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Türkei: Isolation fordert weiteres Leben: Salih Sevinel
Erklärung von TAYAD

 

Salih Sevinel ist am 21. Juli 2004 im F-Typ Gefängnis von Tekirdag gestorben.

Tayad-Komitee Hamburg
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E-Mail.: info@tayad.de

24. Juli 2004

Isolation fordert weiteres Leben: Salih Sevinel

Salih Sevinel ist am 21. Juli 2004 im F-Typ Gefängnis von Tekirdag gestorben. Er war 38 Jahre alt, hatte drei Kinder und befand sich seit zwei Jahren wegen Mitgliedschaft in der DHKP-C in Haft. Er erlitt einen Herzanfall und verstarb, da die nötige medizinische Behandlung nicht stattfand. Dieses bestätigt ein Fax aus dem F-Typ Gefängnis von Tekirdag. Dort heißt es:
„...Gegen 09.00 Uhr wurde ihm unwohl. Er ging zur Krankenstube. Er erhielt eine Spritze und wurde zurück in seine Zelle geschickt. Nach zwei Gläsern Tee sagte er, dass ihm nicht wohl sei, und legte sich ins Bett. Er begann zu röcheln und biss die Zähne fest zusammen. Sie brachten ihn erneut zur Krankenstube. Nachdem er einen Herzanfall erlitten hatte und sie seinen Tod verschuldet hatten, weil sie ihn nicht ins Krankenhaus gebracht hatten, brachten sie seine Leiche ins Krankenhaus. Sie haben Salihs Tod verschuldet, indem sie die notwendige medizinische Behandlung nicht gemacht und unterbunden haben. Hinterher haben sie seine Leiche ins Krankenhaus gebracht. Abends gegen 16.00 Uhr brachten sie seine Todesnachricht. Die Isolation in den F-Typen mordet weiter. Wir verbeugen uns in Gedenken an ihn.“
Seit annähernd 4 Jahren erklären wir, wozu die F-Typen dienen. Seit annähernd 4 Jahren arbeitet die TAYAD, um die Öffentlichkeit auf diese Realität aufmerksam zu machen. In den F-Typen werden Morde begangen; dafür wurden diese Gefängnisse errichtet. Niemand kann die Augen davor verschliessen. Niemand kann sagen, dass der Widerstand gegen diese Gefängnisse nicht berechtigt ist. Wir werden nicht zusehen, wie der faschistische Staatsapparat der Türkei die F-Typen weiterhin als ihre Guillotine benutzt.
Verantwortlich für das Sterben in den Gefängnissen ist, wir wiederholen ein weiteres Mal, die Regierungspartei AKP. Indem der Premierminister Tayyip Erdogan behauptet, es sei das Problem der vorherigen Koalitionsregierung gewesen, versucht er die Schuld von sich zu weisen. Er glaubt, dass niemand von dem Widerstand in den Gefängnissen weiß, da die Zensur andauert. Wir möchten daran erinnern, dass während der AKP Regierungszeit mehr als zwei Dutzend Menschen ihr Leben im Widerstand gegen die F-Typen verloren haben. Wir möchten daran erinnern, dass uns Zensur nicht zum Schweigen bringen kann. Weder Festnahmen, Verhaftungen, Folter noch Prügel und Morddrohungen konnten uns bisher zum Schweigen bringen.
Wir rufen hiermit die demokratische Öffentlichkeit dazu auf, nicht länger zu schweigen und nur BeobachterIn des Sterbens zu sein. Die Isolation in den F-Typen zielt darauf ab, die gesamte politische Opposition zu brechen. Sie ist ein Angriff gegen die gesamte Bevölkerung.

HEBT DIE ISOLATION AUF!
BEENDET DAS STERBEN!

TAYAD Komitee


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Dokument veröffentlicht am 24.07.2004 um 9:57 Uhr durch OnlineRedaktion
zuletzt geändert am 17.06.2005 - 06:31
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