| Iran: Todesurteile
gegen Studenten
Teheran, 26.12.99
- Ein iranisches Gericht hat zwei Studenten wegen ihrer Rolle bei den
Unruhen in Teheran im Juli zum Tode verurteilt. Die beiden Studenten
Akbar Mohammadi und Ahmad Batebi hätten gegen den Islam Krieg geführt
und müßten dies nach dem islamischen Gesetz der Scharia mit
dem Tode büßen, so das Urteil. Bei den Unruhen im Juli waren
rund 1500 für eine demokratische Entwicklung kämpfende Studenten
festgenommen worden.
Batebi wurde Berichten zufolge wegen der Gefährdung der nationalen
Sicherheit und Unterstützung regierungsfeindlicher Propaganda
zum Tode verurteilt. Er hatte beim Vorgehen der Polizei gegen die Demonstranten
ein blutiges Hemd hochgehalten. Ein Foto dieser Szene war in westlichen
Medien verbreitet worden. Viele der Aktivisten, die die Geheimpolizei
Mitte Juli festnahm befinden sich noch heute in Haft. 700 Studenten
im Evin-Gefängnis waren der Teheraner Zeitung Nimroz zufolge am
9.12. in einen Hungerstreik getreten. Sie protestierten damit gegen
Folter und brutale Behandlung durch die Gefängniswärter. Den
Informationen zufolge wurde der Hungerstreik am 16. Dezember von Revolutionswächtern
beendet.
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