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Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 8 / Frühjahr 2001 - Seite 16
Kurznachrichten
[ Inhalt Nr. 8.]
Kurznachrichten

Griechenland: Verhaftung von 2 Anarchisten
8.3.01 - Drei Sprengsätze vor zwei Banken und einem Fernsehsender in Salonica detonierten. Wenige Stunden später wurden die beiden Anarchisten T. Fourlis und T. Ginalas verhaftet und als Urheber beschuldigt. Ein Polizist will die beiden gesehen haben, wie sie sich „verdächtig" in unmittelbarer Tatortnähe aufgehalten hatten. Während der Verhaftung wurde den beiden Aktivisten Haare abgenommen, zwecks DNA-Analyse. Diese repressive Massnahme wurde unlängst in Griechenland durch die neuen Anti-Terror-Gesetze eingeführt. Am 13. März wurden die beiden Anarchisten dann in den Knast überstellt. Die griechischen Behörden benutzen seit zwei Jahren immer wieder die gleichen Taktiken um politische Gegner/innen verhaften zu können, nämlich indem sie einfach behaupten die Täter/innen wiedererkannt zu haben. Auf diese Weise versuchen sie die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Bevölkerung zu kompensieren.

Brasilien: Erneut Revolte im Jugendknast
12.03.01 - Bei einer Revolte im Jugendgefängnis Franco da Rocha gelang es 30 Gefangenen zu fliehen. Um den Gefangenenaufstand zu beenden, stürmte die Polizei das Gefängnis. Dabei kam ein Mensch ums Leben und 20 wurden verletzt. Die Gefangenen hatten das Gefängnis zum Teil verwüstet und angezündet.

Frankreich: José Bové erneut verurteilt
15.03.01 - In Montpellier verurteilte ein Gericht den Bauernführer wegen der Zerstörung von genmanipulierten Reispflanzen zu zehn Monaten Haft. Im Juni 1999 hatte er mit anderen, von denen jetzt zwei ebenfalls mehrmonatige Bewährungsstrafen erhielten, in einer spektakulären Aktion gegen die Genmanipulation protestiert.

Spanien: Mord und Folter in Gefängnissen
19.3.01 - Im ersten Halbjahr 2000 wurden in den spanischen Knästen insgesamt 7 Tote und 29 Fälle von Folter registriert. 1999 waren es 31 Tote und 79 Fälle von Folter. Die Knäste in Spanien haben somit ihren festen Platz in der „Hitliste" der brutalen und menschenverachtenden Kerkersysteme der Welt.
Die Gefängnisse in der Gemeinde Madrid gehören zu den allerschlimmsten in Spanien, knapp gefolgt von jenen aus Kastillien-Leon und Andalusien. Die Knäste mit den meisten Beschwerden und Anzeigen wegen Verletzungen der Menschenrechte sind jene in Duena, Soto del Real (beide Madrid) und Teixero (Coruna).
1999 hat der Generalrat des spanischen Justizministeriums insgesamt 53 Anzeigen wegen brutaler Übergriffe auf Gefangenen erhalten, die alle zurückgewiesen wurden. Die Organisation „Solidaritätskoordination mit den Gefangenen" hebt hervor, dass die Anzahl der nicht bekannten Fälle höher anzusetzen ist, da nicht alle Gefangene die Möglichkeit haben Beschwere zu erstatten.
Das Komitee zur Prävention der Folter hat, in Zusammenarbeit mit dem Europarat, die Gefängnisse in Spanien in den Jahren 1997 und 1998 besucht und die Übergriffe durch Polizei, Wärter/innen, Militär usw. bestätigt.

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CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:19
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