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Die
Freiheit sich frei zu bewegen ist ein Glück welches es zu teilen
gilt...
Impressionen des dritten antirassistischen Grenzcamps in Forst (Lausitz)
Das
Bündnis für Arbeit aus Regierung, Industrieverbänden
und Gewerkschaften entdeckten in diesem Sommer die Notwendigkeit hart
und entschlossen gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
vorzugehen. Das internationale Image stand auf dem Spiel; vielleicht
aber auch nur als Standortnachteil in der Konkurrenz im brain
drain, dem Intelligenzabzug aus der Dritten Welt. Greencards und
das Lob der nützlichen Ausländer sollen das ausgleichen.
Die Reise durch den Osten, die Kanzler Schröder diesen
Sommer unternahm, führte ihn aber doch nicht an die Ostgrenze,
wo der BGS unseren Wohlstand gegen die Armutsflüchtlinge verteidigt.
Dagegen stehen die inzwischen jährlichen Grenzcamps. Vom diesjährigen
im lausitzer Forst, berichtet ein teilnehmendes Libertad!-Mitglied.
Aktionspatchwork
Ein
Stadtspaziergang mit 500 Menschen durch die Stadt an der Neiße
zu einem Flüchtlingswohnheim; Errichtung einer BGS-freien
Zone am Cottbuser Bahnhof, Sprühereien im dortigen BGS-Büro
und Zerstörung eines EXPO-Standes; Blumenniederlegungen auf Gräbern
des jüdischen Friedhofs in Guben, der in den letzten Jahren immer
wieder geschändet wurde; ein Teach-In gegen Antisemitismus auf
einer nach 1990 errichteten Kriegsgräberstätte; eine Schweigeminute
für den zu Tode gehetzten Algerier Omar Ben Noui an dem Gedenkstein
in Guben, der wiederholt geschändet wurde; eine Verhängung
einer nächtlichen Ausgangssperre für den Spremberger Bürgermeisters
Egon Wochatz, der unter anderem durch die rassistische Äußerung
auffiel, warum sich Farid Guendoul, Opfer einer tödlichen Hetzjagd
in Guben, nach 22 Uhr auf der Straße herumgetrieben habe; Barrikadenbau
auf der Zufahrt zu einer BGS-Kaserne in Jänschwalde, von der aus
die Jagdschichten des Bundesgrenzschutzes ausschwärmen; eine spontane,
vermummte antifaschistische Demonstration gegen eine Spremberger Nazi-Kneipe;
schlussendlich eine mehrstündige Demonstration zur Zentralen Aufnahmestelle
für Asylbewerber (ZABH) in Eisenhüttenstadt, in die ein Abschiebeknast
integriert ist.
Dazu ein Fußballturnier unter Beteiligung ortsansässiger
Jugendlicher; verschiedenste Theaterstücke im Camp, auf Straßen
und Plätzen; Versuche mit einem Schlauchboot eine Grenzfähre
zu errichten mit anschließendem Transparente-über-die-Neiße-Spannen
und Badespass im Grenzfluss; Aufschrecken von in einem nahegelegenen
Hotel untergebrachten Ordnungshüter als Reaktion auf polizeiliche
Platzverweise; gefakte Schreiben der Kommunikationsguerilla im Namen
des Innenministers Schönbohm in zahlreichen Briefkästen, die
zur Errichtung einer Sicherheitszone die Bewohner/innen zur Registrierung
aufrief; eine Straßenumbenennung auf Anregung der Vereinigung
der Verfolgten des Naziregimes (VVN) in Rudolf-Rothkegel-Straße,
zum Gedenken an den Antifaschisten und Internationalisten, der im KZ
saß und nach 1945 Forster SED-Bürgermeister war.
Desweiteren zahllose Arbeitsgruppen, z.B. zu Männer und Militanz
und Identitätspolitik und Organisierung; eine mehrtägige
Debatte um Sexismus und Rassismus sowie Informationen zu oppositionellen
Gefangenen in Kamerun, zur Residenzpflicht der Flüchtlinge, zu
weiteren Grenzcamps in Polen und dem No-Border-Camp in Mexiko, über
die Anti-Antifa, zum NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien und vorbereitete
Abenddiskussionen z.B. zur Geschichte der Revolutionären Zellen/Rote
Zora, ihrer Theorie, Organisierung und Praxis.
Ausgangspunkt all dessen: eine Wiese am Stadtrand mit vielen kleinen
Zelten, zwei große Versammlungszelte, eine Volxküche, ein
Webjournal, eine eigene Zeitung und ein illegales Radio, das viele Kilometer
weit zu empfangen war und schließlich ein frühmorgendliches
Wecken durch Bullen mit Durchsuchungsbefehl.
Das
und noch einiges mehr bot das dritte antirassistische Grenzcamp in Forst
im Bundesland Brandenburg innerhalb von nur neun Tagen vom 29. Juli
bis 6. August 2000. Ein reichliches Repertoire, darunter einzelne praktische
Programmpunkte, die in der radikalen Linken heute als so gut wie ausgestorben
gelten. Über 1500 Aktivist/inn/en nahmen am Grenzcamp teil, manche
davon nur einige Tage, über die gesamte Zeit waren ständig
400-600 Menschen anwesend.
In
der schönen Lausitz

Nach
Rothenburg bei Görlitz 1998 und dem Dreiländereck in Zittau
(Sachsen) 1999 fand das diesjährige Grenzcamp in Forst (Lausitz)
statt. Forst erlangte bereits 1994 Bekanntheit, als mehrere Flüchtlinge
beim illegalen polnisch-deutschen Grenzübertritt in der Neiße
ertranken. Ein Ort in den neuen Bundesländern, der direkt an der
deutsch-polnischen EU-Außengrenze liegt. Ein Ort, an dem der in
den letzten Jahren hochgerüstete BGS auf Flüchtlingsjagd geht
und wo in enger Zusammenarbeit mit den polnischen Grenzbeamten die EU-Abschottungspolitik
ihre Umsetzung findet. Neonazis und Faschisten greifen dort Menschen
anderer Hautfarbe, Nationalität oder Weltanschauung an und treten
sie gelegentlich auch tot. Nicht wenige der Einwohner/innen dulden all
dies, mehr noch, sie werden selbst aktiv und mit Eifer wird das BGS-Bürgertelefon
bedient, um vermeintliche Illegale zu melden. So rotteten sich etwa
1998 Forster Einwohner, vom BGS zunächst unterstützt und gebilligt,
zu einer Bürgerwehr zusammen, um ihr Eigentum und ihre Stadt vor
den kriminellen Flüchtlingen aus Osteuropa zu schützen.
Drei
Wochen vor Campbeginn tauchte ein NPD-Flugblatt des Berliner Franz Schwerdt
in Forster Briefkästen auf. Anarchie in Forst, Überfälle
in Wohnungen und Gaststätten seien zu befürchten und
im Nazi-Jargon wurde vor dem Auftauchen lange nicht bekanntem
Ungeziefer wie Flöhe und Läuse und großen
Umweltschäden gewarnt. Und: Die NPD wird alles unternehmen,
um die Schäden zu begrenzen. Dazu kam es aber wie erwartet
nicht. Örtliche Kameraden forderte ein NPD-Kreisverband sogar auf,
während des Camps die Stadt zu verlassen.
Ein Fascho-Treffpunkt ist in Forst nicht bekannt, Punks prägen
das Stadtbild und nicht Nazi-Skinheads wie in Zittau oder den umliegenden
Städten Guben, Cottbus, Spremberg und Eisenhüttenstadt. Ein
Großteil der Einwohner/innen schien dem Camp gegenüber aufgeschlossener,
interessierter, freundlicher als im Jahr zuvor in Zittau. Während
einer Aktion vor einem Supermarkt, bei der Flüchtlinge ihre Wertgutscheine,
die sie in Brandenburg und anderen Bundesländern statt Bargeld
erhalten, gegen DM eintauschen konnten, sagten Einwohner zu, Patenschaften
zu übernehmen. Künftig wollen sie regelmäßig Wertgutscheine
von Flüchtlingen eintauschen.
Der
Sommer der Zivilgesellschaft
Die
Zeit des Grenzcamp war die hitzige Sommerdebatte, in der die Berliner
Führung durch ihre Greencard versuchte, auf dem weltweiten Arbeitsmarkt
die fähigsten Kräfte abzugreifen. Nützliche Ausländer
rein heißt seitdem die Parole dieses neuen Nationalismus
statt der alten Losung Arbeitsplätze zuerst für Deutsche,
die nun nach allgemeiner Befindlichkeit deutsche Interessen eher schädigt
und in der Öffentlichkeit gebrandmarkt wird. Der Rechtsextremismus
füllte die Schlagzeilen der Medien. Und weil aus nahezu der ganzen
Welt die Anfragen kamen, ob es neben Nazis in Deutschland auch noch
andere Menschen gäbe, besuchten einige internationale Nachrichtenagenturen
das Camp und vermittelten wohlwollende Nachrichten. Auch die örtliche
Polizei und Presse bemühten sich, Befürchtungen und Ängste
gegen das Grenzcamp, aus dem Weg zu räumen. Nichts schlechtes sollte
offenbar in Zeiten des Düsseldorfer Sprengstoffanschlages auf jüdisch-stämmige
Sprachschüler über das Camp und seine Teilnehmer/innen an
die Öffentlichkeit gelangen. Auch die Einheimischen wurden von
der Lokalpresse besänftigt: auf der Campwiese herrsche kein Chaos,
vor Ort finde man einen fast normalen Zeltplatz vor wie
jeden Sommer hundertfach am Rande größerer Musik-Festivals
mit Toiletten, Trinkwasser, Volksküche, Sanitäter, Rezeption',
Ordner, Fest- und Diskutierzelt in Groß und Klein sowie Internetcafé,
vermeldete die Lausitzer Rundschau.
Auch
wegen Beleidigung und angedrohter Sachbeschädigung Festgenommene,
so wurde ausdrücklich betont, seien Forster Jugendliche gewesen
und hätten mit dem Grenzcamp nichts zu tun. Die Entglasung
der BGS-Inspektion am Bahnhof und die Zerstörung von EXPO-Fahnen
wurden so zu einfacher nächtlicher Ruhestörung.
Das große Medieninteresse passte in die Strategie der Camporganisation.
Bereits Vorfeld wurde eine Pressearbeit betrieben und neben Presseerklärungen
während des Camps gab es mehrere örtliche Veranstaltungen,
zu denen bewusst auch die Einwohner/innen und Gewerbetreibende eingeladen
wurden. Presse und laufende Kameras waren bei fast allen Aktionen dabei;
Gegebenheiten, die es dem Forster Bürgermeister Reinfeld erschwerten,
über das Camp herzuziehen und der Polizei offen zuzuschlagen.
Dieses durchweg positive Medienecho, das linke Aktionen nicht verschwieg,
sogar darüber eigentlich wünschenswert wohlwollend berichtete,
bereitete Manchen Schwierigkeiten. Zwar ist es ungewohnt, kaum verfälscht
und nicht verschwiegen zu werden, aber dass die Medien sich einer Linken
je nach Gebrauchswert bedient, ist auch nichts Neues. Das Grenzcamp
wurde vereinnahmt und dammit zum Alibi der deutschen Zivilgesellschaft
im Licht einer internationalen Öffentlichkeit.
Gibt
eine derartige Berichterstattung Anlass zur Freude oder ist sie einfach
nur abzuhaken? Gilt es nun, radikaler zu werden? Und wenn ja, wie? Keine
leichten Fragen für eine radikale Linke, die zur Zeit defensiv
agiert, eher verteidigt als angreift und für die Beibehaltung von
Grundgesetzartikeln und nicht mehr für Abschaffung von Herrschaft
kämpft.
Der
Faktor Volk
Das
Verhältnis des Camps und der Linken im Allgemeinen zur Bevölkerung
war immer wieder zentrales Thema aller Debatten. So auch zur Eröffnungsdiskussion
des Camps: Wie mit einer Bevölkerung insbesondere im Grenzgebiet
umgehen, die bewaffnete Bürgerwehren bildet, Flüchtlinge denunziert
und größtenteils bei rassistischen Übergriffen schweigt
oder applaudiert? Abgrenzung, Provokation oder Angriff gegen sie? Oder
aber Aufklärung und die Vermittlung der eigenen Position? Der Widerspruch
zwischen Abgrenzung und Vermittlung zog sich durch viele der Aktivitäten
und Diskussionen: so wurden zuweilen auf den Demonstrationen nur Musik
gespielt und Durchsagen richteten sich nur an die Teilnehmer/innen.
Andere Redebeiträge wiederum hatten die Bevölkerung als Adressaten.
Zuweilen lautete der Tenor Ihr seid Scheiße - im Gegensatz
zu uns und die Bevölkerung wurde für die Duldung rassistischer
Übergriffe unmittelbar für verantwortlich erklärt. Andere
betonten, dass nicht gegen die Einwohner/innen demonstriert wird, sondern
gegen den rassistischen Bürgermeister. Forderungen und Erwartungen
wurden formuliert und erklärt, warum aus Schutz vor der Anti-Antifa
vermummt demonstriert wurde.
Immer wieder kam der Umgang mit der Bevölkerung zur Sprache. Redet
man mit einer Bürgerwehr, die Gesprächsbereitschaft zeigte
und meinte, weder rassistisch zu sein noch mit dem BGS zusammenzuarbeiten,
sondern nur das eigene Hab und Gut vor kriminellen Osteuropäern
zu schützen? Wird ein Abschlussplenum im öffentlichen Raum
- etwa dem Freibad - veranstaltet, bei dem Außenstehende nicht
nur zuhören, sondern bei Interesse auch mitdiskutieren können,
weil die zu debattierenden Fragen öffentliche Fragen sind? Oder
bleibt man mitsamt seinen Fragen unter sich?
Die Debatte, wie der Umgang mit der Bevölkerung sein soll, ob Ausgrenzung
oder Einbeziehung der richtige Weg sei, fand keine Klärung. Die
Kontroverse war und blieb ein Streitpunkt, die konträren Meinungen
existierten nebeneinander, gaben Anlass zu Auseinandersetzungen, die
aber nie in Ausschlussforderungen (entweder die oder ich!)
endeten; im Gegenteil, auch nach hitzigen Debatten wurde gemeinsam agiert.
Beide Pole der Debatte, Abgrenzung und Provokation auf der einen, Vermittlung
und Aufklärung auf der anderen Seite, haben ihre Berechtigung.
Selbstverständlich muss man sich von Faschisten und staatlichem
Rassismus abgrenzen. Aber zur Überwindung des Rassismus trägt
Abgrenzung und antirassistische Einigelung nichts bei. Die Definition
über die alleinige Abgrenzung beinhaltet keine Perspektive, wofür
gekämpft wird. Und es ist die Absolutheit und Ausschließlichkeit,
die beide Pole erst starr und falsch werden lassen.
Dieser Auseinandersetzung folgte die weitere Frage, inwiefern überhaupt
eine Abgrenzung von der Bevölkerung möglich ist und wo die
selbstgezogene Grenze verlaufen soll. Es existieren unterschiedliche
Formen, Interessen und Intensitäten von Rassismus und darin gibt
es Abstufungen, die keine eindeutige Grenzziehung erlauben. Als Teil
der Gesellschaft hat jede/r der Rassismus verinnerlicht. Deutsch und
weiß zu sein bedeutet auch eine bewusste Teilhabe an Privilegien
- wer kann sich da vollends freisprechen? Nichtsdestotrotz gibt es reale
Unterschiede. Der Hintergrund der Campteilnehmer/innen ist ein anderer,
ihre Lebenszusammenhänge, Erfahrungen und Herangehensweisen entsprechen
nicht denen der Merhheit der Bevölkerung. Die scharfe Propaganda
und rassistische Hetze im Grenzgebiet geht an dieser nicht spurlos vorbei,
sondern beeinflusst sie. Denken können diese Menschen dennoch,
sie begreifen, sie handeln und verhalten sich bewusst zu den Dingen.
Und wenn daher ein Großteil nicht handelt, sondern die Menschenjagd
schweigend betrachtet oder gar brennenden Flüchtlingsunterkünften
Applaus spendet, so muss der klare Trennungsstrich erfolgen und diese
Leute angegangen werden.
Grenzenlos
bis zum Ende?

Das
Camp-Radio Grenzenlos auf UKW 94,4 trug dazu bei, Gegenöffentlichkeit
zu schaffen. Es berichtete über den Zweck der Veranstaltung, informierte
aber auch über andere linke Aktivitäten und Projekte, z.B.
mit einem live-Bericht von den Chaostagen in Hannover. Seine Sendeanlage
wurde am Tag der Abreise zum Ziel einer Polizeiaktion. Diese stürmten
mit Durchsuchungsbefehl und in Anwesenheit des Forster Bürgermeisters
das Camp und suchte, allerdings erfolglos, nach der Anlage. Die etwas
traurige Situation, dass die Ordnungshüter plötzlich auf der
Wiese des Camps standen, tat aber der Stimmung keinen Abbruch: Heimlich
hört ihr sowieso unser tolles Radio wurde spontan skandiert
und der Einsatzleiter einhellig als das bezeichnet, was er war: ein
Vollidiot. Nach der Durchsuchung zweier Zelte und eines Busses gestanden
die Ordnungskräfte ihre Pleite ein und traten langsam, mit Farbeier
und den letzten Tassen der VoKü vom Platz gedrängt, den Rückzug
an. Auf einem letzten Plenum wurde entschieden, dass das Radio nochmals
auf Sendung gehen soll. Zu guter Letzt zog ein Konvoi durch Forst zum
Haus des Bürgermeisters, dem wahrscheinlich einzigen Menschen,
der bis zuletzt die Grenzcamp-Teilnehmer/innen nicht hatte leiden können.
Wo das nächste Grenzcamp stattfinden wird, ist offen. Einige stellten
nach inzwischen drei Camps die Frage, ob die Form nicht langsam ausgereizt
sei. Bereits in diesem Jahr waren die meisten Aktionen Wiederholungen
vergangener Jahre. Auch für die Ordnungshüter gab es fast
keine Überraschung und so erlaubten sie ausdrücklich alles,
solange es im Rahmen der letztjährigen Aktivitäten blieb.
Auch dieses Jahr schauten sie häufig nur zu und griffen nicht ein.
Die dadurch entstandenen Spielräume konnten nicht genutzt werden.
Neue Highlights sind von Nöten, das Repertoire muss - auch um Aktionsformen,
die sich nicht integrieren und vereinnahmen lassen - erweitert werden.
Mögliche
Austragungsorte eines vierten antirassistischen Grenzcamps sind
1. die touristisch-erholsame Ostsee,
2. Freiberg in Sachsen, wo vor zwei Jahren der BGS mit einer wilden
Verfolgungsjagd den schweren Unfall eines mit Kosovo-Flüchtlingen
vollbesetzten Kleinbusses provozierte, bei dem sieben Insassen starben,
und
3. ein Flecken nahe der deutsch-tschechischen Grenze in Bayern, wo das
Konfrontationsniveau mit den Ordnungshütern gewährleistet
wäre, und schließlich 4. ein Platz an einer Schengenaußengrenze
im Landesinnern: der Abschiebeflughafen Nummer 1 in Frankfurt am Main.
Niels
(Frankfurt/Main)
Weitere Informationen, Erklärungen, Hintergründe gibt es im
Webjournal:
www.nadir.org/camp00.
Erste Impressionen sind in einem zwölfminütigen Streaming-Video
festgehalten:
www.umbruch-bildarchiv.de/video/videofenster.html
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