.: Hallo :.

Wednesday, den 19.11.2008 - 21:47



.: online :.

»Editorial
»Online NEWS
»Ergänzungen zu Artikeln


.: zeitung :.

.: index :.
» alle Druckausgaben
» Materialien: Ergänzungen zu Artikeln
» Autor/innen-Index
» Foto-Index
» Editorial-Index
» SoOderSo-Webwatcher
» ...

.: service :.

» Impressum
» Vertrieb
» An die Redaktion
» Artikel schreiben
» Infodienst abonnieren
» SUCHEN

 
Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 8 / Frühjahr 2001 - Seite 1

Türkei: Keine "Rückkehr zum Leben": Auf der Schwelle zum Tod

[ Inhalt Nr. 8.]

Türkei: Keine "Rückkehr zum Leben": Auf der Schwelle zum Tod

Anfang April durchbrach eine Meldung das amtliche Schweigen über den monatelangen Hungerstreik der politischen Gefangenen. „122 Gefangene stehen an der Schwelle zum Tode" berichtete unter Berufung auf Angehörige die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Am gleichen Tag erklärte Justizminister Türk, dass „trotz intensiver Bemühungen der Verantwortlichen sich noch immer 319 Gefangene im Todesfasten und 425 im Hungerstreik befinden." 1.209 politische Gefangene seien, so Türk, in die F-Typ-Gefängnisse verlegt worden und in Krankenhäusern würden 36 Gefangene zwangsernährt. Der Justizminster bekräftigte, dass es keinerlei Verhandlungen mit Gefangenen geben werde. Auch schloss er die Rückverlegung aus den F-Typ-Gefängnissen aus, da diese den Gefängnisstandards der UNO und des Europarats entsprechen würden.
Bis dahin hatte das Justizministerium beharrlich dementiert, dass der Hungerstreik sich nach der Gefängnismassaker vom 19. Dezember sogar ausgeweitet hatte. Als Kommentar eigener Art hatte Türk kurz nach dem Tod von Cengiz Soydas, der am 21.3. nach 60 Tagen Todesfasten in Sincan starb, die Menükarte des Gefängnisses veröffentlichen lassen. „Fünf-Sterne-Menü im F-Typ" titelte daraufhin das Massenblatt Hürriyet.
Die Gefangenen ihrerseits sind entschlossen den Kampf gegen die Isolation fortzusetzen. Angesichts der verstärkt durchgeführter Zwangsernährung, erklärten sie am 165. Tag: „Ich leiste Widerstand im Todesfasten und beteilige mich aus eigenem Willen an der Aktion. Ob ich das Bewusstsein verliere oder nicht, gegen die Fortsetzung der Aktion kann nicht interveniert werden. Falls irgendeine Intervention durchgeführt wird, werde ich aus eigenem Willen die Einnahme von Salz und Zucker einstellen."

siehe dazu Seiten 9-12


[ document info ]
CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:19
[HOCH]Artikel empfehlendrucken
Interessiert an mehr Infos von u. über Libertad! - Abonniere den elektronischen So oder So-Infodienst

CopyLeft © SoOderSo & Libertad!