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Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 7 / Herbst 2000 - Seite 6
Vier Antifaschisten wegen FPÖ-Protest verurteilt
[ Inhalt Nr. 7.]
Innsbruck: Vier Antifaschisten wegen FPÖ-Protest verurteilt

Als am 4. Februar in Wien die ÖVP-FPÖ-Regierung eingesetzt wurde, kam es im ganzen Land zu Protestkundgebungen. Auch in Innsbruck gingen mehr als 900 Menschen auf die Straße. Nach dieser Demonstration zogen rund 50 Jugendliche zur ÖVP-Zentrale und besetzten für 15 Minuten deren Büro. Anschließend bewegte sich die Demo Richtung nahelegender FPÖ-Zentrale, die sitzblockiert wurde. Als ein Aktivist die Polizeisperre vor die FPÖ-Zentrale umging, wurde er nach seinem Ausweis gefragt. Er erklärte keinen bei sich zu tragen (in Österreich ist es nur für Nicht-Österreicher/innen Pflicht Ausweispapiere bei sich zu tragen). Als er daraufhin vom Polizisten angehalten wurde, setzte er sich aus Protest auf den Boden. Weitere Aktivisten gesellten sich zu ihm und sie hakten sich mit den Armen ein. Es kam zum Gerangel und die Polizei schritt zur Verhaftung.

Die vier Verhafteten wurden anschließend ca. neun Stunden lang verhört und festgehalten. Ihnen wurde nun „Widerstand gegen die Staatsgewalt“, „versuchte schwere Körperverletzung“, sowie eine Reihe von Verwaltungsübertretungen („Störung der öffentlichen Ordnung“, usw. ) vorgeworfen.

Nachdem die Hauptverhandlung bereits zweimal verschoben worden war kam es
am 13. Oktober 2000 dann doch definitiv zum Prozess. Die vier Antifaschisten wurden wegen „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ und einiger Verwaltungsdelikte für schuldig gesprochen. Ein Aktivist wurde auf Grund seiner Minderjährigkeit frei gesprochen, während ein weiterer zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt wurde. Insgesamt müssen die vier Antifas nun eine Summe von mehr als 30.000 Schilling zahlen.

(nach Infos von ABC-Innsbruck)


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CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:19
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