Biz hepimiz PKK'liyiz Wir sind alle
PKK!
Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!
Unterstützt die kurdischen Genossinnen und Genossen!
Stellt auf allen Ebenen die Beziehung zu ihrem Widerstand
her!
-
Unterstützung heißt, den Kampf der
Kurdinnen und Kurden zur eigenen Sache machen. Ihre Sache
zu unserer Sache machen heißt, überall da, wo wir
selbst handeln, den Mund aufzumachen, sich nicht wegzuducken,
heißt, die Einheit zu suchen. Diese Einheit herzustellen
ist nicht nur eine Frage der Solidarität, sondern verlangt
das direkte Eingreifen in die deutschen Zustände, verlangt
die eigene Initiative mit den Zielen der kurdischen Bewegung
zu verbinden: in Flugblättern, auf der Straße,
in unseren Mobilisierungen.
Natürlich, die Linke in Deutschland hat
wirklich keinen Anlaß zur Selbstüberschätzung
das braucht uns niemand erzählen, wissen wir
selber. Internationalistisches Bewußtsein faßt
angesichts der Perfektion kapitalisti-scher Herrschaft und
eigener Demoralisierung schwer Fuß. Und von allen Seiten
mit vorfabrizierten Meinungen eingedeckt, ist es doppelt
schwer, sich selbst nicht aufzugeben und der eigenen Wut Ausdruck
zu geben. Aber noch immer gilt auch: Aus den gesellschaftlichen
Verhältnissen der Metropolen allein ist Befreiung nicht
möglich. Und das macht Solidarität mit dem Widerstand
der Unterdrückten zur Frage des eigenen Selbstverständnis
von Emanzipation, Freiheit und Würde.
Kurdistan wird gnadenlos eingekesselt. Unmißverständlich
ist die Botschaft der Entführung Abdullah Öcalans:
Der kurdische Freiheitswille soll nach zwanzig Jahren Widerstand
und Guerillakampf endgültig liquidiert werden. Unmißverständlich
wird auch aus Konsulatsfenstern in Berlin in die Menge geschossen.
Das ist die Botschaft von Clinton, Schröder und Netanjahu.
Und sie ist der Freibrief für die türkischen Militärs,
jetzt alles niederzumachen, bevor demokratische Defizite
von Europa wieder milde angemahnt werden.
Der kurdische Kampf um Unabhängigkeit
ist in seinem Charakter antiimperialistisch. Das ist keine
Frage linker Interpreten. Die Völker des Nahen und Mittleren
Ostens sollen es nach Arafats Frieden über die palästinensische
Revolution und fortgesetzter militärischer Angriffe der
USA endlich schlucken: Die Gesetze des Imperialismus diktieren
die Bedingungen der Freiheit. Und ohne Unterwerfung gibt
es nichts. Nicht mal das Recht auf Sprache, Kultur und Leben
unter der kemalistischen Barbarei.
Jeder Kampf hat seine eigene Dynamik. Die Verschiedenheit
der Bedingungen in Kurdistan, der Türkei und unserem
Land vergessen wir nicht. Und nichts ist überflüssiger
als die hilflose Kopie oder das Wärmen an fremden Feuern.
Der kurdische Freiheitskampf braucht das nicht und auch wir
selbst sollten es uns ersparen. Es geht um die Beziehung aus
dem eigenen Handeln. Organisiert oder individuell. Dafür
ist Emanzipation aus den Bedingungen der Unterdrückung
der Schlüssel. Dafür sind Würde und Freiheit
das entscheidende Kriterium und schaffen bei aller Differenz
die Einheit und um Parteiprogramme geht es hier jetzt
nicht.
Internationalistisch kämpfen heißt
auch dort zu siegen, wo verloren wird. Weil in Kurdistan die
Menschlichkeit besiegt werden soll, müssen wir für
Kurdistan einstehen. Und deshalb sagen wir es heute: Biz
hepimiz PKK'liyiz Wir sind alle PKK! Biji PKK
Es lebe die PKK!
An die deutsche Linke, an alle Genossinnen
und Genossen
Kurdistan ist überall. Die Netzwerke der
Solidarität mit der zapatistischen EZLN, die alten Solidaritätskomitees
für Mittel- und Südamerika, der Kampf antirassistischer
Initiativen und antifaschistischer Gruppen, die Solidaritätsbewegung
für Mumia Abu-Jamal, der Widerstand gegen den Atomstaat,
all diejenigen, die die aktuellen Mobilisierungen gegen die
EU- und G7-Gipfeltreffen im Juni vorbereiten: Alle sind aufgerufen!
Solidarität ist keine Ressortfrage, sondern Ausgangspunkt
jedes emanzipatorischen Handelns. Solidarisiert euch mit
Kurdistan und seinem Freiheitskampf, bezieht Stellung und
greift ein!
Den Freundinnen und Freunden linksradikaler
Kritik am kurdischen Freiheitskampf möchten wir sagen:
Verweilt nicht länger auf den sicheren Plätzen unverhohlener
Distanz. Sie bieten keine Sicherheit. Denn es ist klar, verliert
Kurdistan, wird auch die radikale und emanzipatorische Linke
in den kapitalistischen Metropolen nichts gewinnen.
-
Solidarität mit dem Freiheitskampf in
Kurdistan!
-
Unterstützt und besucht die kurdischen
Vereine, verteilt ihre Erklärungen und Flugblätter!
Als Zeichen der Solidarität gegen die Hetze und gesellschaftliche
Ausgrenzung! Beteiligt euch an den Initiativen der kurdischen
Bewegung, unterstützt die Newroz-Feste am 21. März!
Verteilt den Aufruf und unterschreibt
ihn!
Werdet selbst aktiv und handelt, aus euren
Zielen und Inhalten!
Solidarität mit der PKK!
-
-
26.2.1999: basis (Saarbrücken), Gruppe PAULA
(Bayern), Infostelle Kurdistan e.V., Internationalistische
Gruppe (Berlin), kein friede (Frankfurt)
-