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"Repressione"
- Drei Akte einer italienischen Aufführung
aufgezeichnet vom Centro di Documentazione Krupskaja, Bologna (Italien)
Prolog
Und
es wallet und siedet und brauset und zischt. Diesmal nicht in
der Charybde Grund vor dem Sizilien des deutschen Dichters Schiller,
sondern in den italienischen Carceri von Nord nach Süd;
vom Gefängnis des San Sebastiano auf Sardinien, über
das Regina Coeli (Maria Himmelskönigin)
in Neapel bis zum San Vittore in Mailand. Und brennen tut es auch noch.
Lichterloh schlagen im wahren Sinne des Wortes die Flammen der Empörung
unter den Inhaftierten, wenn sie als Zeichen ihres Protestes brennende
Betttücher oder flammende Papierfackeln aus ihren Zellenfenstern
hinausschleudern...
In der So oder So Nr. 6 skizzierten wir in Grundzügen,
wie zentrale Initiativen der Konterrevolution und Repression im Herbst
und Winter 1999/2000 in Italien vorangetrieben wurden. Einige dieser
Vorstöße blieben an den damals beschriebenen Punkten stehen,
einige Genossinnen werden seitdem mit der Erwartung an die lange
Leine genommen, dass irgendein übereifriger Richter entscheidet,
wie dieser oder jener gegen sie konstruierter Vorwurf weiter verfolgt
werden könnte. Andere Dinge wiederum haben eine bemerkenswerte
Wende vollzogen, die zuweilen ins Lächerliche abdriftet, aber dennoch
eine Idee dessen vermitteln, was sich die Repression bei uns meint sich
erlauben zu können. Dazu aber an anderer Stelle mehr. Beginnen
tut unser kleines Stück heute an Orten, die zuletzt eine selten
gesehene Medienöffentlichkeit erleben durften: die italienischen
Gefängnisse.
1.
Akt: Die Carceri
Im
Frühjahr dieses Jahres versuchten Gefangene verschiedenster Gefängnisse
mit unzähligen Petitionen die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen
zu erreichen. Sie protestierten gegen die qualvolle Enge der Zellen,
Strafprügelorgien ihrer Wärter, Essensentzug und schier unendliche
Wartezeiten in der Untersuchungshaft. In der Nacht zum 29. März
begann im Gefängnis des heiligen Sebastian im sardischen
Sassari eine Revolte. Die Gründe des Protestes waren die unglaublichen
Lebensbedingungen im San Sebastiani, die mit dem Wechsel
des Gefängnisdirektors nun vollends unerträglich geworden
waren. Die tägliche Schikane der Gefängnispolizei - der Polizia
penitenzia, die in Italien eine eigene national organisierte Einheit
bildet und etwa in der schönen, vom französischen Romancier
Stendhal beschriebenen Kartause von Parma eine Ausbildungsstätte
für den richtigen Umgang mit Gefangenen unterhält - erreichte
gegen die Häftlinge eine derartige Gewalttätigkeit, dass sie
am Ende auch von der Presse nicht mehr ignoriert werden konnte. Verfahren
wurden eingeleitet, immerhin 82 im Strafvollzug arbeitende Personen
festgenommen und Gefängnispersonal verurteilt, welches allerdings
kurz darauf wieder freigesprochen wurde.
Proteste, Streiks und Kämpfe begannen in vielen der Carceri,
deren Gebäude oft noch aus dem vorherigen Jahrhundert stammen und
zumeist völlig überfüllt sind. All dies zweifellos sehr
partielle Initiativen, aber sie hatten dennoch konkrete Ziele, betrafen
die Lebensbedingungen, die Depenalizzazione (die Möglichkeit,
eine Knaststrafe in einer anderen Form abzuleisten) oder die Anwendung
eines Gesetzes, welches Hafterleichterungen und andere Vergünstigungen
vom Verhalten abhängig macht; eine Bewegung, die andauert und die
auch für die Zukunft keine Bilder der Ruhe in den Gefängnissen
verspricht.
Parallel begann eine institutionelle Debatte zur Umstrukturierung des
Gefängnis- und Justizsystems. Rechenkünstler waren am Werk,
die genau beziffern können, welche prozentuale und absolute Erleichterung
es brächte, wenn man - so ungefähr wie beim kirchlichen Ablass
der Sündenstrafen - mit einem Akt der Milde, wie zu
feudalen Zeiten, die Haftstrafen um bestimmte Zeiten, Monate oder Jahre
kürzen wollte. Denn bereits bekannte Zahlen wühlten kurzzeitig
erneut die Öffentlichkeit auf: In den 257 Penitenziari
(Bußanstalten) des Landes befinden sind nach Angaben
des Justizministeriums 51.862 Häftlinge, also rund 9000 mehr, als
die offizielle Kapazitätsgrenze für zulässig erklärt.
25.000 Personen warten in Untersuchungshaft auf ihren Prozess, und 18.000,
also ein Viertel aller Häftlinge, sollen harte Drogen konsumieren.
Fünf Prozent der Gefangenen haben nach amtlicher Feststellung Aids;
die wirkliche Zahl wird aber auf 5000 geschätzt. Etwa 13.500 Gefangene,
die sog. Extracomunitari, stammen aus Ländern außerhalb
der EU und sind zumeist illegale Flüchtlinge.
Wie immer ging der Revolte das nackte Elend voraus: so ereigneten sich
in den Gefängnissen in den letzten Jahren nach offiziellen Angaben
53 Selbstmorde, die Zahl der versuchten Selbsttötungen liegt bei
920. Zusätzlich wurden 6536 Akte der Selbstverstümmelung und
exakt 5522 Hungerstreiks gezählt.
Das Parlament in Rom fing an zu streiten, ob man nun eine generelle
Amnestie gewähren soll, oder nur einen Strafnachlass (Indulto)
mit bleibender Reststrafe. Und nicht wenige Italiener riefen in jenen
Tagen öffentlich den Papst an und baten um ein klärendes Wort,
als sei er der König von Italien und könne mit
weisem Zuspruch die Missstände heilen.
Schlussendlich im bislang letzten Akt dieser Ereignisse trat der Justizminister,
Linksdemokrat Piero Fassino, auf den Plan und kündigte ein Paket
zur Strukturreform an, um die Lage in den Carceri zu beruhigen.
Seine Vorschläge sahen ein Extraprogramm zum Bau neuer Gefängnisse,
einen Fond zur Wiedereingliederung der Gefangenen, eine Beschleunigung
der Prozesse und die Stärkung der Justizbehörden vor. Weitere
Maßnahmen zur Sicherheit der Bürger sind die
elektronische Fußfessel sowie die Abschiebung von straffällig
gewordenen nichteuropäischen Ausländern. Auch unter den politischen
Gefangenen begannen daraufhin diverse Verlegungen.
2.
Akt: Zwischenspiel mit Telefonen und Telefonisten
Eine
durchaus bemerkenswerte kleine Episode war die Verhaftung von Alessandro
Geri. Im Mai, also fast ein Jahr genau nach der Erschießung D'Antonas,
verbreiteten alle Tageszeitungen eine kleine Notiz, dass die Ermittlungsbehörden
nun endlich die Person ausfindig gemacht hätten, die den Bekenneranruf
im Namen der Roten Brigaden getätigt haben soll, und stellten eine
baldige Verhaftung in Aussicht. Nur wenige Tage später wurde Alessandro
Geri, ein Genosse aus einem Centro Sociale, verhaftet. Die belastenden
Beweise waren eine bunt zusammengesetzte Konstruktion aus einer Telefonkarte,
einem Kind als Zeuge des besagten Anrufes - ein Junge, der zudem beschuldigt
wird ein Auto gestohlen zu haben - sowie dem Handy der Freundin; alles
in allem eine ausgesprochen unglaubwürdige Geschichte. Tatsächlich
konnten die Ermittlungsbehörden ihre Thesen nur wenige Tage aufrecht
erhalten, die Sache entpuppte sich als das, was sie von Anfang an war:
ein Bluff, zudem noch schlecht inszeniert, und Alessandro wurde freigelassen.
Trotzdem registrieren wir diese Episode und werten sie als weiteren
Versuch verbrannte Erde im Umfeld derer zu hinterlassen,
die sich organisieren, um zu kämpfen.
Aber wir sind noch nicht ganz zu Ende. Denn am Rande dieser kleinen
Geschichte, in der die bereits erwähnte Telefonkarte eine zentrale
Rolle spielte, wurde ein technisches Detail bekannt, das wir niemandem
vorenthalten möchten. Es stellte sich nämlich heraus, dass
die italienische Telefonverwaltung in ihren Computern Telefonate, die
mit einer Telefonkarte geführt werden, durch das Lesen des Magnetstreifens
der Karte jederzeit zuordnen kann. So lassen sich von jeder Karte im
nachhinein die Telefongewohnheiten ihres Besitzers rekonstruieren,
d.h. welche Telefongespräche wann und mit wem geführt wurden.
Zudem tauchte im Gewirr der Untersuchungen zusätzlich ein Mobiltelefon
auf. Auch hier ergab sich, dass die Computer der Telefongesellschaften
lückenlos zurückverfolgen können, wo sich dieses Telefon
in jedem Moment eines vergangenen Tages aufgehalten hat. Jedes eingeschaltete
Handy kann so lokalisiert und jede Bewegung seines Nutzers kann im Computer
der Telefongesellschaft registriert werden. Kaum zu glauben, dass dies
trotz aller Gesetze zum Schutz der Privatsphäre nur in Italien
möglich wäre...
3.
Akt: Der römische Prozess
Es
ist Mittwoch der 31. Mai 2000, vor dem römischen Schwurgericht
vollzieht sich der Schlussakt eines drei Jahre andauernden Prozesses.
In unzähligen Anhörungen wurden 53 anarchistische Genossinnen
und Genossen zuvor beschuldigt, eine subversive Vereinigung
wie auch bewaffnete Bande gegründet zu haben. Zusätzlich
hätten sie Entführungen und Überfälle begangen,
aber auch in das Stromnetz eingegriffen. Die Urteile im Aulabunker des
Foro Italiko werden gesprochen: lebenslang für Porcu, 30 Jahre
für Scrocco und Garagin, zwölf Jahre für Lo Vecchio,
neun Jahre für Tesseri, fünf Jahre für Campo, vier Jahre
für Weir und drei Jahre für Bonanno.
An gleicher Stelle war nur einen Tag zuvor eine Erklärung in der
Verhandlung verlesen worden: der Abschied von Edoardo Massari, einem
anarchistischen Genossen, der sich im Gefängnis umgebracht hatte,
gefolgt von seiner Freundin Soledad. Beide waren mitangeklagt, Anschläge
auf Objekte der Hochgeschwindigkeitszüge im Val di Susa verübt
zu haben.
Der Prozess ging auf Ermittlungen der Spezialeinheiten ROS und DIGOS
zurück - ROS untersteht den Carabinieri und DIGOS der Polizia -
und wurden von Marini und Ionta geleitet. Beides Minister, die sich
seit langem der Verfolgung der Bewegungen der siebziger und achtziger
Jahre und ihrer revolutionären Organisationen verschrieben hatten
und ihre Karriere in den genannten Sondereinheiten machten. Drei Jahre
wurde ermittelt und 26 Verhaftungen erfolgten; einige waren ca. ein
Jahr in Haft oder wurden nach wenigen Monaten freigelassen und unter
Hausarrest gestellt, einige sind immer noch in Haft und müssen
weitere Strafen absitzen.
Hunderte von Zeugen wurden gehört, aber am Ende des Prozesses folgte
das Urteil doch nicht ganz den Forderungen der Anklage, die ausschließlich
auf einer kunstvoll konstruierten Aussage einer Pentita
(Reuigen) und einer Familie von Kollaborateuren beruhte;
eine Anklage die durch hypothetische Verbindungen die insgesamt 53 Beschuldigten
in eine terroristische Gruppe überführen sollte,
genannt ORAI (Organizzazione Rivoluzionaria Anarchica Insurrezionalista),
und der eine Serie von Anschlägen angelastet wurde. Die Staatsanwaltschaft
forderte schwerste Strafen und war während es gesamten Prozessverlaufs
äußerst penibel darauf bedacht, die Verwicklung der Beschuldigten
in weitere dem anarchistischen Spektrum zugeordnete Aktionen zu betonen.
Das Gericht nun, obwohl es die Anklage der Bildung einer subversiven
Organisation und einer bewaffneten Bande nicht anerkannte, stufte alle
Bschuldigten dennoch nach diesem Vorwurf ein. Und so wurden schlussendlich
auf der Basis simpler Indizien und Zeugenaussagen der Pentiti,
ohne das etwa diese Gegenüberstellungen überprüft worden
waren, die Strafen derart hoch.
Der Prozessverlauf selbst, in ihm waren ungefähr 60 Genoss/innen
verwickelt, beweist die Logik der aktuellen Richtlinien der repressiven
Strategie. Mit einem Wort: Prävention; und der Strafprozess wird
zum Mechanismus, der gegen ganze politische Bereiche mit dem Vorwurf
gemeinschaftlich begangener Straftaten zum Einsatz kommt.
Für die unterstellte Zugehörigkeit zu dem Phantasma von subversiven
Vereinigungen und bewaffneter Banden - hörte
man je von einer Aktion, zu der sich die ORAI bekannt hätte? -,
für den Stoff, der nach ihrer Logik, nach ihren Ideen und ihren
Eindrücken als gefährlich gilt, werden unterschiedliche politische
Zusammenhänge den Ermittlungen, Kontrollen, Durchsuchungen sowie
allen möglichen Formen der Überwachung unterworfen. Zu nennen
wäre hier etwa die Infiltration der kämpfenden Arbeiter bei
Fiat in Pomigliano d Arci durch die Carabinieri, die verschiedenen Ermittlungen
gegen Strukturen der kommunistischen Bewegung, aber auch der Fall Alessandro
Geri.
Aber kehren wir noch einmal zum Prozess selbst zurück. Die Ermittlungen
führten zu Verhaftungen und einem Verfahren, das trotz partieller
Freisprüche nun wie ein Damoklesschwert über den Köpfen
der Angeklagten hängt. Denn der besagte Marini sorgte sofort dafür,
dass ein Revisionsantrag gegen die Freisprüche erging. In jedem
Fall erreichte der Prozess das Ziel, dass sich die Herren der Macht
auch gesteckt hatten: eine effektive Verurteilung gefährlicher
Subjekte und die Kriminalisierung der ganzen anarchistischen Bewegung.
Ein scheinbar klares Signal: dem Aufkommen eines sozialen Konfliktes
gilt es vorbeugen - um ihn zu verhindern. Denn in Zeiten steigender
Arbeitslosigkeit und allgemeiner Verunsicherung, dem Rückzug des
Sozialstaates und dem Verlust von Garantien, mit anderen Worten, in
den Zeiten der kapitalistischen Krise, kann die Bourgeoisie schwerlich
eine radikale und reale Opposition tolerieren, die in den Gegebenheiten
einen Ausdruck der sozialen Missstände sieht und versucht, einen
Ausweg daraus zu finden. Das Instrument der gemeinschaftlich begangenen
Straftaten, das in Italien bislang nur eingesetzt wurde, um politische
Organisationen anzugreifen, wurde daher bereits auch in anderen europäischen
Staaten gegen besonders konfliktfreudige Gruppierungen innerhalb der
Klasse genutzt, wie etwa gegen die Metallarbeiter aus dem belgischen
Qlebecq, die wegen subversiver Vereinigung und andere damit
verbundener Verbrechen mit Prozessen überzogen wurden.
Eine letzte kleine Besonderheit noch. Sie betrifft das Verlesen von
Erklärungen während des Prozesses: weil bereits Inhaftierte
zwei im Gerichtssaal verlesene politische Erklärungen unterschrieben
hatten, wurde gegen sie ein weiterer Prozess eingeleitet.
Gänzlich unzufrieden mit dem Ergebnis des römischen Verfahrens
war der neue Procurator von Florenz, Francesco Fleury. So ordnete er
denn auch im Morgengrauen des 15. Juni fünf Durchsuchungen in der
Toscana und eine in Piemont an. Wieder ging das ROS auf die Pirsch und
wieder ging es zu Lasten von acht Anarchist/innen. Und erneut mit den
altbekannten Vorwürfen: Subversive Vereinigung, Terrorismus,
Waffen, Explosivstoffe und Brandanschläge. Grund waren einige Anschläge
in Florenz und Umgebung zwischen Dezember 97 und August 99 gegen Firmen
der SESA-IBM, Vannuzzi-Ferri (Nestlé-Tochter), FIAT Enginering,
Callisto Pontello Castruzioni und Cansorzio CAVET. Und in einer nachfolgenden
Erklärung zu den Durchsuchungen vom 12. Juli gelingt es Fleury
dann auch, den noch warmen Leichnam der O.R.A.I. wiederauferstehen zu
lassen und zu behaupten: Es gibt seit einiger Zeit im Umfeld der
antagonistischen Strukturen in Florenz Aktivitäten einer Vereinigung
anarchistischer Prägung, genannt gruppo di affinita', die
in Kontakt mit ähnlichen Gruppierungen in der Region steht und
auf die Ideologie der ORAI zurückgreift. Es geht also weiter.
Epilog:
Das enge Netz
Zur
Repression bei uns ließen sich noch weitere Punkte hervorheben.
Erwähnt seien etwa die Einschüchterungsversuche von Seiten
der Sicherheit gegen die Freunde und Familien derjenigen, die kämpfen
oder die der Gefangenen; dabei soll in die altbekannten Guten
und Böse unterschieden und all die eingeschüchtert
werden, die der Provokationen solidarisch trotzen.
Aber als letztes noch ein Beispiel aus unserer Nähe: Im Juni 2000
wurden die letzten notwendigen Unterschriften für die Räumung
des Centro Popolare Autogestito di Firenze Sud (CPA) geleistet. Nur
noch die Unterschrift für die Abrissgenehmigung fehlt. Das CPA
war Ausgangspunkt vieler Solidaritätsinitiativen in politischer
wie materieller Hinsicht. Gute Verbindungen zu einzelnen Arbeitern und
selbstorganisierten Gewerkschaften wurden dort geschaffen, zahlreiche
Initiativen zur Diskussion um die Frage der Arbeit und der Solidarität
mit den kämpfenden und verfolgten ArbeiterInnen begannen im CPA.
Ein Schwerpunkt war auch die internationale Solidarität. Die Atmosphäre
im CPA prägte zudem die Präsenz internationaler Delegationen,
die das Widerständische, die Lage in unterschiedlichsten Ländern
und die Bedingungen der politischen Gefangenen in den Gefängnissen
der Welt immer wieder direkt vermitteln konnten.
So ist das CPA einer der wenigen Orte in Italien, die einen effektiven
Bewegungsspielraum für diejenigen garantieren, die die Kämpfe
vorantreiben. Und deshalb ist es auch das Objekt andauernder und schwerer
Kampagnen der Repressioni. In den nächsten Monaten
werden daher mit den letzten Unterschriften die Versuche einer Räumung
nicht ausbleiben.
Bologna,
September 2000
PS:
Im Juli kam uns zu Ohren, das die mailändische Polizia Giudiziaria
versucht, Informationen über die Verwalter der Email-Adresse der
Senza Censura (senzacensura@marx2001.org)
zu erhalten. Wir meinen, dieses Interesse kann nur als provokanter
Kontrollversuch eines politischen Zusammenhang angesehen werden, der,
wie manche andere in diesen letzten Monaten, die Aufmerksamkeit der
Polizeikräfte erfährt, weil er für die zuständigen
Behörden nicht einschätzbar ist.
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