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So
oder So - Die Libertad!-Zeitung
- Nr. 12-
Winter 2002 - Seite 10
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Kurznachrichten
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Kurznachrichten
[ aus: So oder So
- Die Libertad!-Zeitung Nr. 12 /Winter 2002 ]
IBM-Büro
nahe Auschwitz
Warschau. Untersuchungen des amerikanischen Historikers Edwin Black
haben ergeben, dass die deutsche Filiale des us-amerikanischen IBM-Konzerns
im 2. Weltkrieg ein Büro in unmittelbarer Nähe des Konzentrationslagers
Auschwitz III unterhielt. In seinem Buch IBM und der Holocaust
weist Black nach, dass IBM den Nationalsozialisten bei der Entwicklung
eines Systems zur Erfassung der KZ-Insassen mittels Bereitstellung von
Rechenmaschinen behilflich gewesen war. Black bezieht sich in seinem
Buch auf die Entdeckung des Archivars des Auschwitz-Museums, Piotr Setkiewics,
der den Nachweis eines IBM-Büros in Auschwitz erbracht habe.
WEF-Hacker
freigesprochen
11.10.02. David S., dem vorgeworfen wurde, eine große Menge persönlicher
Daten der Teilnehmer des WEF Ende Januar 2001 in Davos vom WEF-Server
kopiert und veröffentlicht zu haben, wurde nach eineinhalb Jahren
freigesprochen. Nicht nur, dass der Tatvorwurf nicht bewiesen werden
konnte, laut Freispruchsbegründung sei das unbefugte Eindringen
in ein Datenverarbeitungssystem laut Gesetz nur strafbar, wenn das System
gegen einen Zugriff besonders gesichert ist. Das aber sei bei der WEF-Internetseite
nicht der Fall gewesen.
Überwachung
nimmt zu
Berlin. Die Telefon-Überwachung hat in Deutschland 2001 zugenommen.
Insgesamt seien in 3.868 Verfahren Überwachungsmaßnahmen
angeordnet worden, teilte der Fraktionsgeschäftsführer der
FDP, Jörg van Essen, am Donnerstag mit. Dies bedeute gegenüber
dem Vorjahr eine Zunahme um 15,4 Prozent.
Zeuge landet
selbst in Haft
Gelsenkirchen. Mit einem Tipp an den BGS hat ein aufmerksamer Gelsenkirchener
nicht nur zwei jugendliche Einbrecher, sondern auch sich selbst hinter
Schloss und Riegel gebracht. Der 46-Jährige alarmierte den BGS,
nachdem er einen Einbruch in eine Bäckerei beobachtete. Bei der
Feststellung der Personalien des Zeugen stellte sich heraus, dass er
selbst wegen mehrer Fahrraddiebstähle mit Haftbefehl gesucht wurde.
Für
den US-Präsidenten ist Kaschmir ein Pullover
Während der Debatte über die Irak-Resolution im US-Kongress
gab es heftige Kritik aus den Reihen der Demokraten. Der Abgeordnete
Pete Stark aus Kalifornien äußerte: Ich traue dem Präsidenten
und seinen Beratern nicht. Stark erinnerte daran, dass Bush früher
mal erklärt hatte, er habe vom Vietnam-Krieg im Grunde nicht allzu
viel mitbekommen: Wir haben also einen Präsidenten, der denkt,
dass fremdes Territorium der Unterstand des Gegners ist und Kaschmir
ein Pullover.
Real IRA
will Kampf beenden
London. Mit der überraschenden Erklärung, dass ihr Kampf zu
Ende sei, sind am Wochenende in Irland Sprecher der militanten republikanischen
Real IRA an die Öffentlichkeit getreten. Die maßgebliche
Organisation der Republikaner, die mit Sinn Fein verbündete Provosional
IRA, denkt derweil noch nicht an Auflösung. Sie stelle keine
Bedrohung für den Frieden in Nordirland dar, verkündete
ein IRA-Kommandant am Wochenende. Die Real IRA war u.a.
für das Bombenattentat in Omagh im Sommer 1998 verantwortlich,
bei dem 29 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden waren.
In einer Erklärung im Dubliner Sunday Independent verkündeten
34 inhaftierte Mitglieder der Gruppe, darunter auch ihr mutmaßlicher
Gründer Michael McKevitt, dass sie den bewaffneten Kampf
nicht länger unterstützten. Beobachter gehen davon aus, dass
die Real IRA für ihre Gefangenen mildernde Umstände
erwirken will. Die Dubliner Regierung hatte in den vergangenen Wochen
geheime Verhandlungen mit der Gruppe geführt.
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