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Chronologie
einer andauernden Verfolgung gegen Kurd/innen in Deutschland und ihre
Organisationen
Wären
Kurdinnen und Kurden wenigstens verrücktes Rindfleisch oder genössen
den Status verseuchter Hühner, man würde sich sorgfältig
und lösungsbereit mit ihnen auseinandersetzen. Aber weil sie das
nicht sind, sondern Menschen die ihre Freiheit einklagen, steht Europa
auf Seiten der groben Gewalt.
(Ismail Besikci, Soziologe und Buchautor, 17 Jahre Haft in der Türkei
wg. Gedankenschuld)
Das
PKK-Verbot ist de facto ein Politikverbot für tausende Kurd/innen.
Es jährte sich am 26. November 1999 zum 6. Mal. Eine Aufhebung
ist nicht in Sicht. Wie die Türkei kennt Deutschland Kurdistan
noch immer nur als Frage der Kriminalisierung, Haft, Abschiebung und
gesellschaftlicher Ausgrenzung. Aber Ausgrenzung ist nur ein anderes
Wort für Ausmerze. Das gilt auch für die Solidarität,
die durch das Verbot isoliert und verhindert werden soll.
Hier eine (unvollständige) Chronologie:
Türkei:
Kurdistan gibt es nicht
+++
12. September: nach dem türkischen Militärputsch wird die
PKK offiziell zum 'Staatsfeind Nummer 1 +++ 15. August 1984:
nach Aufnahme des bewaffneten Kampfes in der Türkei gerät
die PKK auch in der BRD, der Schweiz und Schweden ins Visier der Staatsschützer,
Geheimdienste und Medien, die Diffamierung als terroristisch
beginnt +++ 1. Januar 1987: die Bundesregierung weitet den §129a
StGB (terroristische Vereinigung) auf ausländische
Gruppen aus, die Verfolgung von Straftaten, die die Sicherheit
... seiner nichtdeutschen Vertragsstaaten ... zu beeinträchtigen
drohe, wird ermöglicht +++. Verhaftungen, Hausdurchsuchungen, Veranstaltungs-
und Demonstrationsverbote: Hausarrest von Kurd/innen bei türkischen
Staatsbesuchen +++
Neunzehnhundertachtundachtzig
+++
Der Düsseldorfer Prozess: 20 kurdische PKK-Politiker
werden wg. Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung
innerhalb der PKK durch zwei Kronzeugen belastet, zentrale Anklage
ist die Beschuldigung gegen einzelne Angeklagte, einen PKK'ler im Libanon
ermordet zu haben - eine Mordvorwurf ohne Leiche, ohne Augenzeugen,
ohne Beteiligung deutscher Staatsbürger auf dem Hoheitsgebiet der
BRD, ohne deutsches Amtshilfeersuchen an den Libanon +++ 24. Oktober
1989: der erste §129a-Prozess gegen PKK-Mitglieder beginnt, die
Angeklagten protestieren mit Hungerstreiks gegen ihre Isolationsbedingungen,
vier Angeklagte werden am 7. März 1994 verurteilt, zwei bleiben
in Haft, die Hälfte der Verfahren wird wegen Geringfügigkeit
eingestellt. Der Mammut-Prozess soll die folgende Diffamierungskampagne
gegen die PKK juristisch legitimieren und den §129a in seiner erweiterten
Fassung durchsetzten +++
Deutschland
zieht nach
+++
Frühjahr 1993: die PKK ruft den ersten einseitigen Waffenstillstand
aus +++ Die Monate danach: in der BRD und europaweit kommt es zu zahlreichen
Demonstrationen, Kundgebungen, Hungerstreiks und Aktionen aufgrund des
anhaltenden türkischen Staatsterrors in Kurdistan, u.a. wird das
türkische Konsulat in München besetzt +++ 10. November: Außenminister
Kinkel erklärt: Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass
die PKK mit ihren Terrorangriffen z.Z. das Gesetz des Handelns in Südost-Anatolien
bestimmt und dass sie eine Bedrohung für den türkischen Staat
darstellt. (...) Wir dürfen nicht länger hinnehmen, dass militante
kurdische Gruppen in Deutschland versuchen, ihre Ziele mit Gewalt durchzusetzen.
+++ 26. November: Innenminister Kanther erläßt eine Verbotsverfügung
gegen 35 kurdische Organisationen, u.a. die Nachrichtenagentur KURD-HA,
den Dachverband der kurdischen Vereine FEYKA, das Kurdistan-Komitee
und lokale Kulturvereine. Das Verbot umfaßt die politische Betätigung
für die PKK und ERNK, ebenso die Nutzung der Parteisymbole sowie
des Bildes von Abdullah Öcalan +++ Aus der Verbotsverfügung:
die PKK richtet sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung,
gefährdet die innere Sicherheit, die öffentliche Ordnung und
sonstige erhebliche Belange der Bundesrepublik Deutschland. (...) Diese
PKK-Aktivitäten schädigen bereits heute Deutschlands Ansehen
in der Türkei und die bilateralen Beziehungen erheblich.
+++ Bundesweit werden über 100 Vereins-, Geschäfts- und Wohnräume
durchsucht, Vereinslokale ausgeräumt und versiegelt, Vereinsvermögen
beschlagnahmt +++ Die türkische Tageszeitung Hürriyet titelt
ihren Aufmacher auf Deutsch: Danke schön, Herr Kohl!
+++
Neunzehnhundertvierundneunzig
+++
März: Verbot nahezu aller Newroz-Veranstaltungen, Busse auf Autobahnen
werden festgehalten, Veranstaltungs- und Demonstrationsteilnehmer/innen
festgenommen und registriert. Aus Protest werden Autobahnen blockiert,
es kommt zu Aktionen der Selbstverbrennung, an deren Folgen in Mannheim
Nilgün Yildirim und Bedriye Tas sterben. Der Trauermarsch wird
trotz Verbot durchgeführt +++ Ende März: die BAW verhaftet
vermeintliche Gebietsverantwortliche der PKK +++ 1. Juli,
Hannover: der 17-jährige Kurde Halim Dener wird beim Plakatieren
von ERNK-Plakaten von einem SEK-Polizisten in Zivil mit einem Rückenschuß
getötet +++ München: die Konsulatsbesetzer vom November 1993
werden zu hohen Haftstrafen verurteilt +++ Mitte Juli: Aufhebung der
Verbotsverfügungen gegen 21 der verbotenen Vereine +++ August:
eine Fahrradtour von ca. 150 kurdischen Jugendlichen zur UN-Menschenrechtskommission
nach Genf wird von der Polizei angegriffen, das jährliche Kultur-
und Friedensfestival der Kurden findet nach Verbot in den Niederlanden
statt +++ 26. Oktober: Kani Yilmaz, ERNK-Europasprecher, der auf Einladung
britischer Parlamentarier nach London reiste, wird auf Drängen
der BRD verhaftet, die BAW will ihm als PKK-Verantwortlichen den Prozeß
machen +++
Neunzehnhundertfünfundneunzig
+++
Februar: 21 Razzien allein in Baden-Württemberg gegen kurdische
Vereine +++ Schließung des Kurdistan Informationsbüros in
Köln, ebenso fünf weitere Vereine in Bayern +++ Ein Briefwechsel
zwischen Kanther und dem türkischen Innenminister sichert abgeschobenen
Kurd/innen angeblich eine Behandlung auf rechtsstaatlicher Basis
und gemäß Menschenrechten entsprechenden Normen zu,
die verstärkten Abschiebungen beginnen +++ Die Polizei stürmt
mehrere Versammlungen, Teilnehmer/innen werden festgenommen, genehmigte
Veranstaltungen müssen polizeiliche Beobachter akzeptieren +++
Juni: der kurdische Agri-Verlag wird verboten und 15 Tonnen Literatur
beschlagnahmt +++ Juli: aus Protest gegen das PKK-Verbot, gegen Waffenlieferungen
in die Türkei und für eine politische Lösung der kurdischen
Frage finden mehrere Hungerstreiks in der BRD statt. Die Polizei greift
an, in Berlin stirbt Gülnaz Baghistani während des Streiks,
eine Solidaritätsdemonstration von deutschen Linken wird verboten
und angegriffen +++ 14. Dezember: die PKK erklärt erneut einen
einseitigen Waffenstillstand +++
Neunzehnhundertsechundneunzig
+++
20. Januar, Dortmund, 11./12. Februar, Stuttgart: Demonstrationsverbote
wg. Propagandazwecken für die PKK +++ Generalbundesanwalt
Nehm erklärt die PKK zur größten Gefahr
und meldet die 20. Verhaftung eines PKK-Mitglieds, gegen 54 Personen
laufen §129a-Ermittlungsverfahren +++ März kurz vor dem Newrozfest
(21.3.): BKA und VS behaupten Gewalttaten gegen türkische
und deutsche Einrichtungen stehen bevor +++ 9. März, Bonn: die
Polizei eskaliert eine bundesweite Demonstration zum Internationalen
Frauentag und hält ca. 2.000 kurdische und deutsche Frauen nahezu
10 Stunden auf offener Straße gefangen, viele Frauen werden verletzt
und festgenommen +++ 16. März, Dortmund: Demonstrationsverbot zum
Waffenstillstand der PKK, das Bundesland NRW wird nahezu abgeriegelt,
alle größeren Bahnhöfe, Straßen, Grenzübergänge
und Autobahnen kontrolliert, Kurd/innen entweder festgenommen oder Platzverbote
erteilt +++ Die kurdische Seite, u.a. der neue Dachverband der kurdischen
Vereine YEK-KOM, ruft zum Dialog auf, CDU/CSU und FDP antworten mit
weiteren Verschärfungen der Strafgesetze und Abschiebungsregelungen
+++ 3. April: Kanther erläßt aus formalen Gründen
die Aufhebung der Verbotsverfügung gegen 20 lokale Vereine und
delegiert die Entscheidung für neue Verbote an die Bundesländer
+++ 4. April: In einem BBC-Interview erklärt der PKK-Vorsitzende
Öcalan, dass er Gewaltaktionen in Deutschland ablehnt +++ Vereinzelte
Demonstrationen werden mit strengen Auflagen genehmigt +++ 21. September,
Köln: Entgegen des Antrags von Kanther läßt das NRW-Innenministerium
das Friedensfestival Kurdistan stattfinden +++ Oktober:
100 bundesweite Razzien wg. Spendengelderpressung und Fortsetzung
einer verbotenen Vereinigung +++ November: der Bundestag beschließt
Verschärfungen der Abschiebebestimmungen, Personen sollen künftig
bei bloßem Verdacht einer Straftat ohne gerichtliche Überprüfung
abgeschoben werden +++ Beginn neuer §129a-Prozesse +++
Neunzehnhundertsiebenundneunzig
+++
Vereine und Wohnungen werden wg. Verstoß gegen das Vereinsgesetz
und Spendengelderpressung durchsucht, Ermittlungsverfahren
eingeleitet, Bücher, Fahnen, Geld und Bilder von Abdullah Öcalan
beschlagnahmt +++ 29. Mai, Hannover: Freispruch im Prozess gegen den
SEK-Beamten, der 1994 Halim Dener erschoß +++ August: Kani Yilmaz
wird aus England an die BRD überstellt, der Prozess in Celle beginnt
+++ 26. August: Friedenszug Musa Anter von Brüssel
nach Diyarbakir: Kanther weist an, allen Nichtdeutschen die Einreise
in die BRD zu verwehren, die Bundesbahn kündigt die Verträge,
viele Teilnehmer fliegen nach Istanbul und mit Bussen weiter nach Diyarbakir,
dort Stadtverbot durch das Militär +++ 3. bis 26. November: Behinderung
und Verbote der Busreise Dialog statt Verbot vor allem in
Niedersachsen und Bayern +++
Neunzehnhundertachtundneunzig
+++
13. Januar: Generalbundesanwalt Nehm erklärt den kriminalisierten
Personenkreis innerhalb der PKK nicht mehr als terroristische
Vereinigung (§129a StGB), sondern als kriminelle Vereinigung
(§129 StGB), in der juristischen und polizeilichen Folge bedeutet
dies Entpolitisierung incl. erhöhter Kriminalisierung +++ 11. Februar:
7 Jahre Haft für Kani Yilmaz, eine vereinbarte Halbstrafenregelung
mit Anrechnung seiner jahrelangen Isolationshaft ermöglicht die
Entlassung nach dem Urteil +++Baden-Württemberg: Durchsuchung von
51 Wohnungen und Vereinsräume +++ BGH-Grundsatzurteil: Geldspenden
an die kurdische Befreiungsbewegung bedeuten wg. Verstoß gegen
das PKK-Betätigungsverbot bis zu einem Jahr Haft, außer die
Spender erklären erpresst zu werden +++ 30. Juni, Dresden, Halle,
Leipzig: Razzien in Vereinen, Wohnungen und Asylbewerberheimen wg. Spendengelderpressung
sowie Verstoß gegen das Vereinsgesetz +++ 1. September:
Die PKK erklärt einen unbefristeten Waffenstillstand mit dem Ziel
einer politischen Lösung +++ 9. Oktober: Attentatsversuch auf Abdullah
Öcalan, die Folge sind zahlreiche kurdische Protestaktionen und
Selbstverbrennungen +++ 12.November: Abdullah Öcalan verläßt
Syrien und reist nach Rom, Sympathiekundgebungen und Hungerstreiks in
ganz Europa, tausende Kurd/innen reisen nach Italien +++ Über das
Jahr: mehrere Kurd/innen werden nach §129a verhaftet und als PKK-Verantwortliche
der Jahre 96/97 angeklagt +++
Neunzehnhundertneunundneunzig
+++
4. Januar, JVA-Stammheim: Murat Barzan Öztürk stirbt an den
Folgen seiner Selbstverbrennung vom 1.11.98 +++ 6. Januar: Eine Trauerkundgebung
vor der JVA Stuttgart-Stammheim wird verboten, die Überführung
seines Sarges behindert +++ 19. Januar: Durchsuchung der Büros
von Heyva Sor a Kurdistane (Kurdischer Roter Halbmond), Beschlagnahme
von Computer und Dateien, weitere Vereins- und Wohnungsdurchsuchungen
in Bonn und Bremen +++ 12. Februar: Wohnungsrazzien in Niedersachsen,
Schleswig-Holstein und NRW +++ 15. Februar: Abdullah Öcalan wird
durch eine Geheimdienstaktion aus Nairobi/Kenia in die Türkei verschleppt,
weltweit kommt es zu Protestaktionen, in den Gefängnissen treten
Gefangene in den Hungerstreik +++ 16. Februar: türkische, griechische,
kenianische, israelische und US-Konsulate werden teilweise besetzt,
die Aktionen enden sowohl friedlich wie auch mit brutaler Räumung
+++ Berlin: Israelische Sicherheitskräfte erschiessen vor dem israelischen
Konsulats vier Kurd/innen, mehr als 20 werden angeschossen, über
260 vor Ort festgenommen, 88 erhalten Anzeigen wegen Land- und Hausfriedensbruchs,
die Todesschützen geniessen diplomatische Immunität und reisen
unbehelligt aus +++ 15.- bis 21. Februar: bundesweit 2100 Festnahmen,
Schnellgerichte urteilen (22 in Stuttgart) und schieben ab, 160 Kurd/innen
kommen in Haft, 73 allein in Leipzig +++ Beginn der ersten Konsulatsprozesse
+++ Berlin, Kassel und andere Städte: Verfügung tagelang geltender
Demonstrationsverbote mit umfassenden Straßen- und Gesichtskontrollen
gegen kurdisch aussehende Menschen, Trauermärsche und
Kundgebungen finden nur unter massivem Polizeiaufgebot statt, den Besetzungen
folgen Monate später zahlreiche Ermittlungsverfahren, Wohnungsdurchsuchungen;
vermeintliche Organisatoren der Besetzungen werden verhaftet
+++ 21.März: massive Überwachung und Verbote der Neworz-Feiern,
Festnahmen und Ermittlungsverfahren wegen Parolen-Rufens (z.B. gegen
100 Personen in Bielefeld) +++ Mai-Juni: Prozess und Todesurteil gegen
Abdullah Öcalan auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali,
Behörden und Medien prognostizieren militante Aktionen, die ausbleiben
+++ Moldavien: Entführung des ERNK-Aktivisten Cevat Soyzal durch
den türkischen Geheimdienst, Soyzal ist anerkannter Flüchtling
in der BRD; er wird in der Türkei schwer gefoltert +++ Der VS verstärkt
Anwerbeversuche kurdischer Jugendlicher, Asylbewerber/innen oder vorbestrafter
Kurd/innen, Polizeistellen fordern in Flugblättern Kurd/innen zur
Denunziation auf, dem türkischen Geheimdienst gelingt mittels kollaborierender
Dolmetscher der Zugang zu kurdischen Gefangenen +++ Geld- oder Haftstrafen
(mit bzw. ohne Bewährung) aufgrund der Proteste vom 16. Februar,
Freisprüche bleiben die Ausnahme, einige Landgerichte werfen den
Angeklagten Geiselnahme und schweren Landfriedensbruch vor +++ Januar
bis April 1999: 500 Abschiebungen in die Türkei, weitere sollen
folgen +++ Die BRD besteht europaweit weiterhin auf Verhaftung und Auslieferung
mutmaßlicher PKK-Funktionär/innen +++ 24. November: in mehreren
Bundesländern werden über 90 kurdische Wohnungen durchsucht
+++ 25. November: das türkische Kassationsgericht bestätigt
das Todesurteil gegen Abdullah Öcalan +++ Winter 1999/2000: Gegen
die alljährliche Spendenkampagne finden massive Razzien und Festnahmen
statt, die Redaktion der prokurdischen Tageszeitung Özgür
Politika wird durchsucht +++
Zweitausend
+++
25. Januar: Durchsuchung von 16 Wohnungen wg."Verstoß gegen
das Vereinsgesetz, in Belgien werden auf Gesuch der BAW im Rahmen
des Schengener Abkommens 8 Mitglieder der Kurdistan-Solidaritätsbewegung
von belgischen Sonderkommandos festgenommen ihre Wohnungen und Büros
in der BRD durchsucht; Vorwurf gegen drei von ihnen: Mitgliedschaft
in einer "terroristischen Vereinigung", alle kommen am gleichen
Tag wieder frei +++
Die Chronologie ist eine überarbeitete und aktualisierte Fassung
der Veröffentlichung im KR-Kurdistan Report Nr. 97
AZADI
Rechtshilfeverein für Kurdinnen und Kurden in Deutschland e.V.
Lindenthalgürtel 102,
50935 Köln
Tel: 0221-9234497
Fax: 0221-9234499
e-mail: azadi@t-online.de
internet: www.nadir.org/azadi/
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