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Innsbruck:
Vier Antifaschisten wegen FPÖ-Protest verurteilt
Als
am 4. Februar in Wien die ÖVP-FPÖ-Regierung eingesetzt wurde,
kam es im ganzen Land zu Protestkundgebungen. Auch in Innsbruck gingen
mehr als 900 Menschen auf die Straße. Nach dieser Demonstration
zogen rund 50 Jugendliche zur ÖVP-Zentrale und besetzten für
15 Minuten deren Büro. Anschließend bewegte sich die Demo
Richtung nahelegender FPÖ-Zentrale, die sitzblockiert wurde. Als
ein Aktivist die Polizeisperre vor die FPÖ-Zentrale umging, wurde
er nach seinem Ausweis gefragt. Er erklärte keinen bei sich zu
tragen (in Österreich ist es nur für Nicht-Österreicher/innen
Pflicht Ausweispapiere bei sich zu tragen). Als er daraufhin vom Polizisten
angehalten wurde, setzte er sich aus Protest auf den Boden. Weitere
Aktivisten gesellten sich zu ihm und sie hakten sich mit den Armen ein.
Es kam zum Gerangel und die Polizei schritt zur Verhaftung.
Die
vier Verhafteten wurden anschließend ca. neun Stunden lang verhört
und festgehalten. Ihnen wurde nun Widerstand gegen die Staatsgewalt,
versuchte schwere Körperverletzung, sowie eine Reihe
von Verwaltungsübertretungen (Störung der öffentlichen
Ordnung, usw. ) vorgeworfen.
Nachdem
die Hauptverhandlung bereits zweimal verschoben worden war kam es
am 13. Oktober 2000 dann doch definitiv zum Prozess. Die vier Antifaschisten
wurden wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und einiger
Verwaltungsdelikte für schuldig gesprochen. Ein Aktivist wurde
auf Grund seiner Minderjährigkeit frei gesprochen, während
ein weiterer zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt wurde. Insgesamt
müssen die vier Antifas nun eine Summe von mehr als 30.000 Schilling
zahlen.
(nach
Infos von ABC-Innsbruck)
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