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Flüchtlinge
gegen Residenzpflicht
[Artikel aus "deportation.class",
gemeinsame Zeitung von 'kein mensch ist illegal' und 'Libertad!' - Juni
2001, Seite 2]
Die Busse kamen aus Hamburg und München, aus Jena und Iserlohn,
aus Karlsruhe und Wolfsburg. Die 4000 DemonstrantInnen, zum großen
Teil Flüchtlinge, protestierten am 19. Mai in Berlin gegen die
sogenannte »Residenzpflicht« - ein Gesetz, das ihnen das
Verlassen zugewiesener Landkreise verbietet. Wer dennoch reist, macht
sich strafbar. Gleich tausendfach wurde am 19. Mai dieses rassistische
Sondergesetz gebrochen. Offen und bewußt als Aktion zivilen Ungehorsams,
hatten die afrikanische Selbstorganisation Voice sowie die Brandenburger
Flüchtlingsinitiative zu diesem Höhepunkt im Kampf um »Freedom
of Movement« aufgerufen. Die Kontakte in unzählige Wohnheime,
Flugblätter in über zehn Sprachen und in erster Linie das
überzeugende Auftreten vor allem afrikanischer AktivistInnen bilden
die Grundlagen einer sich ausweitenden Kampagne, die in diesem Umfang
und herkunftsländerübergreifend erstmals von Flüchtlingen
selbst initiiert wird. Ausführliche Audio-, Video- und Bildberichte
über den Anti-Residenzpflicht-Aktionstag gibt es unter:
<http://www.umbruch-bildarchiv.de>
und
<http://de.indymedia.org/2001/05/2280.html>
The Voice Africa Forum
Schillergäßchen 5, 07745 Jena
Tel.: 03641/665214,
email: THE_VOICE_Jena@gmx.de,
http://www.humanrights.de
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