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So
oder So - Die Libertad!-Zeitung
- Nr. 10-
Winter 2001 - Seite 8
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Kurznachrichten
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Kurznachrichten
[ aus: So oder
So - Die Libertad!-Zeitung Nr. 10 /Winter 2001, Seite 8 ]
Brüder
im Geiste (II)
New York, 12.10.01 - Der Bürgermeister von New York, Giuliani,
wies die Millionenspende eines saudischen Prinzen zurück, weil
dieser einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen vom 11.September
und der amerikanischen Nahost-Politik hergestellt hatte. Der Prinz
wagte, den USA zu raten, in der Nahost-Politik eine ausgeglichenere
Haltung zu den Palästinensern einzunehmen. Der israelische Ministerpräsident
Ariel Sharon lobte Giulianis Entscheidung. Der Bürgermeister
habe damit echte Führungskraft und konsequente Unterstützung
des Staates Israel bekundet.
Goliath gegen
David
Nigera, 23.10.01 - Die jüngste Schlacht auf den Ölfeldern
des Nigerdeltas: Erstmals verklagt ein Ölmulti Einheimische.
25 Millionen Dollar will der Shell-Konzern von Vertretern zweier Volksgruppen
haben.
Militante Jugendliche der Olomoro und Oleh sollen im September eine
Förderanlage zerstört und dem Konzern seitdem einen täglichen
Schaden von 800. 000 US-Dollar durch Produktionsausfall zugefügt
haben. Wir wollen ein Signal aussenden, dass dieses Verhalten
nicht hingenommen werden kann. Wir verklagen eine Hand voll Einzelpersonen,
sagte Shell-Sprecher J. Herbert in London. Der Konzern ist der größte
Ölproduzent in Nigeria und zahlt keinerlei Lizenzgebühren.
Seit langem gibt es gegen Shell vor allem aus dem Volk der Ogonis
starke Proteste. 1996 wurde ihr bekanntester Vertreter Ken Saro-Wiwa
und acht andere Ogonis hingerichtet.
Risikoreicher
Diebstahl
New York, 1.11.01 - Das Chaos vor dem Einsturz des World Trade Centers
haben ein New Yorker Devisenmanager und seine engsten Mitarbeiter
genutzt, um sich am Geld von Investoren zu bereichern. Sie flohen
US-Medien zufolge mit umgerechnet 225 Millionen Mark, bevor der Südturm
hinter ihnen einstürzte.
11/9 - Wahr
oder Unwahr? (V)
New York, 2.11. - Die seelisch leidenden Rettungshunde New Yorks sollen
auf die Couch kommen. Experten beschäftigen sich jetzt mit den
Auswirkungen des 11.9. auf die Tiere. Die Gesundheitsstiftung des
Amerikanischen Hundezüchterklubs finanziert mit dem Futtermittelhersteller
Ralston Purina eine dreijährige Studie, die die psychischen Folgen
des Einsatzes im Trümmerfeld für die Spürhunde untersucht.
Die Studie kostet 100.000 Dollar. (Wahr)
Ground
Zero: IM im Cockpit?
Karlsruhe, 4.11.01 - Bei den Ermittlungen zu Ziad Jarrahi, einem der
Piloten vom 11.September, sind Fahnder auf eine Spur zur Stasi gestoßen:
Ein Großonkel des Libanesen war von 1985 bis zum Ende der DDR
vom Ministerium für Staatssicherheit unter dem Namen Karsten
Berg als Inoffizieller Mitarbeiter registriert. Zwei Monate
vor den Anschlägen in den USA habe sich der Großonkel beim
Einwohnermeldeamt Greifswald abgemeldet - in den Libanon.
Belgrad schafft
Todesstrafe ab
Belgrad, 6.11.01 - Jugoslawien hat die Todesstrafe endgültig
abgeschafft. Der Rat der Bürger, die zweite Kammer des Parlaments,
beschloss ein neues Strafgesetzbuch, das die Todesstrafe durch Freiheitsentzug
von 40 Jahren (!) ersetzt.
Bomben-Witz
mit Folgen
Washington, 7.11.01 - Eine 33-jährige Deutsche ist im US-Bundesstaat
Virginia wegen eines Bombenwitzes zu einer zweijährigen Haftstrafe
auf Bewährung verurteilt worden. Nach Bekanntgabe des Urteils
kehrte die Frau nach Deutschland zurück. Sie war bei einer Einreisekontrolle
Anfang Oktober auf dem Internationalen Flughafen Dulles festgenommen
worden. Während ihr Koffer durchsucht wurde, hatte sie gewitzelt,
die Bombe sei in einem anderen Koffer.
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