| Nach der Konferenz:
Treffen von Teilnehmer/innen in Nürnberg
Ein halbes Jahr nach der Konferenz trafen sich in Nürnberg Anfang
November ca. 50 Teilnehmer/innen aus Deutschland, um gemeinsam die Diskussion
fortzusetzen. Libertad! hatte sich auf dem Abschlußplenum in Berlin
bereiterklärte, dieses Folgetreffen auszurichten und organisierte
es gemeinsam mit Genoss/innen um das nürnberger Infobüro.
Unsicher war natürlich, wie stark das Interesse sein wird und mit
welchen Vorstellungen Auswertung und Diskussion angepackt wird. Einführende
Worte gab es aus Nürnberg und von Libertad! - und natürlich
berichtete Libertad! vom Fortgang der Diskussion im Internationalen
Komitee und der Aktivitäten seit der Konferenz.
In einer unerwartet kurzen Reflexionsrunde wurden u.a. folgende Punkte
benannt: die Konferenz und die daraus entstandenen Strukturen ermöglichen
bei bestimmten Fällen von Verhaftungen besser handeln zu können
und ein solidarisches Einsetzen für Fälle auch in anderen
Ländern als dem eigenen; die Stimmung der Konferenz war sozialistisch
(»beflügelnd«), allerdings schlug sich die allgemeine
Situation weltweit auf die Diskussionskultur nieder; die Basis der Diskussion
blieb hauptsächlich der Austausch, aber die Konferenz war eine
Möglichkeit Kontakte zu knüpfen.
Es zeigt sich, daß die Diskussion innerhalb der Gruppen seit der
Konferenz sehr unterschiedlich war. Das zeigte sich in der Diskussion
möglicher gemeinsamer Perspektiven und Vorhaben. Libertad! war
sehr bedacht darauf deutlich zu machen, daß dieses Treffen nicht
eine organisatorische Verlängerung von Libertad! ist.
Ein Ergebnis dieses Treffens war, daß AZADI, RUV, The Voice und
Libertad! es übernehmen als einen ersten Schritt in der Zusammenarbeit
dafür ein politisches Konzept zu erarbeiten. Als bereits bestehende
Kampagnen/Initiativen zum Mitarbeiten wurde zur Beteiligung und Unterstützung
der Kampagne zur Freilassung der RAF-Gefangenen und dem bundesweiten
Aktionstag 18. März gegen staatliche Unterdrückung aufgerufen.
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