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Kurznachrichten
Auch
in Deutschland werden die Menschenrechte missachtet(!)
Das neue Jahrtausend hat mit einer neuen Bedrohung der Freiheit begonnen:
Das stellt der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)
verfasste Jahresbericht fest. Wahlen alleine würden noch keine
Menschenrechte garantieren. Auch eine demokratisch gewählte Mehrheit
könne Minderheiten unterdrücken. In den vergangenen 20 Jahren
haben in mehr als 100 Staaten die Herrschaften von Einheitsparteien
oder Militärjuntas der Wahlurne Platz gemacht. Damit haben zum
ersten Mal in der Geschichte die meisten Staaten der Welt eine demokratische
Ordnung.
Aber, so der Bericht, selbst in einem gut strukturierten Rechtsstaat
ist Gerechtigkeit für Arme schwer erreichbar. Die Achillesferse
vieler Demokratien sei die Ausgrenzung von Minderheiten. Das UNDP verweist
dabei auf Westeuropa, wo Einwanderer oft Opfer von Rassismus und Gewalt
werden. Wie jedes Jahr enthält der Bericht eine Rangordung von
174 Staaten, die unter den Gesichtspunkten der Lebenserwartung, der
Ausbildung, des Einkommens und anderer sozialer Faktoren bewertet werden.
Dabei sei der Reichtum so ungerecht wie nie zuvor verteilt.
In diesem Spiegel steht Deutschland auf Platz 14 der Rangliste.
Im Detail fallen die Noten aber oft ganz anders aus. So haben die USA,
in der Liste auf Platz zwei, die höchste Armutsrate unter den 18
reichsten Ländern. Bei Gleichstellung der Geschlechter liegt das
arme Costa Rica (24. Stelle) weit vor dem reichen Japan (41. Stelle).
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