.: Hallo :.

Saturday, den 11.02.2012 - 03:22



.: online :.

»Editorial
»Online NEWS
»Ergänzungen zu Artikeln


.: zeitung :.

.: index :.
» alle Druckausgaben
» Materialien: Ergänzungen zu Artikeln
» Autor/innen-Index
» Foto-Index
» Editorial-Index
» SoOderSo-Webwatcher
» ...

.: service :.

» Impressum
» Vertrieb
» An die Redaktion
» Artikel schreiben
» Infodienst abonnieren
» SUCHEN

 
Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 12- Winter 2002 - Seite 8
Nepal: Kein friedliches Trekkingparadies
[ Inhalt Nr. 12.]
Nepal: Kein friedliches Trekkingparadies

[ aus: So oder So - Die Libertad!-Zeitung Nr. 12 /Winter 2002 ]

„Sundra, Shanta, bishaal“: Als Wunderschön, friedlich und grenzenlos wird Nepal in einem patriotischen Lied besungen. Das finden auch Tausende Touristen, die jährlich zu Trekkingtouren in das Land mit den höchsten Bergen der Welt reisen. Die Menschenrechtslage in diesem Land hingegen findet keine Beachtung.

Mehr als 5.000 Menschen sind ums Leben gekommen, seit eine maoistische Organisation der unterdrückenden Monarchie 1996 den Krieg erklärt hat. Heute erfährt sie große Unterstützung aus der armen Landbevölkerung, da eines der Ziele eine Landreform ist. Die Generalstreiks Ende des letzten und Anfang diesen Jahres wurden jedoch auch von der Mehrheit der Bevölkerung der Hauptstadt Kathmandu unterstützt. Heute ist die Organisation in 29 der 75 Bezirke des Landes aktiv. Den Regierungstruppen fügen sie immer wieder Schläge zu, bei denen sie Maschinengewehre und Raketenwerfer erbeuten. Konnte die Armee zu Anfang diese Angriffe nicht verhindern, hat sich das Blatt jetzt gewendet. Heute sind die Verluste der Organisation wesentlich höher, als die der Armee. Allein im Mai 2002 wurden bei einer Operation der nepalesischen Armee auf Ausbildungslager der Rebellen mehrere hundert Kämpfer/innen getötet. Vom Boden und der Luft aus wurden die Stützpunkte der Rebellen in den Distrikten Rolpa und Doti angegriffen. Viele Zivilisten kommen bei diesen Angriffen der Armee ums Leben. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass während des neunmonatigen Ausnahmezustands Hunderte von Menschen ohne Anklage in Gefängnisse gesperrt wurden. Premierminister Deuba erhielt bereits Anfang des Jahres die Zusage der US-Regierung für eine Unterstützung gegen die Rebellen. Die US-Regierung hat hierfür im Kongress Militärhilfe für Nepal in Höhe von 20 Millionen Dollar beantragt.

US-Diplomaten beginnen nun auch mit der politischen Propaganda gegen den Befreiungskrieg in Nepal. Bisher werden jedoch Gerüchte zurückgewiesen, wonach die USA unter dem Vorwand militärischer Hilfe plant, in Nepal einen Stützpunkt zu errichten.

[ © So oder So / Libertad! Falkstr. 74, 60487 Frankfurt ]


[ document info ]
CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:18
[HOCH]Artikel empfehlendrucken
Interessiert an mehr Infos von u. über Libertad! - Abonniere den elektronischen So oder So-Infodienst

CopyLeft © SoOderSo & Libertad!