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Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 7 / Herbst 2000 - Seite 4
Kurznachrichten
[ Inhalt Nr. 7.]
Kurznachrichten

Rassenwahn
27.7.00 - Schweizer Pitbull-Freunde wollen Kampfhunden, denen in Deutschland die Einschläferung droht, Asyl gewähren. Das ist schön. Die Schweiz hat ja nicht immer alle Flüchtlinge aufgenommen, denen in Deutschland die Ermordung drohte: Offenbar lässt sich aus der Geschichte doch lernen. Das meinen jedenfalls viele Hundeliebhaber in Deutschland. Sie sind empört über die verschärften Verordnungen, mit denen die Landesregierungen jetzt – aufgeschreckt durch den Tod eines Kindes, das in Hamburg zerfleischt wurde – gegen gemeingefährliche Tiere vorgehen.
Aus Protest hefteten etliche Halter deshalb ihren Hunden Judensterne an, schwenkten bei gutbesuchten Demos Plakate mit der Aufschrift “Rassenwahnsinn“ und setzen die Tötung von Kampfhunden mit dem Holocaust gleich. Die sentimentalvermenschlichenden Pro-Hunde-Argumente, die sie vortragen, mögen einen lediglich befremden – und die Sehnsucht wecken, einmal ähnliche Aufwallungen zugunsten von Kindern, Behinderten oder totgeschlagenen Asylbewerbern zu hören. Die wahnwitzige Verdrehung der Kategorien aber, die aus dem Vergleich von Hunden mit Naziopfern spricht, ist Anlass für eine tiefergehende Bestürzung.
(Susanne Gaschke in „Die Zeit“)

Käpt'n Picard gegen die Todesstrafe
Patrick Stewart im Interview (8/2000)
Frage: Sie haben den selbst ernannten Weltpolizisten USA wegen der nach wie vor praktizierten Todesstrafe oft kritisiert. Was sagen denn Ihre US-amerikanischen Schauspielerkollegen über den meinungsfreudigen Briten?
Antwort: Manche beschweren sich mit Leserbriefen, andere stellen Pamphlete gegen mich ins Internet. Das ist mir völlig egal. Die Todesstrafe ist eine Schande. Ich habe das immer wieder öffentlich gesagt in den USA und werde es weiter sagen: Keine Nation, die – aus welchen Gründen auch immer – die Todesstrafe ausübt, kann sich eine zivilisierte Nation nennen.

Faschistische Jugendliche verletzen irakische Kinder
2.8.00 - In Chemnitz haben Deutsche eine irakische Familie angegriffen und dabei ein Baby und ein neunjähriges Kind verletzt. Der sieben Monate alte Säugling erlitt bei dem Angriff Verletzungen im Gesicht.

Vize des Generalbundesanwalts gestorben
2.8.00 - Als Anklagevertreter in Prozessen gegen die Bewegung 2. Juni und die RAF bewies Gerhard Löchner seine Tauglichkeit für die Staatsschutzjustiz: Keine Aktenmanipulation, Anklagekonstruktion oder Kronzeugensteuerung war ihm fremd. Das befähigte ihn zuerst zum Leiter der Staatsschutzabteilung, dann zum Amt des Vertreters des Generalbundesanwalts.

Gusmao legt Kommando der Falintil nieder
21.8.00 - Der osttimoresische Freiheitskämpfer “Xanana“ Gusmao hat offiziell das Kommando über die Falintil-Bewegung niedergelegt. Er über gab das Kommando an seinen bisherigen Stellvertreter Taur Matan Ruak. Der Leiter der UN-Verwaltung in Osttimor begrüßte den Schritt als Bestätigung der Trennung von Politik und Streitkräften. Gusmao gilt als künftiger Präsident eines souveränen Osttimor. Osttimor werde eine Armee benötigen, sobald es unabhängig werde, erklärte Gusmao. “Unabhängigkeit ist kein Garant für Sicherheit“, sagte er am 25. Jahrestag der Gründung der Miliz.


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CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:19
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