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Sehr geschwächt fordert sie ihre Verlegung in das Gefängniskrankenhaus von Fresnes
Libération, 24.2.2004
Nathalie Ménigon im Hungerstreik für medizinische Behandlung Sehr geschwächt fordert sie ihre Verlegung in das Gefängniskrankenhaus von Fresnes Von Dominique Simonnot
Seit einer Woche verweigert Nathalie Ménigon die Nahrungsaufnahme im Gefängnis von Bapaume. Die Militante von Action Directe, seit 17 Jahren im Gefängnis und nach cerebral-vaskulären Vorfällen krank und halbseitig gelähmt, fordert ihre Verlegung in das Gefängniskrankenhaus von Fresnes um dort behandelt zu werden. Besser behandelt als im Moment.
Die Menschen, die ihr nahe stehen, sind sehr beunruhigt wegen der möglichen Folgen dieses Hungerstreiks für einen schon erschöpften Organismus. „Ihre Stimme ist kaum hörbar, sie ist sehr geschwächt“, berichtet einer, der mit ihr telefoniert hat, „Sie hat ihren Freunden und ihrer Schwester gesagt, dass ihr kalt ist, dass sie ihren großen schwarzen Mantel haben will und dass sie sie liebt. Aber sie ist zu allem entschlossen.“ Sie hat sich auch selbst verletzt und sich in den Arm geschnitten. „Eigenartig, aber sie sagt, dass ihr das Erleichterung verschafft“, sagt eine Freundin. Und ihre Mitgefangene Joëlle Aubron, die sich einem Freund, den sie anrief, anvertraut hat, zeigte sich „verblüfft über die Schnelligkeit, mit der ihr Zustand sich in den letzten Tagen verschlechtert hat. Ihre Gesichtslähmung ist stärker geworden, es geht ihr überhaupt nicht gut.“ Sie würde kein Zuckerwasser trinken wollen und „niemand schafft es, sie zur Vernunft zu bringen.“ Gestern teilte die Gefängnisverwaltung mit, dass Nathalie Ménigon „sich sogar weigert, den Gefängnisarzt zu sehen“.
Am 26. März wird zum dritten Mal über ihren Antrag wegen Haftverschonung aus gesundheitlichen Gründen entschieden werden. [...] Aber die Ärzte, die Ménigon untersucht haben, sind nicht der Ansicht, dass sie entlassen werden sollte. [...]
Kollektive haben Abgeordnete dazu aufgerufen, sie zu besuchen, wie im Gesetz vorgesehen, um sich von ihrem Gesundheitszustand zu überzeugen. Henri Malberg, Präsident der Justizkommission der Kommunistischen Partei Frankreichs, hat gestern auf folgendes hingewiesen: „Es wäre ehrenhaft, wenn Nathalie Ménigon wie andere kranke Gefangene eine angemessene medizinische Behandlung und Haftverschonung erhält, wie sie vom Gesetz vorgesehen ist.“
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Dokument veröffentlicht am 27.02.2004 um 7:29 Uhr durch Libertad_Frankfurt
zuletzt geändert am
17.06.2005 - 07:31
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