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NATO-Treffen in Istanbul am 28. und 29. Juni
Zwei Aufrufe gegen das Kriegsminister-Treffen

 

- NATO TRIFFT SICH IN ISTANBUL. WIR AUCH, von www.youngstruggle.com
- GEGEN DEN NATO-GIPFEL: RESISTANBUL 2004, von www.resistanbul.org


NATO-Treffen in Istanbul am 28. und 29. Juni

Zwei Aufrufe:
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NATO TRIFFT SICH IN ISTANBUL. WIR AUCH
DIE NATO STOPPEN


Am 28. und 29. Juni trifft sich die NATO in Istanbul. Obwohl vor dem Irakkrieg ein Riss durch die NATO ? Parteien sichtbar wurde, arbeiten heute ihre Mitglieder wieder enger zusammen. Die Grundlage ihrer Zusammenarbeit bilden die verschiedenen imperialistischen Interessen ihrer Bündnispartner. Während die USA als die einzige Supermacht ihre weltweite Herrschaft beibehalten möchte, wollen Deutschland und Frankreich durch ihre gesteigerte ökonomische Rolle einen größeren Teil des Kuchens abbekommen.

Mit dem NATO-Treffen am 28. und 29. Juni in Istanbul, stehen uns neue imperialistische Vorhaben bevor. Neue imperialistische Vorhaben bedeuten in diesem Fall neue Kriege, Massaker, Besetzungen, Plünderungen und Zerstörungen. Die jüngsten Skandalbilder zeigen, zu welchen Gräueltaten eine Besatzungsarmee fähig ist. So sollen im Bagdader Abu-Ghraib ? Gefängnis Gefangene unter dem Schutz von US-Geheimdienst ? Mitarbeitern sadistisch gefoltert worden sein. Britische Tageszeitungen veröffentlichten Fotos britischer Soldaten, die einen Iraker mit Gewehrkolben schlagen und auf ihn urinieren. Aus einem in Frankreich aufgetauchten Film mordet die Besatzung eines US-Militärhubschraubers grundlos drei irakische Männer.

Wenn sich die US-Regierung für die Misshandlung durch US-Soldaten an irakischen Gefangenen und Zivilisten entschuldigt, so bedeutet dies keineswegs, dass die Folterungen aufhören werden. Die Besatzer werden bloß in Zukunft bei weiteren Folterungen noch besser aufpassen müssen, um nicht noch einmal durch die internationale Öffentlichkeit erwischt zu werden. Seit Jahren regt sich ein immer größer werdender und weltweiter Widerstand gegen die Vorhaben der großen militärischen und wirtschaftlichen Mächte. Angefangen in Seattle, über Genua, Prag, Nizza, Kopenhagen, Barcelona, Cancun bis zu Thessaloniki wurden immer größere Proteste gegen diese Politik gemacht. Eine große Zahl von Menschen zeigte offen, dass sie mit dieser Politik nicht einverstanden ist. Die Entscheidung über die Zukunft der Welt darf nicht einem Haufen Schmarotzer überlassen werden. Wehren wir uns dagegen !!!

Young Struggle organisiert diese Kampagne, um dieses Vorhaben der NATO so weit wie möglich zu behindern. Um dies zu schaffen müssen so viele Menschen wie möglich zu den Protesten in Istanbul kommen. Genauso wie die Menschen im Irak wollen wir die Neuaufteilung der Welt nicht auf uns sitzen lassen. Wenn es die Iraker schaffen, sich unter den unmenschlichsten Bedingungen und bestialischsten Folterungen gegen die Besatzer zu wehren, so schaffen wir das auch!!!

Für die internationale Solidarität !
Für die Zerschlagung der NATO !

www.youngstruggle.com




GEGEN DEN NATO-GIPFEL: RESISTANBUL 2004

In Istanbul wird von 28.-29. Juni 2004 ein Gipfeltreffen der NATO stattfinden, an dem sich auch US-Präsident George W. Bush beteiligen wird. Das Ziel dieses Gipfels ist es, die Vorherrschaft der NATO-Führungsmacht USA im Mittleren Osten, in Nordafrika und in Zentralasien weiter auszubauen.

Gemeinsam mit den anderen imperialistischen Staaten wollen die USA das Projekt "Größerer Mittlerer Osten" umsetzen. Dieses Projekt wird zunächst als zentraler Tagesordnungspunkt auf dem G8-Gipfel vom 8. bis 10. Juni in Florida auftauchen, danach wird es Gegenstand der "Beratungen" auf dem US-EU-Gipfel am 26. Juni sein. In Istanbul schließlich droht der "Größere Mittlere Osten" als Bestandteil der NATO-Doktrin verabschiedet zu werden.

DIE AKTUELLE POLITIK DER IMPERIALISTISCHEN STAATEN

Um Befreiungsbewegungen zu beseitigen und die "Gefahr" der Revolution auszulöschen, wird neben der Unterdrückungspolitik gegenüber revolutionären Organisationen versucht, unmittelbare Interventionskräfte zu schaffen, siehe z.B. den "Plan C" in Kolumbien, die Militärstützpunkte auf den Philippinen und in der Türkei die ständige Präsenz von US-Militärtruppen am Stützpunkt Incirlik.

Darüber hinaus wird in Erwägung gezogen, auf der ganzen Welt gegenüber politischen Gefangenen diejenigen Unterdrückungsmethoden anzuwenden, die seit längerem in den sogenannten F-Typ-Isolationszellen in der Türkei erprobt werden. Ziel ist es, revolutionären Bewegungen weltweit mit einer Gefängnispolitik zu begegnen, welche sich von Guantánamo in nichts unterscheidet.

DIE NATO

Die NATO setzt ihre Unterstützung der Besatzungsmächte im Irak und in Palästina sowie ihre Unterdrückungspolitik gegen die Völker in der Region fort.

Auf diesem Weg versucht sie, das Mittelost-Projekt der USA und die us-israelische Dominanz in der Region aufrechtzuerhalten. Die einzige Funktion der NATO oder UNO ist es heute, die Politik der USA umzusetzen oder zu legitimieren. Kein einziger "Lösungsvorschlag" der NATO oder der UN kann außerhalb der US-Politik betrachtet werden.

DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN NATO UND TÜRKEI

Die Türkei hat sich, um NATO-Mitglied zu werden, am Korea-Krieg der USA beteiligt. Die Rolle, die der Türkei innerhalb der NATO zugeteilt wird, ist jene einer Gendarmerie der USA im Mittleren Osten und in Zentralasien.

Der Staat Türkei stellt sich dieser Aufgabe mit Bravour. Die Türkei mit ihrem "laizistisch-islamischen" Modell dient als ein Beispiel dafür, wie ein Staat im Interesse der USA aussehen soll. Und: die Türkei stellt nach den USA die zahlenmäßig stärkste Militärkraft in der NATO dar.

Die Konterguerilla, welche als türkische Gladio* und in den 1950er Jahren aufgebaut wurde, war in der Vergangenheit in der Türkei ein bestimmendes Element sowohl des Scheinparlamentarismus als auch der offenen Militärjunta der faschistischen Regierungen. Heute werden die Konterguerilla-Organisationen wieder zu einer institutionellen Kraft.

Wir rufen alle Menschen, Institutionen und Organisationen, die sich gegen das Diktat der USA im Mittleren Osten und das Projekt "Größerer Mittlerer Osten" stellen, die gegen Kriege, Besatzungen, Schwarze Listen und Isolationsgefängnisse sind, auf, anlässlich den NATO-Gipfels am 28. und 29. Juni in Istanbul den Gegengipfel der mehr als einhundert Organisationen, Institutionen und Gewerkschaften umfassenden "EINHEIT GEGEN NATO UND BUSH" zu unterstützen und daran teilzunehmen.

Wir rufen alle Organisationen, die sich gegen NATO und Militarismus stellen, alle revolutionären Organisationen und Parteien weltweit und alle Personen und Organisationen, die sich gegenüber den Verbrechen der NATO auf die Seite des Befreiungskampfes der Völker stellen, auf, ihre Solidarität mit der Plattform "RESISTANBUL 2004" zu bekunden und an den Aktivitäten gegen den NATO-Gipfel in Istanbul teilzunehmen.

NEIN ZU KRIEG UND BESATZUNG!
NATO RAUS AUS DEM MITTLEREN OSTEN! NATO-KRIEGSMASCHINERIE STOPPEN!
SCHLIESSUNG ALLER US- UND NATO-MILITÄRSTÜTZPUNKTE!
WIDERSTAND IST NICHT TERRORISMUS!

30. April 2004

RESISTANBUL 2004
resistanbul@gmx.net
resistanbul@hotmail.com
http://www.resistanbul.org


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Dokument veröffentlicht am 23.05.2004 um 8:52 Uhr durch OnlineRedaktion
zuletzt geändert am 17.06.2005 - 07:31
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