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Den ersten Nachrichten des Staatsfernsehens zufolge gab es im Laufe der heutigen Demonstration in Erinnerung an die Ereignisse im Polytechnikum 1973 zwei Zusammenstöße ...
Athener Polytechnikum 1998 -- Zusammenstöße und 100 Festnahmen
(Nachricht vom 17.11.98 von fivose at hotmail.com -- von tactical at corelli.nexus.it auf A-Infos publiziert -- übersetzt aus dem italienischen)
Den ersten Nachrichten des Staatsfernsehens zufolge gab es im Laufe der heutigen Demonstration in Erinnerung an die Ereignisse im Polytechnikum 1973 zwei Zusammenstöße:
Kurz nach dem Beginn der Demonstration haben Arbeiter der Baugewerkschaft eine Gruppe AnarchistInnen angegriffen (Grund unbekannt). Die Baugewerkschaft steht unter der Führung der griechischen KP, sie hat letztes Jahr die Rolle der Bullen übernommen und die Besetzung des Polytechnikums durch die AnarchistInnen verhindert. Dem Staatsfernsehen zufolge verlief der Zusammenstoß ohne Konsequenzen.
Als der anarchistische Block der Demonstration die Kreuzung zwischen der Stadiu-Straße und der G.Stavru-Straße erreichte, hat ein Sonder-Einsatz-Kommando der Polizei einen Schlagstockeinsatz durchgezogen: Sie haben wild auf die Anwesenden eingeknüppelt und ca 100 Personen eingekesselt (die Bilder zeigten Bullen, die auf DemonstrantInnen einprügelten die auf dem Boden lagen).
Diese Personen wurden anschließend festgenommen und zum Polizeipräsidium gebracht, um einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen zu werden. Während sie zu den Polizeiautos gebracht wurden hat eine weitere Gruppe AnarchistInnen die Bullen angegriffen, um die GenossInnen zu befreien, allerdings erfolglos.
Das Ergebnis: Ca. 100 (zumindest nach ersten Schätzungen) AnarchistInnen die sich zur Zeit in Gewahrsam befinden, erkennungsdienstlich behandelt wurden und in der Kartei aufgenommen wurden; Ca. die Hälfte von ihnen soll angeblich sofort dem Haftrichter vorgeführt werden, mit der Beschuldigung "gefährliche Gegenstände" (Steine, Knüppel u.ä.) mit sich geführt zu haben (siehe deutsche StGB "bewaffneter Haufen").
Seit fünf Tagen haben alle Zeitungen und Fernsehsender in der Bevölkerung Angst vor angeblich bevorstehenden Krawallen geschürt, wodurch eine derartige repressive Aktion einfacher vermarktet werden kann, selbst wenn sie grundlos stattfindet und wenn gegen die betroffenen eine juristische Repression beginnen wird die lange Zeit dauern kann.
Wir erinnern daran, daß die Berufungsprozesse gegen die Besetzungen des ASOEE 1994, des Polytechnikums 1995 und anderen nach wie vor laufen.
P.S.: Gestern Abend hat die Gruppe "Novemberjungs" die Verantwortung für den Brandanschlag mit 3 Gasflaschen gegen das Büro des ehemaligen Ministers für öffentliche Ordnung übernommen.
SOZIALE INTERVENTIONSGRUPPE VON LIBERTÄREN AUS VOLOS
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© So Oder So
Dokument veröffentlicht am 17.11.1998 um 13:23 Uhr durch Libertad_Frankfurt
zuletzt geändert am
17.06.2005 - 07:31
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