Kurznachrichten
USA: CIA rückt
Unterlagen über die Organisation Gehlen" heraus
18.03.01 - Im Zusammenhang mit Untersuchungen über Naziverbrecher
muss die CIA jetzt bisher geheime Unterlagen über die Zusammenarbeit
mit dem Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes herausgeben.
Die unter Leitung des Nazigeneral Reinhard Gehlen stehende Organisation
war von der CIA nach dem 2. Weltkrieg gegründet worden, um die
versprengten SS-Geheimdienstler im Kampf gegen die Sowjetunion erneut
zu aktivieren. Die Organisation Gehlen" war Sammelbecken
schwerstbelasteter Naziverbrecher, die auch nach 1945 weiter in verdeckten
Operationen gegen Kommunist/innen in Westdeutschland eingespannt wurden.
Niederlande:
Polizei foltert
20.03.01 - Nur durch eine gütliche Einigung" konnte
die Regierung eine Verurteilung wegen Folter durch den Europäischen
Menschengerichtshof vermeiden. Ein Türke war von der niederländischen
Polizei zu Tode gefoltert worden. Die Regierung sagte die Zahlung
von 120.000 DM an die Verwandten des Toten zu.
Peru: Gefangene
erobern ihr Gefängnis
20.03.01 - Den Gefangenen aus Tupac Amaru (MRTA) im Hochsicherheitsgefängnis
von Yananayo ist es gelungen den Knast in Besitz zu nehmen. Der Justizminister
sprach von einem befreiten Gebiet". Die Gefangenen fordern
ihre Verlegung nach Lima, anderenfalls würden sie den Knast zerstören.
Deutschland:
Jeder Knastdirektor ein Unternehmer
21.03.01 - Der niedersächsische Justizminister Christian Pfeiffer
sieht sich als Vorkämpfer im Abbau der Arbeitslosigkeit. Laut
seiner Statistik sind nur 51 Prozent der niedersächsischen Strafgefangenen
beschäftigt. Wenn es gelänge auch die restlichen 49 Prozent
entsprechend tarif- und rechtlos mit einem Hungerlohn abgespeisten
Gefangenen eine Arbeit aufzuzwingen, könnten die Gefängnisse
viel profitabler werden. Der Justizminister fordert die betriebswirtschaftliche
Führung der Knäste und entsprechende Joint Ventures mit
privaten Investoren.
Großbritanien:
Mit Soße ausbrechen
21.03.01 - Die britische Breakfast-Soße ist so ätzend,
dass selbst Gitterstäbe draufgehen. Nicholas Kelleher, ein zu
10 Jahren verurteilter militanter Tierschützer, machte die Probe
aufs Exempel - und wäre fast entflohen. Er setzte die Gitterstäbe
des Fensters unter Strom und goss die Frühstückssoße
darüber. Die 5 cm dicken Stäbe begannen sich zu zersetzen,
einer war bereits durchgeätzt.
Türkei:
Salzstreuer mit Schnurrbart
29.03.01 - Zivilpolizisten haben in Istanbul den Betreiber einer Dönerbude
festgenommen und verhört. Vorwurf: Seine Salzstreuer hätten
eine große Ähnlichkeit mit dem PKK-Chef Abdullah Öcalan.
Etwa ein Dutzend Salzstreuer in der Form eines dicken Mannes mit Schnurrbart
wurden beschlagnahmt. Aber nicht alle Polizisten schien das Delikt"
zu überzeugen: Was macht ihr? Was für eine Art von
Verbrechen soll das sein? Falls Apo davon hört, so lacht er doch
über uns." Der Verhafte wurde wieder freigelassen. Der Hersteller
der Salzstreuer sagte, seine Produkte hätten keine separatistische
Bedeutung: sie sollten aussehen wie ein typischer türkischer
Mann mit Schnurrbart und den dicken Augenbrauen. Einige Leute
sagen, sie sehen aus wie Saddam Hussein", erklärte er. Ob
die gefährlichen Streuer daraufhin vom türkischen Geheimdienst
entführt wurden, um ihnen auf Gefängnisinsel Imrali den
Prozess zu machen, ist bislang ungeklärt.
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