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Baskenland: 700 politische Gefangene im Hungerstreik
Unbefristeter Kampf für den politischen Status

 

Nach vielen vorausgegangen Kämpfen und - seit Januar 2005 mehreren Protestaktionen in verschiedenen Gefängnissen, sind seit Dienstag, den 15. März 2005, erneut 700 baskische politische Gefangene im Hungerstreik.

Baskenland: 700 politische Gefangene im Hungerstreik
Unbefristeter Kampf für den politischen Status

Nach vielen vorausgegangen Kämpfen und - seit Januar 2005 mehreren Protestaktionen in verschiedenen Gefängnissen, sind seit Dienstag, den 15. März 2005, erneut 700 baskische politische Gefangene im Hungerstreik. Die elementaren Rechte der Gefangenen sollen beachtet, der politische Status anerkannt und die Gefangenen ins Baskenland (zurück) verlegt werden. Auch, damit sie an den politischen Prozessen dort teilnehmen können. Das Kollektiv der Politischen Gefangenen (EPPK) fordert von der spanischen und französischen Regierung die "Verschleppungen" zu beenden, wodurch die Gefangenen über beide Staaten zerstreut würden. "Wir fordern unsere Repatriierung und den Respekt vor allen unseren Rechten", heisst es in der Erklärung des EPPK. Seit Mitte der 80er Jahre werden baskische politische Gefangene in weit vom Baskenland entfernte Gefängnisse verschubt, um sie von ihren familären und gesellschaftlichen Verbindungen zu isolieren.

Die baskischen politischen Gefangenen sind genau ein Jahr nach Antritt der PSOE-Regierung in den Hungerstreik getreten. Obwohl die Regierung Dialogbereitschaft signalisiert, sind heute mehr Basken aus politischen Gründen im Gefängnis als zu Zeiten des Dikatators Franco. Legale baskische Organisationen und politischen Parteien, wie Heri Batasuna sind genauso verboten wie baskische Zeitungen. Gegenwärtig findet eine Kette von Massenprozessen gegen Angehörigen- und Solidaritätsorganiusationen statt.

Auf die verschiedenen Proteste seit Januar - so die EPPK - hätten der französische und der spanische Staat nur mit "Strafmaßnahmen" geantwortet. So wurden Disziplinarstrafen verhängt, die Kommunikation unter den Gefangenen und mit ihren Angehörigen unterbunden und verschärfte Isolationsmaßnahmen ergriffen worden. "Deshalb gehen wir einen neuen Schritt mit diesem unbefristeten Hungerstreik", heisst es in der Erklärung des EPPK. Und: "Wir bestätigen unsere Bereitschaft, mit der Dynamik im unbefristeten Kampf fortzufahren, bis uns alle unsere Rechte und unser politische Status anerkannt werden".

Libertad! ist solidarisch mit dem Kampf der baskischen politischen Gefangenen und unterstützt ihre Forderungen.


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Dokument veröffentlicht am 18.03.2005 um 11:51 Uhr durch OnlineRedaktion
zuletzt geändert am 17.06.2005 - 07:31
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