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So
oder So - Die Libertad!-Zeitung
- Nr. 10 -
Winter 2001 - Seite 4
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Kurznachrichten
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Kurznachrichten
[ aus: So oder
So - Die Libertad!-Zeitung Nr. 10 /Winter 2001, Seite 4 ]
11/9 - Wahr oder Unwahr? (II)
New York, 26.9.01 - Ein junger Einwanderer aus Pakistan will in der
nahe dem World Trade Center gelegenen Utrecht High School fünf
Tage vor den Attentaten mit einer Handbewegung durch das Fenster auf
die Türme des World Trade Centers gezeigt und dann zu seiner
Englischlehrerin Antoinette DiLorenzo gesagt haben: Sehen Sie
die beiden Gebäude dort? In einer Woche wird es sie nicht mehr
geben. Die Ermittlungen des FBI ergaben, dass der Schüler
angeblich psychisch gestört ist. Laut der New York Times wird
seine Familie aber weiterhin vom FBI beobachtet. (Wahr)
Absurde Verdrehungen
Lübeck, 27.9.01 - Erstmals in der Geschichte der schleswig-holsteinischen
Justiz wird gegen eine Gruppe junger Ausländer wegen Volksverhetzung
ermittelt. Zwei Deutsche, die laut Staatsanwaltschaft dem Aussehen
nach als Skinheads eingeordnet werden können, hatten drei
der Ausländer angezeigt, nachdem sie von ihnen angegriffen und
als Scheiß Deutsche bezeichnet worden waren. Wie
die Staatsanwaltschaft am Donnerstag bestätigte, wird neben gefährlicher
Körperverletzung auch wegen Volksverhetzung ermittelt. Die Skins
hatten nach der nächtlichen Auseinandersetzung Anzeige wegen
Volksverhetzung gestellt.
11/9 - Wahr
oder Unwahr? (III)
New York, 28.9.01 - Laut einem Newsletter im Internet forderte der
US-Präsident Bush alle weiblichen Staatsbürger auf, täglich
um 19.00 Uhr nackt auf die Straße zu gehen. Die strenggläubigen
muslimischen Hintermänner der Terroristen, so die Nachricht,
würden entsetzt den Blick abwenden und seien im Vergleich zu
jenen, die interessiert das Schauspiel verfolgten, leicht zu identifizieren.
(Unwahr)
11/9 - Wahr
oder Unwahr? (IV)
New York, 29.9.01 - Angestellte der amerikanischen Kette Starbucks
berechneten Sanitätern des New Yorker Hilfsdienstes Midwood Ambulance
für drei Flaschen Wasser, mit denen sie Verletzten im WTC-Center
helfen wollten, 130 Dollar. (Wahr)
Massaker soll
aufgeklärt werden
Mexiko-Stadt 3.10.01 - Mexicos Regierung lässt die Geheimdienstarchive
öffnen, um ein 1968 auf dem Höhepunkt der Studentenunruhen
verübtes Massaker aufzuklären. Seinerzeit waren zwischen
150 und 325 Studenten nach einer Kundgebung von der Armee erschossen
worden. Damals anwesende Demonstranten sprachen von wesentlich mehr
Ermordeten. Weiterhin soll das Verschwinden hunderter
Menschen in den 70er und 80er Jahren untersucht werden.
Mitgliedschaft
und Ökonomie
Madrid, 10.10.01 - Erstmals wurden ETA-Aktivisten wegen Eintreibung
von Schutzgeld verurteilt. Drei Männer müssen für 34
Jahre und sechs Monate in Haft, weil sie angeblich die Anordnung zur
Erpressung baskischer Unternehmer gegeben hatten.
Brüder
im Geiste (I)
München, 10.10.01 - Im Prozess gegen Skinheads wegen versuchten
Mordes an einem Griechen in München sitzt weiterhin auch ein
Republikaner als Schöffe über die Angeklagten zu Gericht.
Die Jugendkammer des Landgerichts wies den Ablehnungsantrag der Staatsanwaltschaft
als unbegründet zurück. Die Anklage hatte argumentiert,
der Laienrichter könne wegen des auch ausländerfeindlichen
Tatmotivs befangen sein.
Sara Jane Olson
vor Gericht
Los Angeles, 23.10.01 - Wegen versuchtem Polizistenmord steht Sara
Jane Olson in Los Angeles vor Gericht. Sie soll an versuchten Angriffen
der Symbionese Liberation Army (SLA) 1975 beteiligt gewesen
sein.
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