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Zeitung für internationale Solidarität für die Freiheit der politischen Gefangenen!
So oder So - Die Libertad!-Zeitung - Nr. 3 / Februar 1999 - Seite 6
Zum Charakter der internationalen Konferenz
[ Inhalt Nr. 3.]

1. Tag: Ausgangsbedingungen und Situation der eigenen Arbeit

2. Tag: Analyse von Friedensverhandlungen und politischen Übergängen in ihrer Rückwirkung auf politische Gefangenen wie auf den Kampf für die Verwirklichung der Menschenrechte

3. Tag: Erfahrungen mit und Erwartungen an internationale Solidarität

Am 4. Tag diskutiert das Abschlußplenum die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, ihre Schlußfolgerungen und Vorschläge für die Möglichkeiten zukünftiger gemeinsamer Initiativen.

Die Konferenz ist international und öffentlich - aber mit Anmeldung. Veranstalter/innen sind die palästinensische Vereinigung für die Verteidigung der politischen Gefangenen Addameer, die baskischen Gestoras pro Amnistia, die Koordination der italienischen Mumia Abu Jamal-Solidaritätsgruppen sowie die Initiative Libertad! aus der BRD.

Eingeladen sind Solidaritätskomitees, Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaftler/innen, Student/innen, Angehörige, ehemalige Gefangene... Menschen aus Basisgruppen und Befreiungsorganisationen.

Diskutiert werden sollen Erfahrungen und Perspektiven möglicher Zusammenarbeit. Die Themen der Arbeitsgruppen versuchen verschiedene Aspekte staatlicher Unterdrückung und Bedingungen der Kämpfe und Bewegungen selbst zu fassen.

Vier Tage der Konferenz haben jeweils einen Schwerpunkt. Jede Arbeitsgruppe wird von einer deutschsprachigen und internationalen Vorbereitung geleitet. Zu Anfang wird der Tagesschwerpunkt erläutert und mittels Thesen und Fragen die gemeinsame Diskussion eröffnet.

Es gibt keine Referent/innen. Keine Vortrag-Nachfrage-Antwort-Struktur, sondern Thesen-Diskussion-Ergebnis. Kein Frontalunterricht, ein gleichberechtigter Arbeitsprozess aller wird angestrebt.

Wir hören zu und reden mit, wir erfahren Neues und vertiefen Bekanntes, wir diskutieren Thesen und erarbeiten Aktionsvorschläge. Es wird Informationsveranstaltungen geben; im Rahmen der Konferenz und begleitend. Aber bestimmend wird die gemeinsame Diskussion und Arbeit sein.

Keine Konferenz ist unabhängig von ihrem Austragungsort. Grundsätzlich, aber besonders auch aufgrund der Erfahrungen mit dem Verlauf internationaler Treffen in Deutschland gilt: Wer Fragen stellt, wird selbst gefragt werden. Wer Antworten möchte, muß selbst versuchen eine zu geben. In diesem Sinne soll das Berliner Treffen auch Raum und Möglichkeiten für Teilnehmer aus dem Süden bieten, in einen direkten Dialog miteinander zu treten. Und wo es kein Podium gibt, kann es auch kein Publikum geben, sondern nur die Aufforderung sich einzumischen, eigene Vorstellungen und Positionen in die Diskussion zu bringen.


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CopyLeft © Libertad! / Dokument zuletzt geändert am 11.03.2006 - 18:19
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