlreiche Texte und Fotos sind über Links zu den jeweiligen Originalseiten zu erreichen, und wer Auseinandersetzungen anhand der unterschiedlichen Beiträge nachvollziehen will, hat eine wahre Fundgrube vor sich. Ausführlich dokumentiert ist die „Möllemann-Debatte“, genauso wie die Diskussion um die Palästina-Solidaritätsdemonstration in Berlin im April 2002; von der Auseinandersetzung um die Latuff-Comics auf der Schweizer Indymedia-Seite, über die Aktivitäten von „Nationalrevolutionären“, bis hin zu Berichten über Demonstrationen israelischer Friedensaktivist/innen steht ein ausführliches Repertoire zur Verfügung, Aktivitäten und Debatten rund um die Palästina-Israel-Solidarität nachzuverfolgen.

Die Fülle an Dokumenten zeigt aber noch etwas: Gemessen an der politischen Praxis der Linken vor diesem Hintergrund, hat die Flut an Beiträgen den Geschmack von Scheingefechten, die mit dem realen Konflikt im Nahen Osten wenig zu tun haben. Und gar zu viele Platzhirsche tummeln sich inzwischen auf diesem Feld, die linkes Gedankengut auf der Suche nach Anrüchigem durchforsten, um den erhobenen Zeigefinger Richtung zweifelhafte Äußerungen zu stoßen.

[ © So oder So / Libertad! Falkstr. 74, 60487 Frankfurt ]


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CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:18
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