Rundbrief spezial:
Untersuchungskommission Andrea Wolf
Anzeige gegen Ankara
Istanbul - 25.September.
Fast zwei Jahre, nach die Internationalistin Andrea Ronahi
Wolf nahe dem kurdischen Dorf Catak zusammen mit sechs weiteren PKK-Guerillas
nach ihrer Entwaffnung und Gefangenennahme von türkischen Militärs
hingerichtet wurde, stellte die Rechtsanwältin Eren Keskin in Istanbul
Strafanzeige gegen die beteiligten Soldaten. Auf einer Pressekonferenz
erklärte sie, dass dies im Namen von Lilo Wolf, der Mutter von
Andrea Wolf geschehe. Zuvor gemachte Recherchen der Münchner Untersuchungskommission
bildeten, laut Keskin, die Grundlage der eingereichten Anzeige. Nach
Zeugenaussagen, so die Rechtsanwältin, sei nunmehr auch die mögliche
Grabstelle Andrea Wolfs bekannt, in der sie nach ihrer Ermordung beerdigt
wurde. Lilo Wolf hatte zuvor in zwei Briefen an die deutsche und türkische
Regierung Aufklärung über die Todesumstände ihrer Tochter
verlangt. Weder das Auswärtige Amt noch Ankara hielten es bislang
für nötig, ihr zu antworten. Die auf der Pressekonferenz in
Istanbul ebenfalls anwesende Internationale Untersuchungskommission
bekräftigte, dass sie die Aufklärungsarbeit fortsetzen und
das Ermittlungsinteresse der türkischen Justiz genau verfolgen
wird.
Fortsetzung auf
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