|
Seit mehr als zehn Jahren wird von Teilen der revolutionären Linken in Europa der 19. Juni als "Internationaler Tag der Revolutionären Gefangenen" begangen. Hier die diesjährige Erklärung von Secours Rouge. Siehe auch: http://www.sri-rhi.org
19. Juli 2005: Internationaler Tag der/des Revolutionären Gefangenen
Seit mehr als zehn Jahren feiern zahlreiche Solidaritätskräfte mit den revolutionären Gefangenen den 19. Juni als "Internationaler Tag der Revolutionären Gefangenen". So werden unter den diesjährigen Initiativen eine Demonstration des Secours Rouge/APAPC in Mons, Belgien, zur Unterstützung der Militanten der independentistischen Linken in Belgiens Knästen und eine internationale Begegnung in Paris (mit dem Secours Rouge, "Lassen wir sie nicht machen" und anderen solidarischen Kräften) stattfinden.
Es ist vielleicht nicht sinnlos nochmals etwas zum Ursprung der Entscheidung für dieses Datum zu sagen. Am 19. Juni 1992 fand der Aufstand der revolutionären Gefangenen Perus in El Fronton, Lurichango und Callao statt. Das Regime hatte mit seiner Offensive gegen die Gefangenen weit ausgeholt. Die sozialdemokratische Regierung von Alan Garcia hatte die verschiedenen vorher getroffenen Abkommen mit den Gefangenenkollektiven aufgehoben und mit Versetzungen in den neuen Knast von Campo Grande, ein regelrechtes Todeslager, und in die Provinzknäste begonnen, wo die Gefangenen den Militärs völlig ausgeliefert gewesen wären. Das Leben der Gefangenen war eindeutig bedroht und sie haben sich zum Kampf für die Erhaltung ihrer Gemeinschaften in El Fronton, Lurichango und Callao entschlossen. Die Gefangenen hatten von den Erfahrungen der Knastaufstände 1986 profitiert. Folglich hatten sie sich sorgfältig vorbereitet: mit der Herstellung von Tunnels von Gemeinschaftszelle zu Gemeinschaftszelle, durch Brandbomben (mit dem Kerosen der Kocher), mit selbst gebastelten Büchsengranaten, Schleudern, Eisenstangen und Armbrüsten. Als die Regierung ihre Absicht die Gemeinschaften der Gefangenen zu zerschlagen bestätigt hatte, erhoben sich diese, nahmen Wärter fest und verbarrikadierten die sich unter ihrer Kontrolle befindenden Gebäude. Die Kommandos des Heeres, der Marine und der republikanischen Garde setzen TNT und automatische Waffen ein um den Widerstand Barrikade nach Barrikade zu brechen. Trotz des ungleichen Kampfes und Dutzenden von Gefallenen auf ihrer Seite haben die Gefangenen einen ganzen Tag gekämpft. Aber das Schlimmste sollte noch kommen. Nach der Kapitulation der Aufständischen von El Fronton befehlen die Soldaten allen Parteikadern vorzutreten und erschiessen sie sofort in Fünfergruppen. Sie werfen vierzig Körper der Gefangenen in ein Grab und lassen auf dem Körperhaufen Granaten explodieren um die Verwundeten zu erledigen. Alle Gefangenen, die während der Kapitulation die Geiseln bewacht hatten, wurden niedergeschossen. Die Überlebenden werden auf die Insel San Lorenzo gebracht, wo jeder zweite Gefangene ermordet wird. In Lurichango schiessen die Kommandos 112 entwaffnete Gefangene nach der Aufgabe nieder, darunter alle Parteikader. Sie fragen einen der Gefangenen wer unter ihnen Antonio Diaz Martinez ist - er hatte den Widerstand im Knast angeführt. Der Gefangene sagt nichts: er wird sofort mit einem Mundschuss niedergemacht. Dieselbe Frage wird an einen weiteren Gefangenen gerichtet, der sich auch weigert zu antworten: er wir auf dieselbe Weise niedergemacht. Ein dritter weigert sich zu antworten: abgeschossen. In diesem Moment greift ein Zinker ein und zeigt auf den verwundet am Boden liegenden Diaz. Die Soldaten befragen ihn, er verweigert die Antwort, sie schiessen ihn nieder. An jenem 19.Juni 1992 fanden 250 Gefangene den Tod. Dieses Massaker fand auf Befehl der sozialdemokratischen Regierung der APRA von Alan Garcia während dem Kongress der Sozialistischen Internationale in Lima statt, als Kontinuität der blutigen sozialdemokratischen Tradition des Massakers von revolutionären Gefangenen. Wie der Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Berlin 1919 durch die Junker auf Befehl der sozialdemokratischen Minister Noske und Scheidmann; wie der Mord an den Gefangenen der RAF in Stammheim 1977 auf Befehl des sozialdemokratischen Kanzlers Helmut Schmid. Der Willen die revolutionären Gefangenen zu brechen (und folglich vor allem die Gemeinschaften, die sie in den Knästen bilden können) ist überhaupt nicht zufällig. Die Gefangenen sind eine dermassen wichtige Sache im Klassenkampf, dass die reaktionären Regimes ohne zu zögern zur Folter und zum Massenmord zu greifen um ihre Ziele zu erreichen. Diese Ziele sind vielfältig: der/die gefangene Militante sieht seine/ihre politische Aktivität beendet oder jedenfalls stark beeinträchtigt, so schwächt das Regime sein gegnerisches Lager; die Gefangenschaft der Militanten dient zur Einschüchterung der politisierten aber zögerlichen Personen, um sie davon abzubringen am Kampf gegen das Regime teilzunehmen; das Regime greift die Person selbst des/der militanten Gefangenen an und versucht seinen Kampfwillen zu brechen; das Regime will jene unter den politischen Gefangenen instrumentalisieren, die dem körperlichen und/oder psychologischen Druck nicht standhalten (die Gefangenen, die er zum Abschwören bringen wird, werden für seine Propaganda benutzt um innerhalb der unterdrückten Klassen Entmutigung, Resignation und Demobilisierung zu verbreiten). Die auf dem Spiel stehende Frage ist ebenfalls vom Gesichtspunkt der RevolutionärInnen vielfältig, ein befreiter Gefangener ist ein kampfstarker Militanter mehr im Lager der Revolution (oder auch, das Ende des Isolationsregimes erlaubt einem/r Gefangenen dem revolutionären Kampf über seine/ihre Schriften nützlich zu sein); die Befreiung einer/s Gefangenen durchzusetzen beweist, dass solidarischer Kampf und Mobilisierung wirkungsvoll sein können; die Befreiungskampagnen sind ein Mittel zur Verbreitung der Ideen der revolutionären Gefangenen; die Unterstützung der revolutionären Gefangenen hat einen ideologischen Wert, er bereitet den kleinbürgerlichen Illusionen vom «neutralen» Staat, vom «Rechtsstaat» und dem «demokratischen» Staat ein Ende; die Verteidigung der Gefangenen erlaubt es, Leute bewusst zu machen und zu bilden, die bislang ausserhalb des revolutionären Kampfes waren.
Darum lohnt es sich, die politischen Gefangenen aktiv zu verteidigen, das heisst jene Leute, die auf Grund ihrer politischen Überzeugungen gefangen sind. Dazu gehören Meinungsgefangene und Gefangene, die illegale oder "paralegale" Handlungen durchgeführt haben. Das ist eine wichtige Präzisierung, weil die demokratischen Regimes versuchen, die Kategorie der «politischen Gefangenen» auf die der «Meinungsgefangenen» zu beschränken; für die anderen, die nicht bloss eine Meinung ausgedrückt sondern auch illegale Handlungen durchgeführt haben, wird meistens die Kategorie «TerroristIn» verwendet. Da das Regime alle jene unterdrückt, die seine Ordnung in konsequenter Art und Weise in Frage stellen (das heisst, indem sie sein Gewaltmonopol in Frage stellen), gibt es ausser kommunistischen Gefangenen anarchistische Gefangene, Gefangene aus den nationalen Befreiungskämpfen, aus dem radikalen Umweltkampf oder auch aus den rassistischen, religiösen, chauvinistischen und faschistischen Kämpfen.
Die Kommission für eine Internationale Rote Hilfe verteidigt die Gefangenen der folgenden Kategorien: - Kommunistische Gefangene, weil die Rote Hilfe der internationalen kommunistischen Bewegung verbunden ist, auch wenn ihr politischer und ideologischer Rahmen nicht eng kommunistisch ist (die Arbeit der Roten Hilfe ist denen sehr offen, die, ohne KommunistInnen zu sein, es akzeptieren mit KommunistInnen über die Frage der Antirepression zusammenzuarbeiten). - Anarchistische Gefangene, weil jenseits der theoretischen Divergenzen sowohl KommunistInnen als auch AnarchistInnen alle für eine bessere Gesellschaft ohne Klassen, die von der Gangräne des Kapitalismus befreit ist, kämpfen. - Militante GewerkschafterInnen, die wegen Klassenkampfhandlungen im Gefängnis sind. - Gefangene Militante, die für ihren Aktivismus in den Bewegungen sitzen, die mehr oder weniger eine antikapitalistische und antiimperialistische Logik vertreten (PazifistInnen, Antiglobalisierung, usw.). - Die aus den nationalen Befreiungskämpfen herkommenden Gefangenen und die independentistischen Gefangenen, die gegen die Unterdrückung eines Zentralstaates kämpfen, wobei wir eine scharfe Trennungslinie ziehen zwischen dem Nationalismus mit internationalistischen Prinzipien (Friede und Freundschaft unter den Völkern, Selbstbestimmungsrecht der Völker, Achtung ihrer Minderheiten und den Elementen des Volkes und des Proletariats, die ihrer Nationalität fremd sind) und dem Nationalismus mit chauvinistischen Prinzipien (die der eigenen Nationalität Rechte einräumt, die einer anderen vorenthalten werden, Privilegien, die durch historische, rassistische, religiöse und andere Thesen gerechtfertigt werden). Genauso wie die Rote Hilfe die Unterstützung von Gefangenen der chauvinistischen nationalistischen Kräfte ausschliesst, so weigert sie sich zugunsten von politischen Gefangenen zu handeln, die für religiöse, reaktionäre, faschistische, rassistische, usw. Anliegen und allgemein für Anliegen stehen, die den Interessen der ProletarierInnen und des Volkes widersprechen.
Die Verteidigung der politischen Gefangenen ist nicht sehr nützlich wenn sie im Sinne des bürgerlichen Humanismus geführt wird. In diesem Rahmen wird die Gefangenschaft der Revolutionärin und des Revolutionärs als legitim vertreten, falls sie «formell» und in ihrer Art «anständig» ausgeführt wird. Die nützliche Linie liegt innerhalb des Rahmens des Klassenkampfes, der einige Prinzipien voraussetzt. - Die Förderung des Widerstandes der Gefangenen und die Verurteilung der "Reuigen"; wir können uns subjektivistische Erklärungen (wie etwa: «ich weiss ja nicht, ob ich das ausgehalten hätte, darum werfe ich keinen Stein gegen die, die es nicht ausgehalten haben») nicht leisten, denn solche würden sich im Nachhinein gegen die Gefangenen auswirken, indem sie den gegen sie ausgeübten Druck verstärken. - Die ideologische Kampagne über die Fragen der Legitimität und der Legalität unaufhörlich führen. Die Bekennung zur Legitimität des revolutionären Kampfes muss auch dann immer stattfinden, wenn es sich um Gefangene handelt, deren politische und strategische Entscheidungen weit von denen der KommunistInnen entfernt sind. - Auf die Gegensätze zwischen den demokratischen Ansprüchen des Regimes und seiner repressiven Praxis hinweisen, aber das unbedingt ohne das bürgerliche demokratische Ideal zu legitimieren, sondern unter Hervorhebung seines künstlichen und vorübergehenden Charakters. Das Interesse des imperialistischen Bürgertums ist, dass die Illusionen über das demokratische Wesen seiner Macht erhalten bleiben, und wir können diese Waffe gegen den Feind umkehren indem wir ihn, als Preis zur Erhaltung dieser ideologischen Vorkehrung, dazu zwingen die politischen Gefangenen zu entlassen. - Wir müssen die Lage der Gefangenen so stark wie möglich polarisieren, ihren Widerstand aufwerten, damit ihre Person und ihre Aktion ein Zentrum des Interesses werden. Auch in diesem Bereich wird das Regime zur Wahl des geringeren Übels gezwungen, und es ergibt sich ein Gleichgewichtpunkt, wo es mehr verliert als gewinnt wenn es einen Gefangenen drinnen hält, während es durch dessen Freilassung hoffen kann das Interesse für die revolutionäre Sache zu mindern. - Im eben umrissenen Rahmen ist die Zusammenarbeit mit den progressistischen Organisationen wünschenswert, sie erlaubt die Ausweitung der Medienwirksamkeit und Mobilisierung.
Die Unterstützungskräfte müssen den Widerstand der Gefangenen fördern und Abschwörungen öffentlich anklagen, weil jede Abschwörung von der Staats- und Medienpropaganda als Zeichen der Ewigkeit des kapitalistischen Systems und der Sinnlosigkeit jeglichen Widerstandes benützt wird; weil der Einsatz nicht vor den Toren eines Gefängnisses aufhört; der/die Militante sollte die eigene Verantwortung im Knast mehr als anderswo wahrnehmen, gerade weil sie/er damit zur politischen Frage wird; und weil ein/e nachgebende Gefangene/r dem Staat damit eine Waffe gegen die anderen Gefangenen in die Hände spielt. Der Staat wird ermutigt auf diesem Wege fort zu fahren. Er wird vom Gefangenen selbst in seiner Politik der Erpressung und des Druckes legitimiert. Ein/e sich aufgebende/r Gefangene/r verrät nicht bloss die eigene Sache, sondern verschlechtert und verschlimmert die Lage aller anderen politischen Gefangenen.
Darum muss das Gedenken an den Widerstand der kommunistischen Gefangenen in El Fronton, Lurichango und Callao aufrechterhalten werden. Den 19.Juni als «Internationaler Tag der Revolutionären Gefangenen» zu feiern ist eine Ehrerbietung für die 250 vom sozialdemokratischen Regime von Alan Garcia ermordeten Gefangenen. Hinter dieser Zahl 250 stehen zweihundertfünfzig Männer und Frauen, die ihr Leben den Interessen ihres Volkes gewidmet haben, die grenzenloses Heldentum bewiesen haben indem sie einen genau so ungleichen wie entschlossenen Kampf geführt haben. Darum ist das Wenigste, was wir in dieser Mitteilung, die auch ein Akt des Gedenkens ist, tun können, jeder und jedem und ihnen allen unsere Ehrerbietung zu erweisen.
Darum, in Erinnerung an Ainsi donc, honneur à Humberto ACARO CHAPILLIQUEN (tué à Lurigancho), Oscar ACEVEDO ABAD (tué à El Fronton), José Manuel AGUERO AGUIRRE (tué à El Fronton), Manuel Johny AGUILAR CARRASCO (tué à Lurigancho), Melchor ALARCON CORONADO (tué à El Fronton), Teodorico Teobaldo ALBORNOZ PIMENTEL (tué à Lurigancho), Oscar ALTAMIRANO DIAZ (tué à Lurigancho), Héctor Tulio ALVARADO CORNEJO (tué à El Fronton), Hugo Moisés ALVARADO MEDINA (tué à Lurigancho), Javier Luis ALVAREZ SARAVIA (tué à El Fronton), Manuel Juan ANGULO ANDIA (tué à El Fronton), Marcial APARI PALOMINO (tué à El Fronton), Juan Carlos APONTE SILA (tué à El Fronton), José Pablo ARANDA CONTRERAS (tué à Lurigancho), Osvaldo Enrique AREVALDO VALDERRAMA (tué à Lurigancho), Julio Angel ARI SALDIVAR (tué à Lurigancho), Antonio ARNAO HUERTAS (tué à Lurigancho), Ricardo Andres ARNAO YAMASHIRO (tué à El Fronton), René Wilfredo AROTINCO QUISPE (tué à Lurigancho), Alfonso Joel ASCENSIOS BORJA (tué à El Fronton), Aurelio Nilo ASENJO LOZANO (tué à Lurigancho), Teodoro AUCAPUCLLA AGUADO (tué à Lurigancho), Carlos Eduardo AYALA AGUILAR (tué à El Fronton), , Guillermo BARRIENTOS LAURA (tué à El Fronton), José Alfredo BORJA RODRIGUEZ (tué à Lurigancho), José Luis BURGA ALVA (tué à El Fronton), Manuel Rolando CABRERA HERNANDEZ (tué à Lurigancho), Marical CACERES LARA (tué à Lurigancho), Félix CALDERON LLANOS (tué à El Fronton), Hortensio CALLE HERNANDEZ (tué à El Fronton), José Antonio CAMACHO ESQUEN (tué à El Fronton), Pascual CAMARA MONTALVO (tué à El Fronton), Pelayo CAMASI HUAMAN (tué à El Fronton), Honorio CAMPOS VERGARA (tué à Lurigancho), Joel CANAHUALPA VALENZUELA (tué à El Fronton), Teodoro CANALES CRUZADO (tué à El Fronton), Celso Nazario CAÑARI VASQUEZ (tué à Lurigancho), Gabriel Elvis CARBAJAL ARTEAGA (tué à Lurigancho), Andrés CARBAJAL ORDOÑEZ (tué à El Fronton), Javier Fabian CARHUAPOMA LOPEZ (tué à Lurigancho), José Luis CARLOS OSCATEGUI (tué à El Fronton), Reynaldo CARLOS OSCATEGUI (tué à El Fronton), Iván Alberto CASSARETO RAMIREZ (tué à Lurigancho), Jorge CASTILLO ORMEÑO (tué à Lurigancho), Genaro CASTILLO PAREDES (tué à Lurigancho), Anatolio CAYHUALLA CCENCHO (tué à Lurigancho), Eugenio Fermin CHAMPE SOLANO (tué à Lurigancho), Alejandro CHANCASAMEMPA CASTRO (tué à El Fronton), Raúl CHANI MORALES (tué à Lurigancho), Mabel CHAVARRY ALVA (tuée à Callao), Nildo Lionel CHAVEZ DIAZ (tué à Lurigancho), Segundo Alcibiades CHAVEZ DIAZ (tué à El Fronton), Dante CHAVEZ GARCIA (tué à Lurigancho), Tomás CHOCCE HUAMAN (tué à Lurigancho), Walter CHONG-LONG GASCO (tué à El Fronton), Oscar Neald CHULLUNCUY PRADO (tué à El Fronton), Santos COBEÑAS YOVERA (tué à El Fronton), José Antonio COLLANTES PALOMARES (tué à El Fronton), Policarpo CONDORI VARGAS (tué à El Fronton), Juan CRISOSTOMO CRISANTE (tué à El Fronton), Pedro Freddy CRUZATT CARDENAS (tué à El Fronton), Gregorio CUBA HUAMAN (tué à Lurigancho), Paúl CRUCINTA ACHULLE (tué à Lurigancho), Alfonso CRUZ VILCHEZ (tué à Lurigancho), Máximo DE LA CRUZ GOMEZ (tué à Lurigancho), Delfín DIAZ BLAS (tué à Lurigancho), Antonio Emilio DIAZ MARTINEZ (tué à Lurigancho), Benjamin DIPAZ QUISPE (tué à Lurigancho), José Fernando DOMINGUEZ BERROSPI (tué à Lurigancho), Luis Alberto DONGO TERNERO (tué à Lurigancho), Roberto DURAND SANDOVAL (tué à El Fronton), Norberto DURAND UGARTE (tué à El Fronton), Dante Gabriel ESCOBAR BERMEJO (tué à El Fronton), Héctor Lisandro ESCOBAR BERMEJO (tué à El Fronton), Gustavo ESCOBEDO TAMBO (tué à Lurigancho), César Augusto ESCUDERO ALVAN (tué à El Fronton), Jesús Alex ESPETIA ANCCO (tué à Lurigancho), Jaime ESPIRITU ESPINOZA (tué à Lurigancho), Julio Alberto ESPINOZA (tué à El Fronton), Luis Alberto FARFAN FACUNDO (tué à El Fronton), Hugo FERNANDEZ MELO (tué à Lurigancho), Andrés FERNANDEZ RODRIGUEZ (tué à Lurigancho), Wilfredo FERREL IRIGOYEN (tué à Lurigancho), Guillermo FILOMENO ALVARADO (tué à Lurigancho), Téofilo FLORES POMA (tué à El Fronton), Carlos Alberto FLORES TAPIA (tué à Lurigancho), Alfredo Orlando FUSTER RIOS (tué à Lurigancho), Pedro Pablo GALLEGOS VILLAJUANA (tué à Lurigancho), Oscar GARCIA RAMIREZ (tué à El Fronton), José Edwin GARCIA VALLEJO (tué à El Fronton), Oswaldo Luis GAVIDIA GUTIERREZ (tué à Lurigancho), Cecilio GLANDEL PRUDENCIO (tué à Lurigancho), Vincente León GOMEZ MARTINEZ (tué à El Fronton), Daniel GOMEZ MENDOZA (tué à Lurigancho), Claudia GONZALES BARBAREN (tué à El Fronton), Alfonso Esteban GONZALES TORIBIO (tué à El Fronton), Antonio Asunción GONZALES VALENCIA (tué à El Fronton), Alberto Gerardo GUERRERO HURTADO (tué à El Fronton), Antonio GUEVARA ARTEAGA (tué à El Fronton), José Luis GUEVARA ORTIZ (tué à Lurigancho), David Javier GUEVARA TORRES (tué à El Fronton), Fernando GUTIERREZ ASTO (tué à Lurigancho), Zenón Agripino GUTIERREZ ESCOBAR (tué à Lurigancho), Alejandro GUTIERREZ POMA (tué à El Fronton), Armando GUTIERREZ ROQUE (tué à Lurigancho), Saúl HENRIQUE EGOAVIL (tué à Lurigancho), Jorge Alfredo HEREDIA AREVALO (tué à Lurigancho), Lorenzo HILARIO DE LA CRUZ (tué à El Fronton), Santos Candelario HUAMAN ASTUVILCA (tué à El Fronton), Julio HUAMAN FERNANDEZ (tué à Lurigancho), Alipio Florentino HUAMAN MORALES (tué à Lurigancho), Adrián HUAMAN QUISPE (tué à Lurigancho), Antonio Abad HUAMANI RAMOS (tué à El Fronton), Dionisio Félix HUAMAN TERRAZAS (tué à Lurigancho), Porfirio HUARCAYA TORBISCO (tué à Lurigancho), Juan Pedro HUAYRA MATAMOROS (tué à El Fronton), José Wenceslao IPARRAGUIRRE CUBA (tué à El Fronton), Lincoln Edwin JARA FACUNDO (tué à El Fronton), Demetrio JULCA BALTAZAR (tué à Lurigancho), Javier JULCA QUISPE (tué à Lurigancho), Victor Wilfredo LEON HUAMAN (tué à El Fronton), Luis Alberto LAVADO MIRANDA (tué à Lurigancho), César Augusto LEANDRO MENDOZA (tué à Lurigancho), Augustin LEGUIA CCORISONCO (tué à Lurigancho), Edgardo LIZANO ZABARBURU (tué à El Fronton), Julio César LOBATON BALCAZAR (tué à El Fronton), Jacinto LUJAN GONZALES (tué à El Fronton), Rafael LLAMOCCA TAYPE (tué à El Fronton), Virgilio Timoteo MAMANI CHAMBE (tué à Lurigancho), César MAMANI VARGAS (tué à Lurigancho), Julián MANCHA QUISPE (tué à El Fronton), Victor Nicolás MANRIQUE OLIVARES (tué à El Fronton), Juan Levi MARIN DAVILA (tué à El Fronton), Ricardo MARTINEZ VARGAS (tué à Lurigancho), Martin MEDINA ALVARADO (tué à Lurigancho), Claudencio MENDOZA REYES (tué à El Fronton), Narciso MITMA HUARANCCA (tué à Lurigancho), John René MONTENEGRO VALENCIA (tué à El Fronton), Justo Eduardo MONTOYA VALDERRAMA (tué à El Fronton), Francisco MORON GUILLEN (tué à El Fronton), Rubén Dario MOSCOSO CACERES (tué à El Fronton), Zósimo MUÑOZ TOVAR (tué à Lurigancho), Marco Antonio NAGAJATA DAZA (tué à El Fronton), Eucario NAJARRO JAUREGUI (tué à Lurigancho), Victor Raúl NEYRA ALEGRIA (tué à El Fronton), Sixto NICASIO GERONIMO (tué à El Fronton), Norberto Américo NUNCEBAY BARDALES (tué à Lurigancho), Modesto OCHOA RAMIREZ (tué à Lurigancho), Marino OLARTE HUAYLLANI (tué à Lurigancho), Walter Napoleón ORTIZ LOPEZ (tué à El Fronton), Canción OSORIO ONCOY (tué à El Fronton), Fabián ORORIO ONCOY (tué à El Fronton), Saúl PADILLA DIAZ (tué à Lurigancho), Fanor PADILLA MAGUIÑA (tué à Lurigancho), Juan PARADO CHANCAHUALLA (tué à El Fronton), Abel PARCO PARADO (tué à El Fronton), Luis Alberto PAREDES CHAUCA (tué à Lurigancho), Claudio PARICAHUA QUISPE (tué à El Fronton), Victor PEÑA MARTINEZ (tué à Lurigancho), Luis PEREZ JIMENEZ (tué à El Fronton), Ricardo Jorge PEZO JULA (tué à El Fronton), Carlos René PINEDO MARIÑO (tué à Lurigancho), Pedro POMA HUAMANI (tué à El Fronton), Tiberio POMA SULCA (tué à El Fronton), Jesús PONCE CAYSAHUANA (tué à Lurigancho), Manuel PONCE VILLEGAS (tué à Lurigancho), Tiberio POVEZ SOTO (tué à El Fronton), Orlando PUMA TURPO (tué à El Fronton), Ricardo Américo PURE RIVERA (tué à Lurigancho), Heriberto QUICAÑO SUAREZ (tué à El Fronton), Antedoro QUISPE CAMAYO (tué à El Fronton), Hernán QUISPE CHIPANA (tué à El Fronton), Nilo QUISPE HUAMANI (tué à Lurigancho), Esteban QUISPE PEREZ (tué à Lurigancho), Joel Francisco QUISPE ROJAS (tué à El Fronton), Pedro QUISPE VALCAZAR (tué à El Fronton), Román Romualdo RAMOS ESCOBAR (tué à Lurigancho), Prudencio Celestino RAMOS GALA (tué à El Fronton), Félix Adolfo REBOLLEDO HERRERA (tué à Lurigancho), Isaac REGALADO ASTO (tué à Lurigancho), Gregorio REMIGIO DIOSES (tué à Lurigancho), Catedro REQUEJO MESTANZA (tué à Lurigancho), Segundo Alejandro REQUEJO MESTANZA (tué à Lurigancho), Alberto RETAMOZO BARRON (tué à El Fronton), José RIVERA DAVILA (tué à El Fronton), Evaristo Miguel ROJAS FLORES (tué à El Fronton), César Arturo ROJAS YUPANQUI (tué à El Fronton), Conrado RONDO URETA (tué à Lurigancho), Hugo Alfonso RUIZ DE CASTILLA LOZANO (tué à El Fronton), Jaime Augusto RUIZ DE CASTILLA LOZANO (tué à Lurigancho), Carlos Leonidas RUIZ ORE (tué à Lurigancho), César Raúl SAENZ ROMAN (tué à El Fronton), José Manuel SALAS MATOS (tué à El Fronton), Humberto SALVATIERRA GUITERREZ (tué à Lurigancho), Rubén Antonio SANCHEZ MIRANDA (tué à El Fronton), Beatriz Lucia SARMIENTO RAMOS (tuée à Callao), Julio SAYAS SANCHEZ (tué à El Fronton), José Fabián SAYRE HEREDIA (tué à El Fronton), Donato SAYRETUPAC FLORES (tué à El Fronton), Edgar SICHA ROMANI (tué à El Fronton), Salvador SILVA CORONADO (tué à El Fronton), Héctor Delfin SIMON CCOLLANA (tué à Lurigancho), Roberto SUAREZ CONDE (tué à El Fronton), Mariano SULCA TANTA (tué à El Fronton), José Antonio TABOADA CAMACHO (tué à Lurigancho), Julio César TABOADA CAMACHO (tué à El Fronton), Jesus Manuel TICONA ALVARADO (tué à El Fronton), Efrén Eloy TICONA CONDORI (tué à Lurigancho), Julio Armando TINEO ROJAS (tué à Lurigancho), Hernán Victor TINEO SUASNABAR (tué à Lurigancho), Juan José TOLEDO GODOY (tué à Lurigancho), Luis TOLEDO POMA (tué à Lurigancho), René Carlos TOMAYRO FLORES (tué à Lurigancho), Edgar Emilio TORIBIO MANRIQUE (tué à Lurigancho), Julio César TORRES PEREZ (tué à Lurigancho), Aquiles TORRES ROJAS (tué à El Fronton), Máximo TRINIDAD HURTADO (tué à Lurigancho), Emilio TRINIDAD OROSCO (tué à Lurigancho), Pedro Pablo TRINIDAD OROSCO (tué à Lurigancho), Simeón TRUYENQUE DIAZ (tué à Lurigancho), Armando TULICH MORALES (tué à El Fronton), José TULICH MORALES (tué à El Fronton), Pablo UGARTE RIVERA (tué à El Fronton), Gabriel UGARTE RIVERA (tué à El Fronton), José VALDIVIA DOMINGUEZ (tué à El Fronton), Narciso Alejandro VALENCIA AGUILAR (tué à Lurigancho), Orestedes Ausberto VALVERDE REYES (tué à Lurigancho), Enrique VARAZ RUIZ (tué à El Fronton), Jacob VARGAS MONTES (tué à Lurigancho), Enrique Félix VARGAS RUIS (tué à El Fronton), César VASQUEZ ORREGO (tué à El Fronton), Ricardo VELEZ CASTELLANOS (tué à El Fronton), Jorge Miguel VEREAU LUJAN (tué à Lurigancho), Victor Felipe VIDAL MARIÑO (tué à Lurigancho), Jorge VILA MOJONERO (tué à Lurigancho), Luis Alberto VILA MORALES (tué à Lurigancho), Alfonso VILCHEZ GUTIERREZ (tué à Lurigancho), Victor VILLALOBOS ZAMORA (tué à Lurigancho), Carlos Williams VIVANCO HUAMANI (tué à El Fronton), Ignacio YAROLLANCE CCENCE (tué à Lurigancho), Reiner José YEPES ROSAS (tué à Lurigancho), Julio César ZAMBRANO PACHECO (tué à El Fronton), Rómulo ZARATE GONZALES (tué à Lurigancho), Edgar Edison ZENTENO ESCOBAR (tué à El Fronton), William Hans ZENTENO ESCOBAR (tué à El Fronton), Victor Raúl ZORRILLA ARAMBURU (tué à Lurigancho).
Internationale Kommission für eine Internationale Rote Hilfe (Brüssel-Zürich)
[ document info ]
CopyLeft
© So Oder So
Dokument veröffentlicht am 22.06.2005 um 10:09 Uhr durch OnlineRedaktion
zuletzt geändert am
22.06.2005 - 09:09
[HOCH] Artikel
kommentieren (0) empfehlen drucken
verfassen oder
versenden:
|