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Nach Ende der Olympischen Spiele und der meisten Großbauprojekte verschärft der griechische Staat seine Politik gegenüber den Arbeitsmigrant/innen.
Hände weg von den MigrantInnen - Solidarität ist unsere Waffe Das Ende der Olympischen Spiele und der meisten Großbauprojekte ist ein Punkt, wo der griechische Staat seine Politik gegenüber den ArbeitsmigrantInnen aufs Neue bestätigt. Eine neue Periode bricht an, weil eine Vielzahl der konsumierbaren Sklaven, die den "grossen Ideen" der Bosse dienten, jetzt überflüssig sind. Zusätzlich ist diese Periode gekennzeichnet von einem erweiterten repressiven Angriff auf Widerständische im Gleichschritt mit dem weltweiten "Anti"-Terror-Feldzug der Herrschenden. Und eine der Bestrebungen des griechischen Staates ist es, gepanzerte Grenzen zu schaffen gegen die, die aus Kriegsgebieten flüchten.
So befinden wir uns vor der Operation "Gesetz und Ordnung", wie sie von Innenminister P. Paulopoulo präsentiert wurde, die die Begrenzung der Zahl der MigrantInnen, ihre Registrierung und Kontrolle zum Ziel hat. Und so soll ein neuer Rahmen geschaffen werden, um die Interessen der Bosse zu gewährleisten. Die Bewegung soll nach dem Bedarf der Wirtschaft kontrolliert werden und die Überlebensmöglichkeiten der MigrantInnen erstickt. Diese Operation heisst in der Praxis: verschärfte Terrorisierung und Einschüchterung der MigrantInnen durch den Unterdrückungsapparat. Ausserdem findet eine parallele Unterstüzung durch die Massenmedien statt, die den national-rassistischen Nährboden schaffen, um breitere Gesellschaftsteile einzubeziehen. Momentane Methoden dieser Operation sind die weitverbreiteten Progrome gegen albanische MigrantInnen durch staatliche und paramilitärische Banden nach einem Fussball-Länderspiel Anfang September 2004 gewesen. Die tägliche Massenabschiebung, hunderte von Mördern an den Grenzübergängen, die Minenfeldgrenzen, die Versenkung der Schrottschiffe, die "zufälligen" Schüsse bei polizeilichen Strassenkontrollen, die alltäglichen Schläge und Demütigungen in Polizeiwachen, die Sammellager, die Rückendeckung der gesamten demokratischen Staatsinstitutionen für die Bullen, Zuhälter und Vergewaltiger von Migrantinnen.
Momentane Methoden dieser Operation waren auch die Folterungen, die Anfang Dezember 2004 dutzende afghanische Migranten in einem Wohnhaus in der Pipinoustrasse in Athen und in der nahegelegenen Polizeiwache von Ag. Panteleimona. Dorthin wurden die Migranten gebracht, um Information zu beschaffen über einen afghanischen Migranten, der aus dieser Wache ausgebrochen war.
Momentane Methode dieser Operation waren ebenfalls das tagelange Verprügeln von gefesselten und wehrlosen Menschen in den Polizeikellern von Ag. Panteleimona, die Folter, das Nacktausziehen und die Vergewaltigungsdrohungen gegenüber Minderjährigen, die Prellungen und Verletzungen, die geschundenen Körper der gequälten und gejagten Menschen, die Angst in den Augen derer, die auf ihrer Haut die staatliche Bestialität erleben mussten.
Gegen die systematische Gewalt des Staates und der Bosse - setzen wir auf soziale Praktiken der Gegengewalt und tragen zur Verschärfung der sozialen und Klassenkämpfe bei.
Eine wichtiger Moment unter anderen dieses Kampfes war der Demonstrationszug am Freitag 24.12.2004 zu der Polizeiwache Ag. Panteleimona, wo etwa 150 wütende AnarchistInnen, antiautoritäre und autonome GenossInnen die Wache angegriffen und das Gebäude, sowie umherstehende Polizeiautos stark beschädigt haben (eine Wache, die schon gesellschaftlich stigmatisiert war nach den Foltervorwürfen, die an Guantanamo und Abu Ghraib errinnern).
Die Repressionsorgane haben nach diesem sozialen Wutausbruch 18 Leute in Gewahrsam genommen und ein Genosse wurde festgehalten, der die Rache der Staatsdiener erleben musste. Es ist der Genosse N.M., der aus Solidarität mit den Migranten an der Demonstration teilgenommen hatte, der aber alle Vorwürfe gegen ihn zurückweist. Seine Verhaftung hatte noch eine Solidaritätswelle ausgelöst und er wurde am 29.12. wieder freigelassen, aber mit Auflagen.
Der Angriff auf die Polizeiwache Ag. Panteleimona ist eine Tat der sozialen Gerechtigkeit und hat dazu beigetragen, dass die Stimme der sozialen und Klassensolidarität weiter gehört wurde als in dieser kleinen Ecke. Es ist eine Solidarität der Unterdrückten im Kampf gegen die Herrschaft von Staat und Kapital, im Kampf gegen die Barbarei und die alltäglichen Verbrechen dieser Herrschaft.
KEIN VERBRECHEN VON STAAT UND KAPITAL LASSEN WIR OHNE ANTWORT - GEWALT GEGEN DIE GEWALT DER HERRSCHENDEN
30. Dezember 2004
Offene anarchistische und antiautoritäre Versammlung
Quelle: http://www.geocities.com/anar_gr
Übersetzung: Anarchosyndikat "eduCat" (http://anarchosyndikalismus.org)
================================ http://www.ainfos.ca/05/jan/ainfos00098.html (en) Greece, Athens, HANDS OFF THE IMMIGRANTS ! SOLIDARITY IS OUR WEAPON! anarchist assembly Sat Jan 08 09:24:26 GMT 2005
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© So Oder So
Dokument veröffentlicht am 17.01.2005 um 7:34 Uhr durch OnlineRedaktion
zuletzt geändert am
17.06.2005 - 07:31
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