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So
oder So - Die Libertad!-Zeitung
- Nr. 3 / Februar 1999 -
Seite 6
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Die
Arbeitsgruppen
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AG
1: Politisches Recht und seine Verteidigung:
Die Arbeit
von Anwält/innen, Anti-Repressionkomitees, Rechtshilfegruppen und Prozeßbeobachter/innen
Politische
Verteidigung und Rechtshilfe im Spannungsverhältnis zwischen politischer
Identität der Verfolgten und den Zwängen staatlicher Rechtsordnungen.
Verteidigung
von Gefangenen, Verfolgten und Flüchtlingen in der politisch-rechtlichen
Auseinandersetzung sowohl mit der offenen Willkürherrschaft von Militärregimen,
als auch mit der verrechtlichen Sondergesetzgebung westlicher Demokratien.
Welche Gemeinsamkeiten existieren, welche Unterschiede sind festzustellen?
AG 2: Verhaftet,
verschleppt und verschwunden:
Angehörige
und FreundInnen von politischen Gefangenen und Verschwundenen
im Kampf um Schutz und Aufklärung
In der Vergangenheit
war die Arbeit von Angehörigenorganisationen immer wieder einer der Ausgangspunkte,
daß gesellschaftliches Schweigen durchbrechen werden konnte. Welche
Erfahrungen haben Angehörige und FreundInnen politischer Gefangener gemacht?
Wie ist ihr politisches Selbstverständnis, wie ihre Beziehung zu den
politischen Zielen und Beweggründen ihrer Familienangehörigen?
AG 3: Frauen
und Knast:
Patriarchale
Herrschaftsmechanismen und geschlechtsspezifische Gefängnisrepression
Mit Ausnahme
weniger Organisationen und Bewegungen bilden Frauen die Minderheit unter politischen
Gefangenen. Gleichzeitig unterliegen Frauen im Gefängnis oder bei Festnahme
besonders entwürdigender geschlechtsspezifischer Repression und Folter.
Trotzdem sind Frauen nicht nur Opfer patriarchialer Zwangsgewalt. Gibt es
spezifische Kennzeichen weiblicher Organisierung im Gefängniswiderstand?
Was sind die Erfahrungen feministischer Bewegungen und Frauengruppen mit gefangenen
Frauen als Mitglieder politischer Organisationen?
AG 4: Menschenwürde,
Widerstand und Organisierung in der Gefangenenschaft:
Erfahrungen
und Konsequenzen aus dem Kampf um politische Selbstorganisation im Gefängnis.
Widerstand
endet nicht hinter Gefängnismauern. Der Kampf um Menschenwürde in
der Gefangenenschaft war nicht selten Motor neuer gesellschaftlicher Mobilisierungen.
Wie organisierten sich politische Gefangene im Knast unter den unterschiedlichsten
Bedingungen? Was war ihre Rolle in den Bewegungen außerhalb der Knäste?
Welche Erfahrungen können sie weitergeben?
AG 5: Staatliche
Repression und Widerstand von unten:
Basisorganisationen
und soziale Bewegungen im Kampf um politische Rechte und gegen staatliche
Verfolgung
Staatliche
Repression umfaßt mehr als die Gefangenenschaft. Sie tritt sozialen
und politischen Bewegungen in vielfältigster Form gegenüber. Die
Gegenwehr der Mitglieder von Basisorganisationen, Menschenrechts- und Flüchtlingsinitiativen,
Gewerkschafts- und StudentInnenorganisationen.
AG 6: Der
Kampf um die Solidarität:
Selbstverständnis
von Solidaritätsorganisationen und Unterstützungskomitees für
politische Gefangene und Verfolgte.
Solidaritätsarbeit
ist nicht frei von inneren Widersprüchen. Verlangt politische Solidarität
die Zustimmung zu allen Worten und Taten derer, die unterstützt werden?
Was kann internationale Solidarität heute leisten? Welche
Rolle spielen Öffentlichkeit und demokratische Forderungen im Selbstverständnis
linker Solidaritätsarbeit?
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