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Rolf Pohle verstarb am 7.2.2004 nach langer Krankheit an einer Lungenentzündung in einem Athener Krankenhaus. Am 10. Februar fand in Athen das Begräbnis des Genossen Rolf Pohle statt.
Trauer um Rolf Pohle Rolf Pohle verstarb am 7.2.2004 nach langer Krankheit an einer Lungenentzündung in einem Athener Krankenhaus. Am 10. Februar fand in Athen das Begräbnis des Genossen Rolf Pohle statt. Dabei waren mehr als 200 Personen mit Blumen und schwarz-roten Fahnen. Unter ihnen waren Genossen und Freunde aus der grossen griechischen Solidaritätsbewegung der 70er Jahre gegen seine Auslieferung sowie jüngere Menschen, die heute den Kampf gegen den Staat weiterführen. Als Abschied wurde sein Lieblingslied "Mein Name ist Mensch" von Ton Steine Scherben gehört wie auch die Losung "Der Staat ist der einzige Terrorist und nicht die Stadtguerilla-Kämpfer" und "Hoch die Revolution".
In Memoriam "Die Revolution stirbt weder noch wird sie vernichtet; sie wird weder bombardiert noch erschossen; sie wird weder festgenommen noch verboten; wie wird weder umgebracht noch ausgeliefert; Fürchtet euch nicht vor dieser fürchterlichen Zeit. Darauf wollen sie genau zielen: Dass wir die Waffen schon vor dem grossen Kampf abgeben. Rolf Pohle, Koridallos Gefängnis 1.10.1976 Erklärung nach der Entscheidung für seine Auslieferung Rolf Pohle lebt in unserem Kampf für Freiheit! Anarchistinnen von Athen
Mein Name ist Mensch "Als ich Rolf Pohle 1967 kennen lernte, war er Mitglied im Vorstand des Liberalen Studentenbundes Deutschland; hatte gerade sein Jurastudium abgeschlossen und war im Begriff, Vorsitzender der AstA der Münchner Universität zu werden. Nach dem Attentat auf Rudi Dutschke im April 1968 nahm Rolf Pohle an den Osterdemonstrationen teil und gründete noch in den Ostertagen 1968 die Rechtshilfe der APO. Rolf beteiligte sich als Verteidiger von Demonstrationen. Bei der zweiten Juristischen Staatsprüfung fiel er durch. - Der Staatsschutz hatte ihn im Visier; kurze Zeit später war Rolf verschwunden. Im Fernsehen tauchte er wieder auf; gesucht als TOP-Terrorist der RAF. Er wurde festgenommen. Vorwurf der Staatsanwaltschaft: für die RAF Waffen gekauft und Wohnungen angemietet zu haben; sass fast 2 Jahre in Isolationshaft. Das Urteil; 61/2 Haft wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. - 1975 wurde der Berliner Politiker Lorenz von Angehörigen des 2. Juni entführt. Rolf war einer derjenigen, dessen Freilassung durchgesetzt wurde, dafür, dass Lorenz wieder frei kam. Rolf und andere werden in der Begleitung Pfarrer Alberts in den kommunistischen Südjemen ausgeflogen. - 1976 erfolgt die Verhaftung Rolfs in Athen. Er wird nach Deutschland ausgeflogen. Rolf erhält während der gesamten Haftzeit weder Ausgang noch offenen Vollzug. Nach Ende der Haftzeit ging Rolf nach Athen, lebte von Übersetzungen und Sprachunterricht, bis seine Krankheit ausbrach." (RA Hartmut Wächtler, München) Aus dem "Angehörigen Info" 282 vom 17.2.2004
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Dokument veröffentlicht am 25.02.2004 um 15:48 Uhr durch Libertad_Frankfurt
zuletzt geändert am
17.06.2005 - 07:31
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