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aus: So oder So - Die Libertad!-Zeitung Nr. 11 /Frühjahr
2002 ]
Und
auf dem Weg ist noch ein Weg
Für die schibal mi aschbal al-intifada, die Intifada-Löwenjungen
...Die
Intifada, gestern, heute und morgen, ist der natürliche
und legitime Ausdruck des Widerstandes gegen die Sklaverei,
die durch eine Besatzung verkörpert wird, welche durch
die hässlichsten Formen der Apartheid gekennzeichnet
ist. Die israelische Okkupation zielt darauf ab, die Palästinenser
in demographisch isolierten und von israelischen Siedlungen
umzingelten und durch Umgehungsstraßen eingekreisten
Gebieten vegetieren zu lassen. Erst nachdem sie ihre Bereitschaft
erklären würden, damit einverstanden zu sein, dem
Konflikt und ihren Forderungen ein Ende zu setzen, würde
ihnen gestattet sein, ihre großen Käfige als Staat
zu bezeichnen.
Die Intifada ist in ihrem Wesen eine zivile Protestbewegung
des Volkes, die keinen Bruch mit der Idee des Friedens darstellt
und vielmehr sich darum bemüht, sie von der Dunkelheit
des Rassismus zu retten und sie zu ihren einzigen legitimen
Eltern zurückzuführen: der Gerechtigkeit und der
Freiheit.
Unsere verwundeten Hände können immer noch den vertrockneten
Olivenzweig tragen und aus den Trümmern der von der Besatzung
gefällten Bäume hervortreten, wenn die Israelis
unsere legitimen nationalen Rechte anerkennen. Dabei geht
es vor allem um das Recht auf Rückkehr, den vollständigen
Rückzug aus den 1967 besetzten palästinensischen
Gebieten, das Selbstbestimmungsrecht in einem unabhängigen,
souveränen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt, denn es
kann keinen Frieden mit der Besatzung und keinen Frieden zwischen
Herren und Sklaven geben...
Und
auf dem Weg ist noch ein Weg. Und auf dem Weg
ist noch manches zu reisen.
Wir werden eine Menge Rosen in den Fluss werfen,
um ihn durchqueren zu können. Keine Witwe
Möchte zu uns zurück. Laßt uns dorthin gehen.
Dort ist
der Norden des Wieherns.
Hast du nicht vielleicht etwas Einfaches vergessen, das
sich für die Geburt unseres nächsten Gedankens eignet?
Sprich von gestern, oh Gefährte, damit ich mein Bild
im
Gurren sehe
Und den Halsring der Taube ergreife oder die Flöte in
einem verwilderten Feigenbaum finde...
Seufzt mein Heimweh nach irgend etwas? Mein Heimweh
legt mich fest als Mörder oder Toten.
Und auf dem Wege ist noch ein Weg zurückzulegen und
immer wieder zurückzulegen. Wohin führen mich die
Fragen?
Ich bin von hier, und doch bin ich von dort und bin weder
hier
noch dort.
Ich werde so viele Rosen werfen, bevor ich in Galiläa
eine
Rose erreiche.
...Wir werden tagtäglich daran erinnert, dass die Geschichte
nicht mit ihrem Ende beginnt. Wir haben nichts vergessen:
den Anfang der Nakbah (Vertreibung), die Schlüssel unserer
Häuser, die Laternen des Weges, die ihr Licht von unserem
vergossenen Blut erhielten, unsere Märtyrer, welche die
Einheit unserer Heimat, des Volkes und der Geschichte befruchteten.
Wir haben die Lebenden nicht vergessen, die auf dem Weg geboren
wurden, der zur Heimat der Seele führt, solange die Seele
der Heimat in uns lebendig ist. Wir vergessen nicht die Vergangenheit
und nicht die Zukunft, die jetzt beginnt, da wir darauf bestehen,
auf dem Weg der Freiheit und des Widerstandes fortzuschreiten,
bis die ewigen Zwillinge, die Freiheit und der Frieden, zusammenkommen...
Mahmud
Darwisch, Ramallah
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